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§ 5 Mediationsgesetz


§ 5 Aus- und Fortbildung des Mediators; zertifizierter Mediator
(1) Der Mediator stellt in eigener Verantwortung durch eine geeignete Ausbildung und eine regelmäßige Fortbildung sicher, dass er über theoretische Kenntnisse sowie praktische Erfahrungen verfügt, um die Parteien in sachkundiger Weise durch die Mediation führen zu können. Eine geeignete Ausbildung soll insbesondere vermitteln:
Kenntnisse über Grundlagen der Mediation sowie deren Ablauf und Rahmenbedingungen,
Verhandlungs- und Kommunikationstechniken,
Konfliktkompetenz,
Kenntnisse über das Recht der Mediation sowie über die Rolle des Rechts in der Mediation sowie
praktische Übungen, Rollenspiele und Supervision.
(2) Als zertifizierter Mediator darf sich bezeichnen, wer eine Ausbildung zum Mediator abgeschlossen hat, die den Anforderungen der Rechtsverordnung nach § 6 entspricht.
(3) Der zertifizierte Mediator hat sich entsprechend den Anforderungen der Rechtsverordnung nach § 6 fortzubilden.


Eigenverantwortung

Die vom Gesetz geforderte Eigenverantwortung passt an und für sich sehr gut in das Berufsbild eines Mediators und in die Philosophie eines eigenverantwortlichen Verfahrens. Bleibt das Misstrauen, dass der Mediator diese Verantwortung auch auslebt.

Selbstzertifizierung

Die Selbstzertifizierung ergibt sich aus der Formulierung

... darf SICH bezeichnen

Der zertifizierte Mediator ist deshalb KEIN verliehenes Zertifikat. Inkonsequent ist die Tatsache, dass es zwar eine Möglichkeit zur Selbstzertifizierung gibt, nicht aber eine Bedingung zur Entzertifizierung. Das ist insofern kritisch, weil es keine Berufsausficht gibt, die die Fortbildungspflicht zB einfordert.

Hinweise und Fußnoten

Alias: zertifizierter Mediator - Gesetz
Siehe auch: Berufsmediator, Funktionsmediator
Literaturhinweise: Trossen (un-geregelt)
Prüfvermerk: -

An dieser Seite haben mitgearbeitet: Administrator und Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Samstag Oktober 13, 2018 09:28:30 CEST von Administrator.