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Ausbildung: Ein komplexes Thema das sich über mehrere Seiten erstreckt.

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Entscheidungshilfe Ausbildung

Die Qual der Wahl - Welche Ausbildung ist die richtige?

Mit der Ausbildung zur Mediation entscheiden Sie sich für den Aufbruch in eine etwas andere Welt. Sie lassen sich auf etwas Neues ein – und doch ist es gar nicht neu. Wenn alles nach Plan läuft und sich die gewünschten Lernerfolge herstellen, wird die Mediation sie mitreißen und auf eine fesselnde und befreiende Reise mitnehmen.

Qualifikation

Die folgende Tabelle soll Ihnen eine Übersicht über die möglichen Qualifikationen geben und die daran anknüpfenden Ausbildungsbedingungen offenlegen:

einfach zertifiziert qualifiziert profiliert
Gesetz § 5 Abs. 1 MediationsG § 5 Abs. 2 MediationsG
ZMediatAusbV
Standards konzeptabhängig
Titel Mediator zertifizierter Mediator institutionalisiert zB: Mediator (XY) ggfalls lizenzierter Mediator Berufsmediator
Ziel frei zu vergeben Mindestanforderungen Standards individuell zu vergeben
Fachmediator im Titel möglich lediglich als Zusatz möglich nicht sinnvoll möglich
geschützt nein ja, gesetzlich ggfalls als Marke ggfalls mit Berufsnachweis
Stunden mehr als 90 120 mehr als 200 mehr als 350
Stundentyp gemischt Präsenz prozentuiert gemischt
Inhalte - ZMediatAusbV Standards berufsabhängig
vorgegeben nein ja ja berufsabhängig
Supervision empfohlen verbindlich verbindlich konzeptabhängig
Typ - Einzelsupervision Fallsupervision konzeptabhängig
Anzahl - 1+4 ≥ 1 konzeptabhängig
Rollenspiele vorgesehen vorgeschrieben vorgeschrieben vorgeschrieben
Dokumentation - - vorgeschrieben 3-5 vorgeschrieben
Fortbildung vorgeschrieben gem. ZMediatAusbV vorgeschrieben vorgeschrieben
Kontrolle Abmahnung Abmahnung Abmahnung, ggfalls Lizenzverlust Abmahnung, ggfalls Lizenzverlust

Die Abstufungen "qualifiziert" und "profiliert" oder gar "lizenziert" folgen dem Bedürfnis, Qualifikationen anzubieten, die über die Mindestanforderung des zertifizierten Mediators hinausgehen.

Anforderungen

Über allem steht Ihre persönliche Zielsetzung. Sie erfordern eine Auseinandersetzung mit den Fragen:

  • Was möchten Sie erreichen?
  • Welche Kriterien definieren den erwarteten Nutzen?
  • Woran messen Sie den Erfolg der Ausbildung?

Orientieren Sie sich zunächst bitte an den Kompetenzmerkmalen des Mediators. Dann spielt es eine Rolle, was Sie mit dieser Kompetenz anfangen möchten. Hier gibt es ganz unterschiedliche Vorstellungen. Sie haben Einfluss auf die Anforderungen an die Ausbildung.

Manche sagen, sie wollen Wirtschaftsmediator werden weil sie mit Emotionen nicht konfrontiert werden möchten. Andere denken, dass sie als Fachmediator einen besseren Zugang zum Markt bekommen. Wieder andere legen nur Wert auf einen Titel. Die berufliche Umorientierung und der Start in eine neue Existenz ist auch ein Ausbildungsmotiv. Wieder andere wollen nur die Skills erwerben, sodass sie die Mediation auch im Alltag anwenden können. Dann gibt es noch Interessenten, die Berufsmediator werden wollen, was die höchste Anforderung ist.


Das jeweilige Motiv wirkt sich auf die Frage der zu erwerbenden Mediationskompetenz, die Ausbildungstiefe und die Ausbildungsbreite aus. Machen Sie sich bitte klar, was sie von der Ausbildung in Mediation oder zum Mediator erwarten und wie sie diese Kompetenz später einsetzen möchten. Was sind Ihre persönlichen Ziele?

Anwendung im Alltag
Eigentlich ist die Ausbildung zum Mediator zugleich immer auch eine Ausbildung in sozialer Kompetenz. Die Frage ist, wie weit diese Kompetenz reicht. Je nach dem Ausbildungskonzept lernen Sie die Mediation als Verfahren anzuwenden. So kommt sie im beruflichen oder privaten Alltag allerdings nicht ohne Weiteres vor. Die alltägliche Verwendung erfordert eine zusätzliche Kompetenz1 , wie die Mediation methodisch auch dann anzuwenden ist, wenn ein Verfahren im Sinne des Mediationsgesetzes nicht nachgefragt wird oder wenn ein Mediator (etwa bei Verhandlungen) nicht zur Verfügung steht oder Sie gar Teil des Konfliktes sind.
Verwendung im Hauptberuf
Wenn Sie die Mediation hauptberuflich ausüben möchten, prüfen Sie bitte vorher mit welchen Umsatzerwartungen Sie in welchem Anwendungsfeld rechnen können. Hinweise auf die Verbreitung der Mediation finden Sie im Mediationsreport. Überlegen Sie auch, wie der Ausbilder Sie bei den ersten Schritten in den Beruf unterstützen kann. Sind Sie nach der Ausbildung auf sich selbst gestellt?
Verwendung im Nebenberuf
Selbst der Gesetzgeber ging davon aus, dass die Mediation zumindest zur Zeit allenfalls als Nebenberuf ausgeübt werden kann. Der Eindruck mag korrigiert werden. Dennoch ist zu fragen, ob und wie die Mediationsausbildung Schnittstellen in Ihren Hauptberuf herstellen und gegebenenfalls dazu abgrenzen kann.
Einsatz im Unternehmen
Die Unternehmen erkennen mehr und mehr wie wichtig es ist Konflikte zu vermeiden oder sich nicht in Konflikten zu verlieren. Im Unternehmen liegt der Schwerpunkt einvernehmlicher Konfliktbeilegungen aber nicht nur auf der Mediation. Die Verhandlung steht im Vordergrund und die Frage, wie sich Konfliktmanagementsysteme im Unternehmen etablieren lassen. Die Fertigkeit einander mediationorientiertes Konfliktmanagement im Unternehmen zu betreiben oder gar zu etablieren geht weit über das hinaus, was die Rechtsverordnung an Wissen vermitteln will. Wie bereitet die Ausbildung darauf vor?

Perspektiven

Die Ausbildung sollte einen Grundstock bilden und den Weg in etwas bereiten, das Sie auch später noch ausbauen können. Nicht immer ist der Weg zu Beginn der Ausbildung bereits bekannt. Ihre Planung sollte deshalb die Schritte und Möglichkeiten nach der Ausbildung berücksichtigen. Ideal ist es also, wenn sich die Ausbildung im Fortgang an Veränderungen anzupassen vermag. Wenn Sie sich alle Optionen offenhalten möchten, ist eine umfassende Ausbildung anzuraten, die modular aufgebaut ist und Sie noch über die Ausbildung bei der Verwendung des Wissens weiter zu unterstützen vermag. Sie sollte die Anwendung der Mediation im Beruf, im Alltag und als Dienstleistung sicherstellen und alle Konfliktfelder abdecken können.

Leider lassen sich diese Anforderungen nicht an dem Erwerb eines Titels ausmachen. Insbesondere die Ausbildung zum zertifizierten Mediator wird nur als eine Mindestanforderung gesehen. Ein Mediator kann deshalb durchaus eine höhere Kompetenz haben als ein zertifizierter Mediator oder ein Fachmediator. Beachten Sie bei Ihrer Entscheidung bitte den folgenden Grundsatz:

 Merke:

4349 - Der Konflikt macht nicht vor Fachdisziplinen halt. Deshalb ist die Ausbildung zu einem Generalmediator (Vollausbildung), der lernt, mit allen Konflikten umzugehen, eine zwingende Voraussetzung für eine berufliche Verwendung der Mediation.

Didaktik

Bei der Ausbildung zur Mediation kommt es nicht nur darauf an, Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln. Kommunikation funktioniert bei jedem Menschen anders. Es ist also wichtig, dass Sie als Teilnehmer lernen, das modellhaft Gelernte in die eigene Welt zu transformieren. Die Ausbildungsphilosophie sollte auch dies zum Ausdruck bringen.

Grundsätzlich ist ein Fernstudium zur Mediation möglich. Wenn es gut organisiert ist, kann es sogar leistungsfähiger sein als ein reines Präsenzstudium, bei dem die Inhalte lektoriert werden müssen. Entscheidend ist, dass Praxisanteile im ausreichenden Umfang vorkommen.

Entscheidungshilfe

Eine Hilfe bei der Auswahl der für Sie passenden Ausbildung erhalten Sie, wenn Sie das Angebot mit den Kriterien für eine gute Ausbildung vergleichen.

Entscheidungshilfe Ausbildung

Hinweise und Fußnoten

Alias: Ausbildungsbedarf
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: -


Erstellt von Administrator. Letzte Änderung: Mittwoch März 20, 2019 20:36:40 CET by Arthur Trossen.