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Seiten-ID: 556 Die wissenschaftliche Herleitung der Mediation als Mediationstheorie 3-Abteilung »  Akademie 4-Inhalt »  (09) Lehre »  Wissenschaft »  Mediationstheorie

Wissenschaftliche Theorien zur Mediation

Die Herleitung und der wissenschaftliche Nachweis der Mediation


Als Mediationstheorie wäre eine wissenschaftlich fiundierte Herleitung der Mediation zu bezeichnen, die genau erläutert, warum was wie in der Mediation zu funktioniert oder zu funktionbieren hat. Auch wenn die Harvard-Forschung oft zur wissenschaftliichen Herleitung der Mediation herangezogen wird, erfüllt sie nicht diesen Anspruch. Eine auf die Vorgänge in der Mediation bezogene, wissenschaftliche Herlietung muss sich auf die Gedankenarbeit einlassen können, die in der Mediation zu absolvieren ist. Eine Theorie zur Mediation muss sich also mit der Frage auseinandersetzen, was warum und wie es den Parteien möglich wird, selbst bei einem hoch eskalierten Streit eine einvernehmliche Lösung zu finden. So betrachtet bildet die Mediationstheorie eine Klammer um andere Theorien, die sich mit der Kommunikation, den Konflikten, der Eskalation usw. auseinandersetzen.

 Merke:

3229 - Denken bedeutet, durch die Aktivität des Verstands zu Aussagen, Gedanken und Schlussfolgerungen zu gelangen. Dabei ist die Erkenntnis die Einsicht, die Schlussfolgerungen einerseits ermöglicht und andererseits aus ihnen resultiert. Die Mediation ist mehr als alle anderen Verfahren darauf angewiesen, dass die Parteien zu Erkenntnissen gelangen.

Theorien und Theoriefragmente

Die Theorien und die Theoriefragmente zur Mediation lassen sich wie folgt zusammenstellen:

Das Harvard-Konzept wird immer als Erstes genannt, wenn von Theorien zur Mediation gesprochen wird. Es beschreibt in erster Linie ein Verhandlungsmodell und leitet die Anforderungen an ein konstruktives Verhandeln her. Die Mediation hat die im Harvard-Konzept erarbeiteten Prinzipien des Verhandelns vollständig implementiert.

Die Verhandlungstheorie betrifft einen wissenschaftlichen Erklärungsansatz über die Verhandlungsstrategien. Sie erläutert den Unterschied zwischen distributiver und integrativer Verhandlung.

Die Konflikttheorie ist keine Theorie zur Mediation, wohl aber eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Konflikt, das in einem Verfahren der Konfliktbewältigung eine ausschlaggebende Bedeutung hat.

Die von Glasl entwickelte Eskalationstheorie beschreibt die Stufen der Eskalation und den Umgang damit.

Schwarz hat verschiedene Konfliktverhaltensformen extrahiert und als Konfliktlösungsversuche in einen Zusammenhang gestellt. Er benennt insgesamt sechs Stufen der Konfliktlösung, die er aus einer Parallele zur Zivilisationsentwicklung des Menschen ableitet, die zu einem Lernprozess im Konfliktverhalten gewführt hat. Die Theorie erläutert die Evolution der Konfliktlösungsversuche.

Die Kognitionstheorie basiert auf der Grundannahme, dass die Mediation ein erkenntnisbasiertes Verfahren ist. Sie beschreibt die kognitiven Anforderungen und das funktionale Zusammenspiel der Elemente, die den parteiseitigen Erkenntnisprozess ermöglichen. Die Kognitionstheorie ist in der Lage, jede Entscheidung, jeden Schritt und jede Maßnahme im Procedere der Mediation zu erklären und herzuleiten. Sie kann deshalb als eine umfassende Mediationstheorie bezeichnet werden.

Entwicklungspotenzial

Eine wissenschaftlich fundierte Beschreibung der Mediation ist ein wesentlicher Schritt für die Entwicklung und die Stärkung der Mediation. Um die darauf abzielenden Initiativen und Maßnahmen abzustimmen zu koordinieren wurde ein Projekt eingerichtet, bei dem Sie nicht nur mitwirken, sondern sich auch über den Bestand der Entwicklung informieren können.

Projekt.Mediationstheorie(n) 

Hinweise und Fußnoten

Aliase: Herleitung, Fragmenttheorie
Bearbeitungshinweis: Textvollendung und Programmvollendung erforderlich


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An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen und Administrator .
Seite zuletzt geändert: am Freitag April 26, 2019 10:41:18 CEST von Arthur Trossen.