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Seiten-ID: 1671 Wie Argumente gegen die Mediation wirklich einzuschätzen sind 3-Abteilung »  Praxis 4-Inhalt »  Beruf »  Dienstleistung »  Angebot

Fehleinschätzungen und Irrtümer

Der Wiki to Yes Mediationsreport 2019 hat nachgewisen, dass die Mediation oft falsch verstanden wird. Auf dieses Missverständnis sind viele Argumente zurückzuführen, mit denen eine Mediation abgelehnt wird. Nicht immer sind sie zutreffend. Diese Zusammenstellung der Killerargumente soll dazu beitragen, die Mediation und ihre Chancen korrekt einzuschätzen:

  1. Das macht keinen Sinn, der ändert sich ja doch nicht!
    Das Argument wird zum Alibi, die Mediation abzulehnen. Schlechte Erfahrungen und Resignation kommen zum Vorschein. Aber auch der Wunsch, sich zu schützen, das Vertrauen nicht nocheinmal zu vergeuden. Die Mediation macht trotzdem Sinn. Sie kann eine Veränderung herbeiführen. Siehe Persönlichkeit
  2. Da hilft kein Gerede, da zählen nur noch Fakten!
    Die Mediation setzt sich durchaus mit Fakten auseinander. Allerdings verhinder sie, dass Fakten zum Argumentieren missbraucht werden und konzentriert sich nur auf lösungsrelevante Fakten. Auch weiß sie Fakten von Behauptungen zu unterscheiden. Wer also wirklich meint, dass Fakten die Lösumng bringen, ist in der Mediation bestens aufgehoben.
  3. Der soll erst mal seine Schuld eingestehen, ehe ich in Verhandlungen trete!
    Um Schuld einzugestehen, bedarf es der Einsicht, nicht der Unterwerfung. Die Mediation führt diese Einsicht herbei und setzt sich mit den Verletzungen auseinander. Die Chance zu einem Schuldeingeständnis wird also eher größer als kleiner.
  4. Wieso verhandeln, ich will doch nur mein Recht!
    In einem Gerichtsverfahren wird übrigens auch verhandelt. Während sich der Verhandlungsgegenstand dort nur auf den Sachverhalt und die sich daraus ergebenden Rechtsfolgen konzentriert, umfasst die Verhandlung in der Mediation einen viel weitergehenden Rahmen, der auch die Interessen und den Konflikt umfasst.
  5. Das Weicheigelaber hilft doch nicht weiter!
    In der Mediation werden die Dinge beim Namen genannt. Man redet Tacheles. Emotionen werden kontrolliert, sodass auch schwierige Gespräche möglich werden.
  6. Nur mit einem guten Anwalt bin ich dem Gegner gewachsen!:
    Der Mediator stellt gleiche Augenhöhe her und erweitert dem Gegenstand auf nicht-juristischen Tatbestände. Die vermeintliche Stärke kann sich jetzt als kontraproduktiv erweisen.
  7. Wir zweifeln jedoch sehr an der Bereitschaft der Gegenseite, eine Einigung zu erzielen! "
    Ist das ein Argument warum man selbst die Mediation ablehnt? Wie steht es mit der eigenen Einigungsbereitschaft? Offenbar wird ein Nachgeben vorausgesetzt. Ob und wer überhaupt nachgibt, ergibt sich allerdings erst aus der Mediation. Es sollte nicht vorausgesetzt werden. Siehe Startprobleme.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2019-08-21 08:46 / Version 16.
Aliase: Fehleinschätzungen
Siehe auch: Mediation, Startprobleme, Darstellungen, Mediationsmetaphern, Vorteile, FAQ's, Falsche Mythen
Prüfvermerk: -

© Wiki to Yes: Arthur Trossen "Irrtümer und Fehleinschätzungen" (2019) unter Wiki-to-Yes.org/Irrtümer
An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Mittwoch August 21, 2019 08:46:53 CEST von Arthur Trossen.