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Seiten-ID: 755 Die technischen Hilfsmittel des Mediators 3-Abteilung »  Werkzeuge 4-Inhalt »  Arbeitsmittel

Ausstattung

Dass die Ausstattung ale Teil des Mediatorenkoffers gesehen wird, erklärt sich aus der Möglichkeit, sie wie ein Werkzeug einzusetzen, um die Gesprächs- und Verfahrensbedingungen zu verbessern.




Das Equiment des Mediators
seine Arbeitsmittel und deren Verwendung

Grundsätzlich kann der Mediator alle Hilfsmittel benutzen, die erreichbar sind und die den Prozess der Verstehensvermittlung ermöglichen und unterstützen. Die Hilfsmittel ergeben seine Ausstattung. Sie sind nicht enumerativ aufgezählt. Nehmen Sie sich also die Freiheit, auch die in ihrem Ursprungsberuf verwendeten Hilfsmittel zweckgerecht einzusetzen.

Intellektuelle Ausstattung

Mit den Büchern und Archiven in Wiki to Yes verfügen Mediatoren über mehr als nur eine intellektuelle Grundausstattung. Mit der Toolbox verfügen sie über einen symbolischen Werkzeugkoffer, der alle Werkzeuge vorhält , die ein Mediator gebrauchen kann.

Bitte vergessen Sie nicht, dass es die Parteien sind, die eine Lösung finden sollen. Also benötigen sie die gedankliche Unterstützung, den Weg in die Lösung zu finden. Wiki to Yes stellt einige Hilfsmittel zur Verfügung, die auch für die Parteien gedacht sind. Hier gibt es Merkblätter (z.B.: Tip-Familienmediation, Tip-Medianden, Tip-Kommunikation, Tip-Mediation usw.), Rechner (z.B.: Berechnungen) und Informationen (z.B. Start-Betroffener), die sie den Parteien ohne weiteres und als von einer neutralen Quelle kommend zur Verfügung stellen können.

Mit dem Wissen und den Werkzeugen ist Ihre Ausstattung noch nicht komplett. Sie brauchen auch eine Werkstatt, und eine technische Ausstattung, die Ihnen nachfolgend vorgestellt werden soll.

Technische Ausstattung

Es geht um praktische Hilfsmittel, damit der Mediator seine Werkzeuge optimal einsetzen kann. Einige dieser Hilfsmittel sind für manche Berufsgruppen ebenso wie für manche Medianden ungewohnt. Sie sollen deshalb vorgestellt und eingeführt werden. Welche Hilfsmittel ein Mediator benötigt, ergibt sich aus dem Verwendungszweck der Techniken.

Flipchart

Das Flipchart dient der Visualisierung. Hier können für alle Gesprächsteilnehmer sichtbar die wichtigsten Erkenntnisse festgehalten werden. Die Erkenntnisse sind gedankliche Bausteine, mit denen die Medianden ihre Lösung konstruieren sollen. Es ist also gut, wenn die Bausteine für alle einheitlich und für alle sichtbar notiert werden.

Visualisierung

Das Flipchart fungiert wie eine Tafel. Sein Vorteil ist, dass die Flipchartseiten nicht gelöscht werden müssen, um die Tafel neu zu beschreiben. Sie können sogar archiviert und den Medianden zur Verfügung gestellt werden, wenn sich dies mit der Vertraulichkeit und den Vorschriften zur Dokumentation vereinbaren lässt.

Damit sich die Bausteine zu einem Lösungskonstrukt zusammenführen lassen, ist es sinnvoll, in Phase 2 die Themen, in Phase 3 die Interessen in Phase 4 die Optionen und in Phase 5 die Einigung festzuhalten. Was der Mediator auf diese Weise protokolliert, müssen die Parteien nicht mitschreiben. Sinnvoll ist es auch die Ziele und Regeln der Mediation permanent sichtbar zu machen.

Das Flipchart sollte so aufgestellt sein, dass es von allen Teilnehmern eingesehen werden kann. Selbstverständlich sollte der Mediator darauf achten eine Schriftgröße und Form zu verwenden, die auch von allen Teilnehmern gelesen werden kann. Wenn er das Flipchart in Spalten für die Medianden aufteilt, sollte er darauf achten dass die Partei vor der Spalte sitzt, die sie betrifft.

Es macht Sinn mit zwei Flipcharts zu arbeiten. So lassen sich Eintragungen besser strukturieren und zuordnen.

Während der Mediation sollten alle Flipchartseiten sichtbar bleiben. Es reicht aus, wenn sie an eine Wand o. ä. geheftet werden können. Weil die Flipcharts permanent einsehbar sind, sollte der Mediator darauf achten, keine negativen Vermerke anzubringen.

Moderationstafel

Als Moderationstafel wird eine Stellwand beschrieben, an die sich Karten und Plakate mit Pins anheften lassen. Auch kann die Moderationstafel dafür verwendet werden, ein großes Packpapier anzubringen, sodass das Format etwa mehrere Spalten für mehrere Teilnehmer aufnehmen kann.

In erster Linie dient die Moderationstafel zur Moderations- und Metaplantechnik. hier können Kärtchen, die die Parteien ausgefüllt haben angeheftet und geclustert werden. Die Kärtchenmethode eignet sich in Phase zwei zur Themensammlung bei größeren Gruppen oder in Phase vier zum Brainstorming, wenn es darum geht, Lösungsoptionen zu sammeln.

Bei Kärtchenmethode bittet der Mediator die Teilnehmer Begriffe auf Kärtchen zu schreiben (etwa Themen für die Themensammlung oder Vorschläge für Lösungsoptionen), indem er sie auffordert in Blockbuchstaben mit gleicher Schriftfarbe möglichst nur Stichworte zu verwenden. Die Einführung der Stimmen und Vorschläge kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. In allen Fällen ist der Mediator gut beraten, die Kerzen erst einzusammeln und auszuwerten, bevor er sich für eine der Vorgehensweisen entscheidet:

  • Der Mediator sammelt die Karten ein und heftet sie an die Moderationstafel. dort sichtbar werden alle Karten besprochen und zusammen mit den Medianden sortiert und eingeordnet.
  • Wenn die direkte Visualisierung der Karten ungeeignet ist, weil die Gruppe bzw. Teilnehmer nicht ungebremst mit manchen der Kerzen konfrontiert werden sollten, kann der Mediator die Karten einzeln vorlesen und dann mit den Teilnehmern besprechen. Gegebenenfalls wird das Kärtchen neu und anders formuliert er es an die Moderationstafel geheftet wird.
  • Der Mediator kann die Teilnehmer bitten die Kerzen selbst einzuführen um sie nach der Genehmigung bzw. Abstimmung mit der Gruppe selbst anzuheben.
  • In keinem Fall sollte der Mediator einzelne Kärtchen aussortieren oder die einmal eingeschlagene Vorgehensweise willkürlich ändern.

Die Kartenmethode ist immer dann geeignet, wenn es darum geht, Stimmen der Teilnehmer zusammen, die möglicherweise nicht offen in der Gruppe gesagt werden können. Die Kerzen ermöglichen eine Anonymisierung der Stimmen, wenn der Mediator darauf achtet, dass alle Karten die gleiche Farbe und alle Teilnehmer die gleichen Stifte mit der gleichen Stiftfarbe verwenden.

Moderationskoffer

Der Moderationskoffer enthält alles was für die Moderationstechnik notwendig ist. Kärtchen in verschiedenen Farben und Formen, verschiedenfarbige Stifte, Nadeln, Klebeband, ... der Mediator muss darauf achten dass gleich farbige Stifter und Kärtchen in ausreichender Zahl vorhanden sind, damit die Anonymisierung sichergestellt ist.

Computer

Mitunter sind Berechnungen durchzuführen, für die sich hervorragend ein Computer eignet. Sie können beispielsweise die Rechenhilfen gemeinsam mit den Medianden nutzen. Im Idealfall lässt sich der Computerbildschirm auf eine Leinwand projizieren. Wichtig ist, dass die Berechnungen nicht nur für alle einsehbar sind, sondern auch gemeinsam durchgeführt werden.

Notizblöcke

Damit die Parteien sich nicht unterbrechen müssen, sollten Sie in der Lage sein sich Notizen zu machen. Es ist geschickt wenn der Mediator die Notizblöcke zur Verfügung stellt und nach der Mediation wieder einsammelt, damit die Vertraulichkeit gewahrt bleibt.

Hinweise und Fußnoten

Alias: Metaplan, Flipchart, Moderationstechnik, Hilfsmittel
Siehe auch: Visualisierung
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