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Seiten-ID: 399 Das Management rund um die Mediation 3-Abteilung »  Werkzeuge 4-Inhalt »  (05) Methodik »  Qualität

Mediation und Management

Management
Planung, Steuerung und Kontrolle  

Mediationsmanagement Verfahrensmanagement  Akten  Konflikt Fehlermanagement Zeitmanagement 


"Du manipulierst doch!", wird dem Ausbilder vorgeworfen, als er im Training zeigt, wie eine Mediation funktioniert. "Nein ...", windet der sich, weil Manipulation und Mediation, das passt doch ethisch irgendwie nicht gut zusammen. Aber dennoch! Mediation ist Manipulation, wenn das bewusste Aufgreifen verborgener Gedanken und das Fokussieren der Gedankengänge eine Manipulation darstellt. Immerhin handelt es sich bei der Mediation um einen Prozess, bei dem die Gedanken der Parteien in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Sie werden1 auf einen Fokus ausgerichtet, der hinter dem Problem liegt und den Parteien hilft, sich von dem Problem auch gedanklich zu lösen. Die Mediation ist aber niemals eine Manipulation für eine bestimmte Lösung. Von daher ist sie auch ethisch gerechtfertigt, weil sie den Horizont erweitert, vollständige Informiertheit herstellt und die volle Autonomie der Partei einfordert und ermöglicht.

Wer genau hinschaut wird erkennen, dass die Mediation ein Prozess ist, bei dem nicht nur die Interaktionen gesteuert werden. Procedural betrachtet werden verschiedene Abläufe zusammengeführt. Es geht nicht nur darum, die Mediation, sondern auch ihr Zusammenspiel mit anderen Verfahren und Vorgängen zu steuern. Zu allem Überfluss müssen die Verfahren auch noch mit dem Konflikt zurecht kommen und die Komplexität des Falles bewältigen.

 Merke:

4447 - Der komplexe Steuerungsprozess, der das Prozessverhalten mit den Verfahrensoptionen und dem Konfliktverhalten in Einklang bringt, wird als DR-Management bezeichnet. Das Kürzel DR steht für Dispute Resolution. Bei der Mediation verdichtet sich das DR-Management zum Mediationsmanagement

Im Vordergrund steht die Steuerbarkeit des Verhaltens. Das Wort "managen" leitet sich vom Englischen "to manage" ab. Es bedeutet so viel wie handhaben oder mit etwas zurechtkommen, etwas bewältigen oder etwas fertigbringen. Das italienische "maneggiare" bedeutet "an der Hand führen2 ". Überwiegend wird Managen als Leiten verstanden. Im Zusammenhang mit der Mediation haben wir folgene Arten eines Managements zu unterscheiden:

Mediationsmanagement

Es geht um die Frage, ob und wie der Mediator das Verhakten der Parteien und darüber den Prozess der Mediation beeinflussen kann.

Verfahrensmanagement

Es geht um die Frage, welches Verfahren situationsbedingt am besten geeignet ist, den Streit oder den Konflikt beizulegen.

Prozessmanagement

Es geht um die Frage wie generell ein Prozess zu steuern ist.

Aktenmanagement

Alles über die Aktenführung, die Dokumentenverwahrung, die Protokollierung und die Akteneinsicht.

Konfliktmanagement

Es geht um die Frage, ob wie und wer den Konflikt der Parteien und dessen Auflösung steuert.

Qualitätsmanagement

Es geht um die Frage, wie Fehler vermieden werden und wie die Leistung des Mediators mit der höchst möglichen Effizient ausgeführt werden können.

Hinweise und Fußnoten

Aliase: E08-Management, DR-Management

1 Das gilt zumindest in dem Verständnis der Kognitionstheorie
2 Die Definition wurde aus Wikipedia (wikipedia.org/Management) entnommen.
An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen und Administrator .
Seite zuletzt geändert: am Freitag Mai 17, 2019 09:04:17 CEST von Arthur Trossen.