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Empathie


Empathie (nicht zu verwechseln mit Sympathie) ist eine Voraussetzung des Verstehens und eine Variable der Kommunikation.

Begriffliches

Ein Mediator weiß das natürlich. Eigentlich bedeutet der Begriff Empathie so viel wie “Leidenschaft”. Er kommt aus dem Altgriechischen. Empathie könnte man sprachlich aus mit-leiden herleiten. Es bezeichnet die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Menschen oder eines Tieres zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie gehört auch die Einfühlung als eigene Reaktion auf die Gefühle Anderer wie zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz oder Hilfsimpuls. In dem folgenden Video wird der Begriff anschaulich dargestellt:

Danach heißt Empathie:

  1. Bewertungen in Beobachtungen verwandeln
  2. Momentane Gefühle identifizieren und Gefühle als unverhandelbare Tatsachen anerkennen
  3. Die zugrundeliegenden Bedürfnisse klären, die nicht befriedigt sind.

Keine Technik

Empathie betrifft die Art und Weise der (emotionalen) Wahrnehmung. Sie ist an sich keine Technik, kann aber durch Techniken wie das aktive Zuhören, das Verbalisieren oder das Paraphrasieren unterstützt werden. In dem Video, wo übrigens künstliche, animierte Figuren ein menschliches Verhalten abbilden, wird das im Paraphrasieren zum Ausdruck kommende Verstehen als Beispiel genannt, wo Emotionen verbalisiert werden.

Anwendung

Das emotionale Verstehen bezieht sich auf die Körperlichkeit, denn Gefühle werden über den Körper ausgedrückt. Die Einfühlung beschreibt die emotionale Wahrnehmung, mithin die körperliche Empfindsamkeit. Sie erfolgt unbewusst bei den meisten Menschen und erzeugt einen emotionalen Gleichklang.

Empathie in der Mediation

Der Mediator muss auch die emotionale Seite der Partei verstehen, wenn er ihre Befindlichkeit erfassen will. Gefühle sind der Schlüssel für Bedürfnisse und somit der Weg in deren Lösung (Befriedigung). Zu viel Nähe ist in der Mediation aber kontraproduktiv.

  1. Der Gegner könnte darin den Verlust der Neutralität sehen.
  2. Die professionelle Distanz geht verloren.
  3. Zu viel Empathie bewirkt eine strukturelle Koppelung.

Empathie wird in der Mediation als Haltung beschrieben. Sie ist eine der Kommunikationsvariablen. Methodisch übersetzt der Mediator die emotionale Wahrnehmung mit Hilfe des Verbalisierens in die rationale Sprache.

Hinweise und Fußnoten

Alias: Einfühlungsvermögen
Archiv: Archiv
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: -