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Seiten-ID: 1489 Spiegeln als Teil des Verstehensprozesses 3-Abteilung »  Archiv

Spiegeln

Der Duden definiert das Spiegeln als glänzen (wie ein Spiegel Lichtstrahlen zurückwerfend) oder blenden (infolge von auftreffendem Licht), das störende Reflexe verursacht1 . In der Mediation hat das Spiegeln eine ganz andere Bedeutung.




Spieglein, Spieglein an der Wand …

Definition

Im hier relevanten Verständnis geht das Spiegeln auf die klientenzentrierte Psychotherapie nach Carl Rogers), einem amerikanischen Psychologen und führenden Vertreter der Humanistischen Psychologie zurück. Die Notwendigkeit des Spiegelns basiert auf der Einsicht, dass der Mensch keine Sinnesorgane hat, die sein Innerstes wahrnehmen können. Alle Sinnesorgane sind auf Außenwahrnehmung gerichtet2 . Die Eigenwahrnehmung erfolgt deshalb nicht unwesentlich über die Reaktion der Umwelt und der Mitmenschen. Sie wird optímiert, wenn aus der Reaktion seines Gegenübers eine Reflexion wird.

Kommunikation

In der Psychotherapie bezeichnet das Spiegeln den Versuch einer Person, im Gespräch auf Verhaltensweisen des Gesprächspartners so zu reagieren, dass die Person (der Gesprächspartner) für sich wahrnehmbar wird. Das Spiegeln ist dem Doppeln verwandt. In beiden Fällen geht es darum, eine Slebstwahrnehmung zu ermöglichen. Beim Spiegeln lässt sich der Therapeut auf die Perspektive der Person ein, indem er das Wahrgenommene und Verstandene an sie zurückmeldet. Die Rückmeldung des Gegenübers ist der Spiegel.

Das mit dem Spiegeln arbeitende therapeutische Gespräch soll nach Rogers nicht direktiv geführt werden. Der Therapeut hat die wahrgenommenen Äußerungen und das Verhalten weder zu bewerten noch zu interpretieren3 . Ausschlaggebend ist seine wertschätzenden Haltung. Carl Rogers hat als Elemente einer einfühlsamen Haltung drei grundsätzliche Elemente herausgearbeitet, die ebenso kurz wie ungenau auch als Variablen der Kommunikation bezeichnet werden4 . Es handelt es sich um Kommunikationsbedingungen, die für ein gegenseitiges Verstehen als unerlässlich angesehen werden und auch in der Mediation zu beachten sind:

  1. Akzeptanz: Der Mediator kann das entgegennehmen was gesagt und gemeint ist, auch wenn es ihm ethisch bedenklich erscheint.
  2. Empathie: Die Fähigkeit des emotionalen Nachvollziehens (Einfühlungsvermögen).
  3. Authentizität auch Echtheit, Kongruenz: Der Mediator denkt und fühlt wie ein Mediator und spielt nicht lediglich eine Rolle.


Kommunikationsvariablen 

Bedeutung für die Mediation

Die Haltung ist das ausschlaggebende Merkmal des Spiegelns. Technisch wird das Spiegeln mit dem aktiven Zuhören, dem Paraphrasieren und dem Verbalisieren verwirklicht. Weil sich das mediative Gespräch in einen Erkenntnisprozess einfügt, kommen noch weitere Merkmale hinzu, die sich im dem präzisen Zuhören wiederfinden lassen.

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2018-10-20 05:27 / Version 8.
Aliase: Spiegeltechnik
Siehe auch: Lexikon, Zuhören, Spiegelgesetze
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