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Seiten-ID: 1293 Die Kompetenz des Mediators ausbilden 3-Abteilung »  Akademie 4-Inhalt »  (09) Lehre »  Ausbildung »  Ausbildungsqualität

Kompetenz: Alles über das mediative Wissen und Können finden Sie auf folgenden Seiten:

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Kompetenzausbildung

Was zeichnet die Kompetenz des Mediators aus und wie kann sie ausgebildet werden?

Interessanterweise finden Sie bei der Frage in Google "Wie werde ich kompetent" fast ausschließlich Links zur Frage "Wie wirke ich kompetent?". Das Eine kommt ohne das Andere nicht aus. Deshalb ein Video zur Frage, wie man Kompetenz vermittelt.

Kompetenzmerkmale

Die auf das Buch "Überzeugt" von Nasher1 zurückgeführten Ideen lauten zusammengefasst:

  1. Auf die Umgebung achten (Aufmerksamkeit ermöglichen)
  2. Bescheidenheit schadet (selbstbewusst Handeln)
  3. Stell Dich ins Licht (als Person wahrgenommen werden)
  4. Kompetent scheitern (Ergebnis wird an Erwartungen angepasst)
  5. Steuere den Moment (keinen Zweifel am guten Ergebnis zulassen)


Wohl bemerkt: Das sind Merkmale wie Kompetenz gezeigt wird, nicht was Kompetenz ist und was sie ausmacht. Trotzdem gibt es einen Zusammenhang. Man mag unterstellen, dass Personen die kompetent sind unnwillkürlich die zuvor beschriebenen Eigenschaften aufweisen.

Der Mediator

Im Kapitel Mediationskompetenz wurden die Merkmale ausführlich vorgestellt, die die Kompetenz des Mediators ausmachen. Auch der Beitrag über das Mediatorenprofil befasst sich mit dem Thema. Nashers Hinweise bedürfen in der Mediation jedoch einer Korrektur oder wenigstens einer Klarstellung.

  1. Auf die Umgebung achten: Dass der Mediator darauf achtet, dass man einenader zuhören kann, ist in der Mediation eine Selbstverständlichkeit. Der Mediator versucht die Bedingungen dafür durch ein geschickt gewähltes Setting zu optimieren. Auch die Art seiner Kommunikation trägt dazu bei, dass man sich zuhören kann.
    → Achte darauf, dass man einander zuhören kann
  2. Bescheidenheit schadet: Bei der Bescheidenheit könnte es sich um eine Tugend des Mediators handeln. Der Videovortrag meint auch weniger Bescheidenheit als (Selbst-) Sicherheit. Angeberei ist kontraproduktiv zur Mediation. Ein Mediator hat es nicht nötig zu lügen oder zu übertreiben. Seine Authenzitität ist entscheidend. Das Gefühl der Sicherheit im Umgang mit der Mediation kommt mit der Beherrschung der Methode und der Übung.
  3. Stell Dich ins Licht: Diese Aufforderung klingt zunächst kontraproduktiv. Denken Sie an die Grafik im Beitrag Mediation, ist der Mediator eben nicht mehr sichtbar. Das hat damit zu tun, dass es auf ihn gar nicht ankommt. Es kommt darauf an, dass die Parteien einander korrekt wahrnehmen. Verfolgen Sie die Kommunikationachsen wird deutlich, dass der Mediator (je nach Streiteskalation) durchaus zunächst die gesamte Aufmerksamkeit der Parteien auf sich zieht. Die Anziehung - das darf nicht verwechselt werden - bezieht sich jedoch auf seine Funktion und nicht auf die Persönlichkeit.
  4. Kompetent scheitern: Dieser Appell findet sich in der Mediation wieder. Wenn der Mediator an der Kompetenz der Mediation und ihren (und seinen) Fähigkeiten zweifelt, wird es ihm schwer fallen, sich auf den Prozes zu konzentrieren als darauf, wie er seine Schwöchen kaschiert. Er muss damit rechnen, dass sich die Unsicherheit eine Lösung zu finden, auf die Parreien überträgt. Wenn der Mediator der Mediation (und seinen Fähigkeiten die Mediation zu realisieren) vertraut, wird er die Erwartung, dass sich eine Lösung finden lässt, nicht in Zweifel ziehen.
  5. Steuere den Moment: Schieferstein nennt die Mediation den Tanz mit dem Moment. Das was geschieht ist ganz sicher für irgendwas gut und hat ganz sicher irgendeine Bedeutung. Besser wäre vielleicht der Appell: erkenne den Moment. Dann erkennst Du die Bedeutung und die dahinter zum Verschein tretenden Bedürfnisse. Alles ist ein Teil der Kommunikation.

Die Kompetenzmerkmale des Mediators lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Vertrau der Mediation: Mit dem Vertrauen in die Mediation stellen sich die gebotene Selbstsicherheit und die Lösungsoffenheit her.
  2. Keine Angst vor Konflikten: Wie will ein Mediator die Konflikte der Parteien anpacken und für sich wirken lassen, wenn er selbst Angt vor Konflikten hat?
  3. Sei die Metaebene: Die Metaebene sieht alles, kann alles ansprechen und deutlich machen und überlässt die Bewertungen den Parteien.
  4. Zeig Interesse: Verstehen ist das wichtigste Tool in der Mediation. Verstehen setzt verstehen wollen voraus. Das wiederum setzt Interesse an dem was geäußert wird voraus.

Kompetent sein

Wenn Authentizität eine Rolle speilt, kommt es nicht darauf an, wie sich der Mediator darstellt, sondern was er ist. Kompetenmz ist Wissen und Fertigkeit. Das Wissen erstreckt sich auf alles, was die Mediation betrifft. Wiki to Yes gibt einen Eindruck wieder welches Wissen der Mediator beherrschen sollte. Er muss den Prozess verstehen, um ihn korrekt umsetzen zu können. Das Gleiche gilt für seine Rolle. Die Fertigkeit kommt aus der Übung.

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An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Mittwoch März 20, 2019 22:14:12 CET von Arthur Trossen.