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Kompetenz: Alles über das mediative Wissen und Können finden Sie auf folgenden Seiten:

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Das Profil des Mediators

Im Idealfall erkennen Sie einen Mediator an seinem Denken und Handeln


Wie schätzen Sie jemanden ein, der andere verurteilt, ohne sie angehört zu haben? Wie schätzen Sie jemanden ein, der bewertet, ohne die Fakten zu kennen? Wie schätzen Sie jemanden ein, der bewertet ohne die Perspektiven differenziert zu haben? Wie schätzen Sie jemanden ein, der eine Mehrheit dem Konsens vorzieht? Wie schätzen Sie jemanden ein, der irreführende Werbung betreibt und Behauptungen aufstellt, die bei genauem Hinsehen nicht zutreffen? Würden Sie annehmen, dass dies ein Mediator ist?

Wesen

Die Mediation, so wurde mehrfach hingewiesen, verwirklicht sich in ihrem Wesen. Ihr Wesen muss sich also - zumindest während der Mediation - im Mediator wiederfinden. Wenn die Mediation die Metabene ist, die ein wertfreies, empathisches Verstehen der Parteien ermöglicht, dann personifiziert der Mediator die Metaebene, auf der ein derartiges Verstehen möglich ist.

Die personifizierte Metaebene


Die Metaposition gibt Anhaltspunkte für die Haltung des Mediators und den Umgang mit dem Fall. Sie erschließt jedoch noch nicht dessen Kompetenz.

 Merke:

4220 - Kompetenz ist die Fähigkeit und Fertigkeit zur Durchführung einer Mediation

Kompetenzmerkmale

Persönlichkeit und Haltung

Die Mediation kann nur aus einem bestimmten Denken heraus gelingen, das der Mediator vorhalten muss. Die Art des Denkens ist Teil der Persönlichkeit. Oft ist von der Haltung des Mediators die Rede. Gemeint ist seine innere Einstellung. Bitte beachten Sie, dass es dabei nicht um Moral und auch nicht um ein Gutmenschsein geht. Das wäre kontraproduktiv zum wertefreien Denken der Metaebene.

Aus den Anforderungen, die das Verfahren an die Haltung des Vermittlers stellt, lässt sich ein Mediatorenprofil ableiten, in dem sich alle Haltungsmerkmale wiederfinden lassen, die für eine erfolgreiche Mediation zu fordern sind. Diese Merkmale sind:

  1. Der Mediator beherrscht die Meta-Kognition => ist wertefrei und reflexiv
  2. Er strebt Über- und Durchblick an => ist unbefangen neugierig
  3. Er interpretiert nicht => ist faktenorientiert und neutral
  4. Er versteht sich auf allen Ebenen der Kommunikation => ist verständig
  5. Er scheut sich nicht vor der Komplexität => ist strukturiert
  6. Er denkt prozessorientiert => ist evolutiv
  7. Der Konsens ist seine Lebensgrundlage => ist kooperativ und verbindlich
  8. Er ist immer Mediator, nicht nur bei der Arbeit => ist authentisch

Bitte beachten Sie:

 Merke:

4221 - Die Persönlichkeit des Mediators definiert sich nicht über die Ausbildung. Sie ist allenfalls ein Indikator dafür. Die Persönlichkeit zeigt sich an der Art des Denkens und wie der Mediator mit sich und seinen Mitmenschen umgeht

Wer das Denken der Mediation inhaliert hat, begrenzt es nicht nur auf die Zeit in der er eine Mediation durchführt. Wer diesen Aspekt im Blick hat achtet auch darauf, wie er nach der Ausbildung noch gefördert werden kann. Wiki to Yes bietet hier eine ergänzende Untsrstützung an, die die Ausbilder ebenso wie die Studenten natürlich gerne in Anspruch nehmen können.

Hinweise und Fußnoten

Alias: Eigenschaften des Mediators, Mecdiatorenkompetenz
Siehe auch: Woran erkenne ich einen Mediator?, Das Wesen der Mediation, Haltung, Berufsmediator, Engagierte Mediatoren, Die Bedeutung der Metaebene

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Erstellt von Administrator. Letzte Änderung: Mittwoch März 13, 2019 21:44:59 CET by Arthur Trossen.