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Seiten-ID: 1640 Friedensmediation, was ist das? 3-Abteilung »  Archiv

Friedensmediation

Der Begriff wird in den Leitlinien der Bundesregierung zur Friedenspolitk ausdrücklich erwähnt und wie folgt definiert1 Friedensmediation bezeichnet die Vermittlung zwischen Konfliktparteien in formellen und informellen Verhandlungsprozessen. Sie dient der Prävention und Bearbeitung inner- und zwischenstaatlicher Konflikte und ist daher ein Schwerpunkt vorsorgender Politik. Die Leitlinien konkretisieren, was damit gemeint sein soll und wie sich die Bundesregierung engagieren will1 :

Mediation kann damit beginnen, Kontakte zwischen den Konfliktparteien herzustellen, und sich über die Begleitung von Waffenstillstandsverhandlungen bis zur Umsetzung eines Abkommens und damit verbundene politische Reformprozesse erstrecken.
Mediationsbemühungen haben insgesamt deutlich bessere Erfolgsaussichten, wenn Frauen gleichberechtigt an diesen beteiligt und ihre Belange und Interessen bei Vermittlungsbemühungen berücksichtigt werden. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass Mediation dazu beitragen kann, die oft tiefen, politischen und gesellschaftlichen Gräben zwischen Konfliktparteien zu überbrücken und Vertrauensgrundlagen zu schaffen. Sie fördert insbesondere die Qualifizierung von Mediatorinnen und Mediatoren (z. B. aus Regionalorganisationen, Ministerien und Zivilgesellschaft) und die lokale Institutionalisierung von Mediationsprozessen (z. B. in Landrechtsfragen). Zudem unterstützt die Bundesregierung Verhandlungsdelegationen von Konfliktparteien, beispielsweise durch die Bereitstellung „geschützter und vertraulicher Räume“ außerhalb des regulären Verhandlungskontextes, durch Ressourcen und institutionelle Strukturen, aber auch durch Trainings- und Fortbildungsangebote zur Stärkung ihrer Verhandlungskompetenz. Dabei arbeitet sie eng mit in Mediation erfahrenen Partnerstaaten und interna­tionalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, der OSZE oder der AU, aber auch mit Nichtregierungsorganisationen zusammen.

Definition

Die Ausführungen machen nicht klar worum es geht, wenn von der Friedensmediation die Rede ist. Der fachliche Blick interessiert sich natürlich dafür, was genau das Verfahren ausmacht und wodurch es sich von anderen Mediationen unterscheidet. Die begriffliche Verwendung seutet aber eher daraufhin, dass Bemühungen um den Frieden gemeint sind, wo die Mediation eine irgendwie geartete Rolles spielt.

Interessant ist der Hinweis auf Vermittlung zwischen Konfliktparteien in formellen und informellen Verhandlungsprozessen. Wird damit der erweiterte Mediationsradius angesprochen, bei dem die Kompetenz der Mediation auch in anderen Verfahren vorzuhalten ist? Dann wäre die Integrierte Mediation das am Besten geeignete Mittel.

Institutionalisierung

Wenn davon die Rede ist, dass die lokale Institutionalisierung von Mediationsprozessen gefördert werden soll, klingt das schon eher nach einer Mediation i.S.d. Mediationsgesetzes, wo es um die Nachfrage nach einem Produkt (einer Dienstleistung) geht. Die Erfolge sind frsaglich, wenn man auf die Evalusierungen schaut (siehe Mediationsreport-2019). Wenn statt von Institutionalisierung von Implementierung gesprochen wird, käme man dem Friedensziel deutlich näher. Dann kann die Mediation (konzeptuell) auch als ein Kulturgut verstanden werden, das tatsächlich in formelle und informalle Verhandlungen Einzug nimmt. dann wäre die Mediation mehr als nur ein Verfahren, das die Politiker selbst mit fadenscheinigen Gründen ablehnen2 . Auf sie kommt es jedoch an, wenn von Friedensbemühungen die Rede ist. Würde sich das mediative Denken in der Bevölkerung etablieren, wären solche Ausflüchte nicht möglich. Auch einen BREXIT hätte es niemals gegeben (zumindest nicht so)3 .

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2019-02-28 10:58 / Version 8.
Siehe auch: Fachmediationen
Prüfvermerk: -

An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Donnerstag Februar 28, 2019 10:58:55 CET von Arthur Trossen.