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Vorlagen und Formulare


Die Geeignetheit der Mediation

Dieses Prüfungsschema fungiert als eine Checkliste. Sie hinterfragt die B02-Optionen der Mediation. Das Schema kann also in allen Fällen eingesetzt werden, wo es um die Frage geht, ob die Mediation das geeignete (zulässige) Verfahren ist. Spezialisierungen ergeben sich für den Anwealtsmediator oder das Güterichterverfahren. Abgrenzunbgsbedarf ergibt sich zur Schlichtung usw.

 © Hinweis

Dieses Formular wurde von win-management GmbH überlassen. Es ist Teil des Buches ... Eine Verwendung ist mit dem Copyright Hinweis und dem Link auf die Fundstelle gestattet.

Prüfungsschema

Die Unterlassung dieser Prüfung stellt einen Fehlerverzeichnis dar!

A) (Objektive) Geeignetheit

  1. Liegt ein Konflikt vor?
  2. Ist die Suche nach einer Lösungsweg opportun?

Zwischenergebnis: Die Mediation kommt nach Maßgabe der Detailergebnisse in Betracht

Detailprüfung zu 1)

Durchführung einer Konfliktanalyse mit folgenden Prüdfungspunkten:

  1. Identifikation der Konflikte anhand der Konfliktlandkarte
  2. Identifikation der betroffenen Parteien (differenziert nach Streit-, Vertrags-, Verfahrens- und Konfliktparteien)
  3. Konfliktdimensionen zur Festlegung des Mediationsmodells
  4. Eskalation zur Festlegung des Mediationsmodells, des Settingsund der in Betracht kommenden Interventionen

Zwischenergebnis: Die Konflikte können isoliert und identifiziert werden. Die Gesprächspartner und der Schwierigkeitsgrad können eingeschätzt werden

Detailprüfung zu 2.

Prüfung des Verfahrensinteresses

  1. hypothetische Annahme (Festlegung) der Gründe, die ein Suchen nahelegen, wie z.B.:
    1. Eine oder beide Parteien haben keine Idee, wie das Problem zu lösen ist (z.B. Dilemma)
    2. Eine rein juristische Lösung würde eine Verkürzung der Komplexität bedeuten, weil Aspekte unbeachtet bleiben würden (z.B. emotionale Komponenten)
    3. Die durchzusetzende Lösung (Position) deckt den erwarteten Nutzen nicht (Kontrollfrage: Du bekommst alles was Du forderst, hast Du alles was Du brauchst?)
    4. Die Position ist bekannt kann aber nicht durchgesetzt werden (etwa weil die Kompetenz der Entscheider in Frage gestellt wird)
    5. Die Position ist bekannt es macht aber keinen Sinn sie durchzusetzen (etwa weil sie eine Mitwirkung oder Einsicht der Gegenseite erfordert)
    6. Die Position ist bekannt, ihre Durchsetzung kann aber nicht eingeschätzt werden oder ist extrem aufwändig

Zwischenergebnis: Einschätzungen zur Nutzererwartung und zum Erfolgsrisiko sollten ansatzweise möglich sein.

B) Mediationsfähigkeit

  1. Kein Verfahrensverbot (Sittenwidriger Gegenstand)
  2. Überprüfung der Parteikonstallation
    1. Parteifähigkeit und Geschäftsfähigkeit bzgl. der Parteien des Mediationsvertrages
    2. Aktiv- und Passivlegitimation und Mediationsfähigkeit bzgl. der Medianden
  3. Überprüfung der Handlungsfähigkeit
    1. Die Partei kann dem Prozess eigenverantwortlich (ohne Unterstützung) folgen
    2. Die Partei ist in der Lage, auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln.

Zwischenergebnis: Parteien sind korrekt und handlungsfähig i.S.d. Mediation

C) Mediatorenfähigkeit

  1. Kein Mediatorenverbot (Vor- oder Nachbefassunggem. (§ 3 Abs 2,3 Mediationsgesetz)
  2. Keine Ablehnung seitens der Medianden (§ 2 Abs 1 Mediationsgesetz)
  3. Mediatorenfähigkeit(für Mediationsmodell, Feldkompetenzusw.)

Ergebnis: Mediation ist möglich und mit dem Mediator durchführbar

==Literatur==

  • {{Literatur | Autor=Trossen (Hrsg.) | Titel=Mediation (un)geregelt | Auflage=1. | Verlag=Win-Management GmbH | Ort=Altenkirchen | Jahr=2014 | ISBN=978-3981-385434 | Seiten=| Online=Mediation (un)geregelt}}

item45


An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen und Administrator .
Seite zuletzt geändert: am Mittwoch August 7, 2019 08:23:20 CEST von Arthur Trossen.