Loading...
 

Interventionen

hindernis

Wie lassen sich schwierige Situationen in der Mediation lösen? Welche Interventionen kann der Mediator anbringen um den Parteien zu helfen, sie zu lösen?

Items 266

ID Bezeichnung Beschreibung Problemlösung Hindernistyp Kategorie Schlagworte Last modified Last modifier
15102 Andersartigkeit Die Andersartigkeit der Mediation wird nicht gesehen, weshalb sich die Parteien nicht auf den Gedankengang der Mediation einlassen können oder wollen und weshalb sie die Mediation als eine Möglichkeit der Konfliktbeilegung nicht erkennen und nachfragen.

a) innerhalb der Mediation: ausführliche Phase eins, Mediation erklären, motivieren. Die Gespräche werden so geführt dass die Parteien in den Gedankengang einbezogen werden.
b) Vor und außerhalb der Mediation: Aufklärung im Vorfeld der Mediation. Kostenlose Informationsgespräche, wo sich der Mediator auf die Bedürfnisse zur Konfliktbeilegung einlässt. Andere Dienstleister verwendende Methode der Mediation und die Parteien in den Gedankengang der Mediation zu überführen.

Herausforderung Mediation nachfrage    gedankengang    umdenken    2023-01-31 06:35 Arthur Trossen
15101 Mediationswahl Die Mediation ist ein erklärungsbedürftiges Produkt, das in verschiedenen, oft nicht differenzierten Varianten in Erscheinung tritt. Dass macht es dem Kunden sachwer, die passende Mediation und den passenden Mediator zu finden. Aufklärung und Anleitung Herausforderung Mediation nachfrage    2023-01-31 01:41 Arthur Trossen
15100 Bedarfseinschätzung Die Einschätzung des zur nachfrageführenden Bedarfs setzt ein Konflikt Verständnis voraus. Nicht nur die Parteien sondern auch die mit der Angelegenheit befassten Dienstleister müssen eine Konfliktanalyse durchführen, um zu erkennen welche Konflikte mit wem und wie zu lösen sind. Herausforderung Konflikte bedarf    nachfrage    2023-01-31 06:26 Arthur Trossen
15099 Nachfrage Die Parteien werden schon vor der Nachfrage nach einer Mediation oder einem anderen Verfahren der Konfliktbeilegung (oft unbewusst) Maßnahmen für ihre Konfliktbeilegung treffen, die die Nachfrage prägen. Sehen die sie die Ursache für den Konflikt im gegnerischen Verhalten, wenn sie zu einem Anwalt gehen. Sehen Sie die Ursache, wenn sie zu einem Therapeuten gehen. Die Parteien reagieren emotional auf ihr Bedürfnis. Ihre Entscheidungen müssen nicht in die zum Konflikt passende Strategie führen. Im Vorfeld der Mediation wäre ein sogenanntes Clearing sinnvoll. Zu Beginn jeder Dienstleistung sollte ebenfalls hinterfragt werden, was der Konflikt ist und was die Parteien brauchen, um ihn zu lösen. Eine Konfliktanalyse hilft bei der Einschätzung. Wenn sich die Parteien auf eine Konfrontation einlassen, sollte der Weg gegebenenfalls mit Hilfe der Migrationsstrategie in eine Kooperation überführt werden. Auch wenn noch kein Mediationsverfahren anhängig ist, helfen die Methoden der Mediation die Parteien dahin zu führen. Herausforderung Konflikte clearing    nachfrage    2023-01-31 06:26 Arthur Trossen
15077 Umdenken Die Parteien lassen sich nicht auf den Gedankengang der Mediation ein. Sie verweigern das Umdenken. Der Mediator muss die Ursache erkennen und überlegen warum die Partei den Gedanken nicht folgen kann oder will. Am besten erfragt sie einfach danach. Die Gründe können vielfältig sein. Sie können in der Person im Konflikt oder auch in der Verfahrensweise begründet sein. Zunächst sollte der Mediator zu prüfen, ob er selbst alles richtig gemacht hat. Voraussetzung ist natürlich auch dazu den gebotenen Gedankengang der Mediation kennt. Er wird in der kognitiven Mediationstheorie beschrieben und ist nicht zwingender Bestandteil von anderen Herangehensweisen der Mediation. Herausforderung, Verfahrenshindernis, Menschhindernis, Lösungshindernis Mediation denken    gedankengang    blockade    dummheit    2023-01-31 01:42 Arthur Trossen
15059 Fallbearbeitung Es kann vorkommen, dass die Bearbeitung eines Falles für sich gesehen Schwierigkeiten bereitet. Sei es, dass der Mediator zu wenig Ausbildung hat, nicht genug vorbereitet wurde, Anfänger ist oder dass der Fall für sich gesehen besonders herausfordernd ist.

Viele Maßnahmen und Interventionen beruhen auf dem Try and Error Prinzip. Es ist also grundsätzlich nicht falsch, wenn der Mediator probiert, was möglich ist. Voraussetzung ist jedoch stets, dass sich die Intervention in der Logik des Falles wiederfindet und auf die Verwirklichung der Mediation ausgerichtet ist. Wiki to Yes gibt verschiedene Hilfestellungen, um dies zu überprüfen. Orientieren Sie sich bitte an den Ausführungen zur Einführung in die Fallbearbeitung und über die Hilfe bei der professionellen Fallbearbeitung

Herausforderung Methodik fallbearbeitung    2023-01-23 15:23 Arthur Trossen
15030 Konfrontation Obwohl sich die Parteien auf ein kooperierendes Verfahren eingelassen haben, verfallen sie immer wieder in den Konfrontationsmodus. Der Streit sitzt tief und man will sich doch nicht alles bieten lassen. Auch will man gehört werden, was die Parteien bis dato offenbar noch nicht erfahren haben. Wieder wird zunächst nach Mediationsfehlern gesucht. Methodisch naheliegend ist es, in die 1.Phase zurückzugehen. Wichtiger ist es, den Konflikt zu verstehen und die Beobachtung zum Anlass zu nehmen, den Konflikt zu hinterfragen. Herausforderung, Verfahrenshindernis Prozess 2023-01-13 19:28 Arthur Trossen
15029 Außeneinflüsse Die Mediation ist ein Verfahren, das sich manchmal über einen gewissen Zeitraum erstreckt, bis alle Gespräche geführt wurden. In dieser Zeit sind die Parteien Einflüssen von außen ausgesetzt. Die integrierte Mediation spricht von Korrespondenzsystemen, die der Mediator im Blick haben sollte. Damit ist z.B. die im Hintergrund arbeitende und Einfluss nehmende Familie, die Kollegen und Freunde gemeint, aber auch das Helfersystem, wie etwa die Berater, angesprochen. Wenn die Außenwelt so starken Einfluss nimmt, dass sie in der Konfliktanalyse als Konfliktparteien auftritt, kann der Mediator versuchen, sie in die Mediation einzubeziehen. Ansonsten muss er mit den Parteien besprechen (vereinbaren) wie sie mit Einflüssen von außen umgehen. Gegebenenfalls kann er (nach Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht und Einholung eines Auftrages) selbst Kontakt mit den Einflüssen aufnehmen, um sie auf das Ziel der Mediation einzustimmen. Herausforderung, Verfahrenshindernis, Konflikthindernis Konflikte helfersystem    einflüsse    manipulation    2023-01-13 19:26 Arthur Trossen
15028 Abwerbung (WATNA/BATNA) Es kann passieren, dass ein Mediand, nachdem er in der WATNA-BATNA-Instanz zum Anwalt geschickt wurde, nicht mehr in die Mediation zurückkommt. Der Anwalt hat sicherlich darauf hingewiesen, dass die Partei vor Gericht ein besseres Ergebnis erzielen könnte. Er hat aber auch die WATNA-BATNA-Instanz falsch verstanden, wo es gerade darum geht, sich in der Mediation damit auseinanderzusetzen. Es empfiehlt sich also, die Partei darauf vorzubereiten und gegebenenfalls den Anwalt über die Mediation zu informieren. Herausforderung, Verfahrenshindernis Prozess aufklärung    watna/batna    rechtsanwalt    rechtsberatung    2023-01-13 19:18 Arthur Trossen
15024 Verschwörungstheoretiker Verschwörungstheoretiker nehmen an der Mediation teil. Vernunftbasierte Gespräche sind nur schwer möglich. Emotionen wie Wut und Hass stehen im Vordergrund. Zunächst ist es schon bemerkenswert, dass Verschwörungstheoretiker und Querdenker überhaupt an einer Mediation teilnehmen. Ihre Motive sollten hinterfragt werden. die Mediation erlaubt zwar ein offenes und kritisches Denken. Sie deckt aber aber in gleicher Weise im Realitätscheck auch Fakenews und Phantasiegebilde auf. Nun besagt das Bekenntnis zum Querdenken oder zur Verschwörungstheorie für sich gesehen noch gar nichts. Auch ist zu fragen, ob dieses Gedankengut ein Gegenstand der Mediation ist oder nur als eine Eigenschaft oder ein Persönlichkeitsmerkmal der Partei in Erscheinung tritt. Der Mediator jedenfalls sollte sich nur dann beeindrucken lassen, wenn sich eine Relevanz zum Thema der Mediation herstellt. Dann ist zu fragen, wie die Partei mit Zweifeln umgehen kann, wie sie auf Emotionen angesprochen werden kann usw. Herausforderung, Konflikthindernis, Menschhindernis 2023-01-10 12:10 Arthur Trossen
15023 Opferhaltung

Ein typisches und oft zu beobachtendes Verhaltensmuster ist die bereitwillige Einnahme der Opferhaltung. Manche Menschen schaffen es, die Situation immer so hinzubiegen, dass sie das Opfer sind.

Menschhindernis Konflikte 2023-01-10 11:58 Arthur Trossen
15022 Verhaltensmuster Besonders in einem Konflikt agiert der Mensch nach meist frühkindlich eingeprägten Verhaltensmustern. Es kommt entscheidend darauf an, diese Muster zu erkennen, um sie bei Bedarf aufzulösen. Man muss sich auf das Muster einlassen, um den Weg hinaus zu finden. Menschhindernis Konflikte 2023-01-10 11:57 Arthur Trossen
15021 Stressbelastung Es ist ein biologisches Phänomen, dass sich bei Stress und einer hohen Emotionsbelastung der Frontallappen im Gehirn herunterschaltet. Es kommt zur Kompetenz-Amnesie. Menschhindernis 2023-01-10 11:56 Arthur Trossen
15020 Unterlegenheitsgefühl Die Partei hat das Gefühl, der Sache und dem Gegner nicht gewachsen zu sein. sich unterlegen

Wenn es sich herausstellt, dass die eine Partei der anderen unterlegen ist (sich unterlegen fühlt), kann der Mediator im Rahmen seiner Allparteilichkeit ausgleichen. Gegebenenfalls muss er für einen Beistand sorgen. Kann das Hindernis nicht überwunden werden, muss er die Mediation gegebenenfalls abbrechen. Stellt es sich heraus, dass die Partei die Gedanken der Mediation nicht an sich heranlassen will, muss er der Ursache auf den Grund gehen. Naheliegend ist es zunächst, die Ursache im Konflikverhalten zu suchen. Hierbei mögen die Ausführungen zu den Konflikthindernissen helfen. Wurden diese überwunden ohne dass sich die Partei in der Lage ist, den Gedanken zu folgen, muss er der Partzeio die gebotene Aufmerksamkeit schenken.

Menschhindernis Konflikte 2023-01-10 11:46 Arthur Trossen
14902 Querdenker Querdenker nehmen an der Mediation teil. Vernunftbasierte Gespräche sind nur schwer möglich. Emotionen wie Wut und Hass stehen im Vordergrund. Zunächst ist es schon bemerkenswert, dass Verschwörungstheoretiker und Querdenker überhaupt an einer Mediation teilnehmen. Ihre Motive sollten hinterfragt werden. die Mediation erlaubt zwar ein offenes und kritisches Denken. Sie deckt aber aber in gleicher Weise im Realitätscheck auch Fakenews und Phantasiegebilde auf. Nun besagt das Bekenntnis zum Querdenken oder zur Verschwörungstheorie für sich gesehen noch gar nichts. Auch ist zu fragen, ob dieses Gedankengut ein Gegenstand der Mediation ist oder nur als eine Eigenschaft oder ein Persönlichkeitsmerkmal der Partei in Erscheinung tritt. Der Mediator jedenfalls sollte sich nur dann beeindrucken lassen, wenn sich eine Relevanz zum Thema der Mediation herstellt. Dann ist zu fragen, wie die Partei mit Zweifeln umgehen kann, wie sie auf Emotionen angesprochen werden kann usw. Herausforderung, Konflikthindernis, Menschhindernis Mediation 2023-01-10 13:02 Arthur Trossen
14761 Reflexionsmängel

Die Reflexionsfähigkeit wird eingeschränkt. Die Partei ist nicht in der Lage, das Streitsystem als solches zu betrachten. Sie sieht nur den Gegner. Die Reflexionsebene geht im Konflikt auch deshalb verloren, weil die Parteien emotional denken, weil sie positionsorientiert denken, weil sie gar nicht denken usw.

Die Mediation stellt die Reflexionsebene wieder her. Sie bildet bereits in der ersten Phase die Metaebene heraus und klärt die Rollen der Beteiligten (Mediator ist kein Entscheider oder Meinungsbildner). In der 3.Phase lenkt sie das Denken in die heile Welt und entkoppelt es von den Lösungen. Hier spielt das Loopen eine wichtige Rolle und die Verwirklichung der Phasenlogik, die das Denken aus dem Problem herausholt.

Lösungshindernis Methodik reflexion    2023-01-10 13:02 Arthur Trossen
14758 Komplexität Die Komplexität wird nicht gesehen. Komplexität schreckt ab. Der Mensch versucht sic h die Dinge auf einfache Weise zu erklären. Die Komplexität steht dabei im Wege. Deshalb wird sie gerne geleugnet oder ignoriert. Es kommt zu einem schwarz-weiß Denken. Die Mediation bewältigt diese Hürde, indem sie das Denken für die Komplexität öffnet. Sie trennt die Ebenen (Verfahrensebene, Fallebene). sie strukturiert den Denkvorgang, indem sie die Konflikte nach Themen unterteilt und griffiger macht. Sie ordnet die Informationen Dimensionen zu, die sich in der Logik der Mediation wiederfinden lassen. Lösungshindernis Systematik 2023-01-10 12:12 Arthur Trossen
14613 Personenmehrheiten Es kommt häufig vor, dass in einer Mediation nicht nur der Kläger dem Beklagten gegenübersitzt. Manchmal befinden sich auf der einen oder anderen Seite mehrerer Personen, etwa wenn sich die Klage gegen mehrere Parteien richtet oder wenn es um eine Gruppe geht. Es ist von essentieller Wichtigkeit, dass der Mediator die Parteizugehörigkeit und die Rolle eines jeden Teilnehmers an der Mediation genau identifiziert. Wer ist der Ansprechpartner für eine Partei? Ist er vertretungsbefugt? wer sind die Beistände und Experten, die nur hinzugezogen werden usw. Herausforderung Prozess gruppe    personenmehrheit    2023-01-10 12:12 Arthur Trossen
14525 Verantwortlichkeit Die Verantwortlichkeit wird abgewälzt. Das Phänomen beschreibt das Konfliktverhalten, Bedrohungen lieber auf andere abzuwälzen, als sich ihnen selbst zu stellen. Herausforderung, Konflikthindernis Verantwortung    2023-01-10 12:13 Arthur Trossen
14522 Suchtkranke Abhängigkeiten stehen der Verbindlichkeit im Wege Das Phänomen bei Suchtkranken ist, dass sie durchaus einsichtig sind und Vereinbarungen treffen können. Das Problem ist, ob sie sich auch daran halten werden. Wenn es vorher keinen Anlass gegeben hat in der Mediation einen Therapeuten hinzuzuziehen, ist jetzt gegebenenfalls die Gelegenheit dafür. Der 5.Phase die Nachhaltigkeit und Umsetzbarkeit abzuprüfen. Er kann darauf hinwirken, dass die Vereinbarung gegebenenfalls Sicherungsklauseln enthält. Herausforderung, Konflikthindernis abgängigkeit    sucht    nachhaltigkeit    verbindlichkeit    2023-01-10 13:03 Arthur Trossen
14516 Selbstwert Mangelnder Selbstwert. Das Selbst spielt in der Mediation eine große Rolle. Wir begegnen ihm bei der Selbstverantwortung, der Selbstwahrnehmung, der Selbstsicht, bei der Art und Weise wie Emotionen verarbeitet werden und bei der Auseinandersetzung mit dem Selbst. Herausforderung, Konflikthindernis Methodik 2023-01-10 18:16 Arthur Trossen
14515 Schuldfrage Die Schuldfrage scheint eine der ersten und wohl die wichtigste Frage zu sein, die bei der Konfliktklärung aufkommt. Unglücklicherweise geht sie oft am Problem vorbei und steht der Lösung sogar im Wege. Herausforderung, Konflikthindernis Methodik 2022-05-30 21:39 Arthur Trossen
14514 Konfliktangst Die Angst vor dem Konflikt verhindert das Eingeständnis einen Konflikt zu haben. Herausforderung, Konflikthindernis Methodik angst    emotion    2022-07-25 08:34 Arthur Trossen
14512 kollektive Verantwortung Gruppen machen andere verantwortlich. Das Phänomen kommt bei Aktivisten auf, aber auch bei Cliquen und anderen Formationen, wo sich der Konflikt auf rivalisierende Gruppen erstreckt. Es beschreibt das Konfliktverhalten, Bedrohungen lieber auf andere abzuwälzen, als sich ihnen selbst zu stellen. Es macht wenig Sinn, sich auf die Argumente der Gruppen einzulassen, wenn die Stimmung angeheizt ist. In dem Fall sollte nur überlegt (und mit den Gruppen besprochen werden), wie ein konstruktives Gespräch möglich wird. Herausforderung, Konflikthindernis Methodik 2023-01-10 18:21 Arthur Trossen
14510 Abhängigkeiten Abhängigkeiten schränken die Entscheidungsfähigkeit ein Es gibt ganz unterschiedliche Formen von Abhängigkeiten. Die Suchterkrankung ist ein Beispiel. Zu nennen ist aber auch die wirtschaftliche oder rechtliche Abhängigkeit oder die Abhängigkeit in Beziehungen. Grundsätzlich steht die Abhängigkeit der Mediation nicht im Wege. In der Mediation ist aber darauf zu achten, dass die Partei in der Lage ist, eigene verbindliche Entscheidungen zu treffen. Auch ist darauf zu achten, dass die Parteien auf gleicher Augenhöhe verhandeln. Die Mediation setzt die Eigenverantwortlichkeit voraus und stellt sie zugleich her. Die Allparteilichkeit ermöglicht das Verhandeln auf gleicher Augenhöhe. Gegebenenfalls muss der Mediator mit Interventionen wie z.B. einem Einzelgespräch nachhelfen. Herausforderung, Konflikthindernis Methodik abhängigkeit    sucht    2023-01-10 13:04 Arthur Trossen
14509 Fremdeinflüsse Sonstige Einflüsse verhindern die Lösungen. Die sonstigen Einflüsse können grob zwischen inneren und äußeren Einflüssen unterschieden werden. gemeint ist alles, was das Denken beeinflusst. Was das Denken beeinflusst, beeinflusst auch die Mediation. Bei den inneren Einflüssen ist an den kulturellen Hintergrund zu denken. Bei den äußeren Einflüssen ist an die Einwirkung von indirekt am Konflikt zu beteiligenden Personen oder Gruppenzwängen zu denken. Gegebenenfalls sollte der Mediator schon in der ersten Phase den Einfluss herausstellen und als reale oder fiktive Partei in die mediation hereinholen. Ein weiterer Zugang ergibt sich bei der Themensammlung in der 2. Phase, wenn die Themen an den nach Konfliktdimensionen unterschiedenen Konflikten orientiert wird. Den Schwerpunkt bildet die dritte Phase, wo die sich aus den Hintergründen ergebenden Sichten und Bedeutungen herausgearbeitet werden und gegebenenfalls von dem Denken der Partei abgetrennt werden, um sie gegebenenfalls konkret anzusprechen. Lösungshindernis Methodik kultur    2023-01-10 18:23 Arthur Trossen
14508 Kompetenz-Amnesie Stress führt zur Kompetenz-Amnesie Die Resilienz wird durch den Stress beeinträchtigt, den der Konflikt auslöst. Es kommt zur Reduktion der Denkfähigkeit. Der Frontallappen im Gehirn wird ausgeschaltet. Die Mediation hilft, die Vernunft wieder herzustellen, indem sie das Setting so einrichtet, dass eine maximale Entspannung möglich ist. Es kommt zur Entschleunigung. Die Resilienzfaktoren werden in der 3. Phase auf die Schutzfaktoren ausgerichtet. Lösungshindernis Methodik 2023-01-10 13:06 Arthur Trossen
14507 Interaktionen Interaktionen bestimmen den Gedankengang. Sie lenken in die falscher Richtung. Das Denken wird durch Wahrnehmungsfehler beeinflusst, die sich auf die Kommunikation auswirken. Damit wird die Aufnahme und die Weitergabe von Informationen eingeschränkt. Fehlinformationen und fehlerhafte Vorstellungen sind die Folge. Die Mediation will Klarheit und volle Informiertheit herstellen. Bereits in der ersten Phase legt sie mit der Rollenverteilung das Kommunikationsmuster nahe. Es erlaubt eine Kommunikation über Bande, wo der Mediator mit dem Loopen nicht nur synchronisiert sondern auch verifiziert. Lösungshindernis Methodik 2023-01-10 18:42 Arthur Trossen
14506 Wahrnehmungsfehler Wahrnehmungsfehler beeinträchtigen das Denken. Was ich weiß, muss ich nicht überdenken. Ich weiß doch was ich sehe!

Die Wahrnehmungsfehler suggerieren ein Wissen. Sie festigen gegebenenfalls Fehlvorstellungen, die wiederum das Denken beeinflussen.
Auflösung in der Mediation: 3.Phase: Wahrnehmungsfehler werden mit Technicken wie das präzisen Zuhören, dem Realitätscheck, usw. aufgedeckt.

Konflikthindernis, Menschhindernis, Lösungshindernis Methodik 2023-01-10 18:43 Arthur Trossen
14505 Emotionen dominieren Emotionen stehen im Vordergrund und verdrängen den Verstand. Je mehr Emotionen, umso weniger Verstand, lautet eine Erkenntnis der Mediation. Die Emotionen verändern die Wahrnehmung, die Kommunikation und das Denken. Die Mediation gibt ihnen schwerpunktmäßig in der 3.Phase einen Raum, wo es möglich wird, die emotionalen Botschaften in Nutzenkriterien umzuwandeln. Die Emotionen deuten auf die Bedürfnisse hin, die zu befriedigen sind. Lösungshindernis Methodik 2023-01-12 19:02 Arthur Trossen
14504 kontroverses Denken Das Denken wird auf gegensätzliche Ziele ausgerichtet Das Ziel, das die eine Partei verfolgt, widerspricht dem Ziel, das die andere Partei verfolgt. Dadurch ist die Denkweise kontrovers ausgerichtet. Das bedeutet: Solange kein gemeinsames Ziel verfolgt wird, richtet sich das Denken gegeneinander nicht aufeinander aus. Die Mediation führt die Parteien Schritt für Schritt in ein paralleles Denken. In der 1.Phase wird ein gemeinsames Ziel festgelegt, das hinter dem Problem (und der Lösung liegt). Das Ziel lautet, eine Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sind. In der 2.Phase werden die konträren Positionen in einem Thema neutralisiert, das eine Frage darstellt, die beide Partzeien beatworten sollen. In der 3.Phase werden Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Lösungshindernis Methodik denken    2023-01-10 18:45 Arthur Trossen
14503 kognitive Dissonanz Das Denken der Partei lehnt jeden Widerspruch ab.

Es wird erwartet, dass der eigenen Position zugestimmt wird. Widerspruch wird nicht geduldet.
Auflösung in der Mediation: 2.Phase: Position neutralisieren. 3.Phase: Gemeinsamkeiten herausarbeiten

Lösungshindernis Methodik 2023-01-10 18:46 Arthur Trossen
14502 Fixierung Das Denken der Partei wird auf die Position fixiert Die Position ist eine Lösung. Je stärker sie in den Fokus des Denkens gerät, umso verbissener versuchen die Parteien, ihre Lösung zu verwirklichen. Ihre Sicht wird eingeengt. Die Mediation hilft, den Fokus von der Position wegzulenken, indem sie in der 2.Phase die Positionen in Themen neutralisiert und in der 3.Phase den Fokus auf den Nutzen lenkt, der jenseits der Lösung und der Position zu finden ist. Dabei hilft ihr die Windows-1-Technik, die den Fokus vom Gegner weg und auf die eigenen Bedürfnisse hinlenkt. Lösungshindernis Methodik position    fokus    2023-01-10 18:46 Arthur Trossen
14501 Problemtrance Das Denken wird in das Problem gelenkt

Das Denken ist linear nach vorne (also in das Problem hinein) und kontrovers (also gegeneinander) ausgerichtet. Es wird nicht in ein einheitliches Ziel gelenkt, sodass ein paralleles Denken verhindert wird.
Auflösung in der Mediation: 1.Phase: Fokus auf den Nutzen richten. 2.Phase: Begründungssemantik unterbrechen, 3.Phase: Fokus hinter das Problem (auf den Nutzen) lenken.

Lösungshindernis Methodik 2023-01-10 18:47 Arthur Trossen
14500 Fokussierung Es wird ein falscher Fokus gewählt Wenn der Fokus auf das Problem gerichtet wird, wird das Problem in den Mittelpunkt des Denkens gerückt und schon deshalb ein Teil der Lösung sein. Dieser Effekt wird eindrucksvoll im Video von Watzlawick "Wo das Denken Lösungen verhindert" erläutert. Die Mediation setzt den Fokus hinter das Problem, indem sie den Nutzen in den Vordergrund stellt. Sie bedient sich einer scheinbaren Paradoxie. Sie führt die Lösung herbei, indem sie nicht an die Lösung denkt. Bereits in der ersten Phase wird der Fokus auf den Nutzen gerrichtet. In der dritten Phase wird er hinter das Problem (auf den Nutzen) gelenkt. Lösungshindernis Methodik nutzen    denken    fokus    lösung    2023-01-10 18:48 Arthur Trossen
14499 Kontextverlust Der Kontext geht verloren

Das Argumentieren unterstreicht die Selektion. Die Tilgungen der Rhetorik tun ihr Übriges dazu. Der Kontext geht aus dem Blick verloren. Der Mediator ist gehalten, den Bezug zum Kontext stets aufrechtzuerhalten.
Der mediative Kontext ergibt sich aus den Gedankenwelten und den Themen.

Lösungshindernis Methodik 2023-01-10 18:49 Arthur Trossen
14498 Selektionen Die Komplexität erlaubt Selektionen. Schon die Wahrnehmung und die Kommunikation führen in eine Reduktion der Komplexität, das Denken tut sein Übriges. Der Mensch neigt dazu, Komplexität zu reduzieren. Das Denken wird selektiv und verliert den Kontext aus dem Blick. Was wie eine Vereinfachung wirkt, ist zugleich eine Erschwernis, weil der Blick auf die Lösung verloren geht, je mehr man sich anstrengt, an die Lösung zu denken. Die Mediation stellt verschiedene Hilfen zur Verfügung, um die Komplexität zu bewältigen. Sie trennt die Verfahrensebenen von. der Streitebene. Sie untergliedert den Prozess in verschiedene nach Phasen ausgerichtete und aufeinander abgestimmte gedankliche Schritte (Phasenlogik). Sie ordnet die Konflikte nach Themen. Sie unterbricht die Begründungssemantik und führt verschiedene Denkmuster sequenziell zusammen. Lösungshindernis Methodik 2023-01-10 18:15 Arthur Trossen
14497 Komplexität übersehen Komplexität schreckt ab. Es kommt zu einem schwarz-weiß Denken. Oft ist es den Parteien gar nicht bewusst, was nicht gesehen wird. Auflösung in der Mediation: Die Mediationslogik überwindet alle Lösungshindernisse. Der Mediator sollte durch Zusammenfassen, beim Loopen, durch Fragen usw. stets auf die Komplexität (offene Fragen) verweisen. Lösungshindernis Methodik komplexität    2023-01-10 18:55 Arthur Trossen
14496 Konfliktstrategie Die Strategie dominiert das Denken Im Konflikt treffen ganz unterschiedliche Strategien zusammen. Führend dürfte die Konfliktstratregie sein. Wenn sie einen Angriffs- oder Verteidigungsmechanismus vorgibt, passt sich nicht nur das Verfahren, sondern auch das Verhalten dem Denken an. Die dominante Strategie des Nullsummenspiels verhindert eine Kooperation und ein darauf basierendes Denken. Konkret bedeutet das, dass die Parteien gegebenenfalls auch in der Mediation zur Konfrontation neigen, wenn sie noch immer (nur) an eine Lösung im Nullsummenspiel denken, bei der sie nur auf Kosten des Verlierers gewinnen können. Lösungshindernis Methodik 2023-01-10 18:56 Arthur Trossen
14485 Fixierung auf Vorurteile Die Partei hält an ihren Vorurteilen fest Wenn sich ein Vorurteil im Kopf einer Partei verfestigt hat und sie unbedingt an ihrer Meinung festhalten will, sollte sich der Mediator nach dem Motiv erkundigen, nachdem er zuvor versucht hat, das Vorurteil aufzulösen. Er wird bei diesem Versuch bemerken, dass die Partei ausweicht, das Vorurteil ständig wiederholt und als Beleg heranführt, dass ihre Meinung doch korrekt sei usw. Der Mediator muss sich fragen, was an dem Vorurteil für die Partei so wichtig ist, dass sie es weder infrage stellen kann noch reflektieren kann oder will. Dahinter verbirgt sich ein Motiv, dem der Mediator auf den Grund gehen sollte. Herausforderung Methodik vorurteil    2023-01-10 18:57 Arthur Trossen
14484 parteiliche Vorurteile Ein Vorurteil zeigt eine sozial inadäquate Einstellung. Es geht meist von nicht geprüften Annahmen aus. Der Mediator sucht nach den zugrunde liegenden Fakten und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen. Er stellt Fakten und Meinungen heraus und bringt beides in einen Zusammenhang. Die Mäeutik verhilft der Partei zu einem kleinschrittigen Denken, das die Defizite aufdecken kann. Menschhindernis Methodik vorurteil    2023-01-10 19:02 Arthur Trossen
14418 festgefahrene Gedanken Manche Parteien stecken tief in ihren negativen Gedanken fest, so als würden sie etwas verlieren, wenn sie umdenken. Die Frage was sie gegebenenfalls verlieren ist berechtigt und sollte ihnen gestellt werden. Wenn der Mediator die Motive für das Verhalten erkennt und die dahinter verborgenen Muster, wird klar, wie damit umzugehen ist. Eine korrekte Durchführung der Mediation ist in solchen Fälle außerordentlich wichtig. Denn so werden die Gedanken auf den richtigen Weg gebracht. Wenn das nicht genügt, sind Einzelgespräche sinnvoll. Es ist wichtig, dass die Partei eine zufriedenstellende Lösung wirklich will und bereit ist, die Gedanken darauf auszurichten. Mit diesem Bekenntnis kommt man weiter. Herausforderung, Menschhindernis Konflikte doomscrolling    negativsicht    hoffnung    2023-01-10 18:57 Arthur Trossen
14386 Opferrolle Partei kommt aus der Opferrolle nicht heraus. Dem Mediator fällt auf, dass eine Partei immer wieder in ihre Opferrolle zurückfällt. Der Mediator sollte der Partei die gebotene Aufmerksamkeit schenken. Gegebenenfalls ist ein Einzelgespräch anzuraten. Wichtig ist, ob die Partei aus der Opferrolle überhaupt hinaus will. Das lässt sich mit therapeutischen Fragen klären: "Was nutzt Ihnen die Opferrolle, wo sehen Sie Vorteile?", um dann zu fragen ob die Vorteile wirklich zutreffen und ob sie sich gegebenenfalls anders herstellen lassen. Falls sich die Partei ohnmächtig fühlt, kann er mit coping-Fragen zeigen,. dass sie durchaus handlungsfähig ist. Wichtig ist, dass sich die Partei von der Abhängigkeit zum Täter lösen kann. Herausforderung Konflikte opfer    opferrolle    2023-01-10 13:05 Arthur Trossen
14319 Problemtrance Die sogenannte Problemtrance hindert die Partei daran, Verantwortung zu übernehmen, weil sie sich unterschätzt und ihre eigenen Ressourcen deshalb falsch einschätzt. Die Mediation führt das Denken aus dem Problem heraus. Manchmal benötigt die Partei aber eine darüber hinausgehende Unterstützung. Der Mediator versucht durch geschickte Interventionen, die situationsangemessene Handlungsfähigkeit der Partei wieder herzustellen. Herausforderung 2022-04-22 01:56 Arthur Trossen
14315 Selbstzweifel Die Partei unterliegt Selbstzweifeln Die Gründe für Selbstzweifel können vielfältig sein. Es ist schon ein guter Schritt, wenn sie erkannt werden. Der Mediator sollte herausfinden, wie sich die Zweifel ausräumen lassen. Coping könnte helfen, ebenso wie Fragen, die an den Ressourcen der Partei anknüpfen. Menschhindernis Konflikte Selbstzweifel    2023-01-10 18:58 Arthur Trossen
14234 Startprobleme Zusammenstellung der Startprobleme bei der Inanspruchnahme der Mediation, wenn z.B. der Gegner nicht an der Mediation teilnehmen will. Herausforderung, Verfahrenshindernis Praxis (Realität) startprobleme    2023-01-10 12:59 Arthur Trossen
14228 Ablaufprobleme Ablaufprobleme verhindern die reibungslose Durchführung der Mediation. Ablaufprobleme sind Hindernisse auf der Verfahrensebene. Sie werden als Verfahrenshindernisse bezeichnet und fassen die Störungen auf der Verfahrensebene zusammen. Die Herausforderung besteht darin, die Hindernisse genau zu erkennen. Der Mediator prüft zu allererst, ob er etwas falsch gemacht hast. Dabei helfen ihm die Benchmarks oder die Richtlinien. Wenn keine Mediationsfehler vorliegen, richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Verhalten der Parteien und die Frage, warum sie den Ablauf stören. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Sie haben die Mediation nicht verstanden oder es zeigt sich der Konflikt. In einen Fall ist das Verfahren neu zu initialisieren, im anderen Fall sollte der Konflikt durch Metakommunikation, Loopen, oder Verbalisieren angesprochen werden, um dann zu besprechen, wie die Hürde zu überwinden ist. Verfahrenshindernis Prozess ablauf    problem    2023-01-10 12:57 Arthur Trossen
14185 Die Partei will eine Mediation, weil sie ihre Ansprüche nicht gerichtlich durchsetzen kann Es kommt vor, dass die Partei (sogar mit dem Rat des Anwaltes) sich auf eine Mediation einlässt, weil sie ihre vermeintlichen Ansprüche vor Gericht nicht durchsetzen kann. Das kann mit der Beweislage zusammenhängen, aber auch damit, dass sie eben keine Ansprüche hat. Die Mediation ist nicht dafür da, das Recht auf anderem Wege durchzusetzen. Wer das beabsichtigt, befindet sich wohl noch in einer Konfrontation. Der Mediator muss in der 1. Phase darauf hinwirken, dass sich die Parteien auf eine lösungsoffene Suche einlassen. Recht rechtsgarantie    rechtsdurchsetzung    anspruch    gericht    2022-03-17 09:17 Arthur Trossen
14154 Die Partei fordert den Mediator auf, sie zu unterstützen Die Allparteilichkeit verpflichtet ihn Unterstützung zu leisten,. soweit es dem Wesen der Mediation nicht entspricht. Der Mediator muss die Prinzipien achten, insbesondere die Neutralität. Er muss darauf achten, dass die Parteien auf gleicher Augenhöhe verhandeln. Wo seine Grenzen zur parteilichen Unterstützung enden, kann er die Partei auffordern, einen Beistand, Berater, Coach oder Therapeuten hinzuzuziehen. Konflikte allüarteilichkeit    unterstützung    hilfe    2022-02-28 21:06 Arthur Trossen
14110 Mediationskündigung Die Partei kündigt die Mediation. Sie bleibet einfach fern. Verfahrenshindernis Konflikte kündigungsandrohung    freiwilligkeit    beendigung    2023-01-10 12:58 Arthur Trossen