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Seiten-ID: 774 Den richtigen Moment abpassen Inhalt »  Methodik »  Verstehensvermittlung »  Denken Abteilung »  Archiv

Window of Opportunity

Das Window of Opportunity wird als ein Werkzeug erfasst. Die Werkzeuge helfen bei der Verwirklichung der Mediation.
Es ist also wichtig, sie im Einzelnen zu kennen und korrekt anzuwenden.

Zusammenstellung aller Werkzeuge


Es geht darum, den passenden Zeitpunkt für die richtige Intervention zu erkennen. Dieselbe Frage, dieselbe Maßnahme, dieselbe Intervention verfehlt ihre Wirkung, wenn sie im falschen Moment eingebracht wird.

Beispiel 11806 - Zwei Schwertkämpfer stehen sich gegenüber. Der eine hebt das Schwert über seinem Kopf, um es von oben auf den Kopf des anderen zu schlagen. Der andere sieht, wie der eine Schwertkämpfer das Schwert über seinen Kopf hebt. Er weicht aus. Der Schwertkämpfer sieht die Ausweichbewegung und korrigiert die Schlagrichtung. Die Ausweichbewegung war im falschen Moment. Sie war zu früh gewählt. Wird sie zu spät gewählt trifft das Schwert den Kopf. Nur wenn sie im richtigen Moment stattfindet, erzielt sie die gewünschte Wirkung.


Das Prinzip, für alles den richtigen Moment zu finden, gilt natürlich auch in der Mediation. Hier ist nur die Frage, wann der richtige Moment wofür ist und wie der Mediator das Window of Opportunity erkennen kann.

Den richtigen Moment erkennen

Es ist nicht leicht, in einem derart komplexen Verfahren wie die Mediation, diesen Moment zu finden. Dementsprechend schwierig ist es auch, ihn zu beschreiben. Anhaltspunkte ergeben die Phasenlogik und das Verständnis des Kognitionsprozesses. In der Mediation arbeiten wir mit Gedanken nicht mit Schwertern. Die Gedanken werden wie Bausteine aufeinander aufgesetzt. Fehlt das gedankliche Fundament (die Phasenlogik), bricht das Gedankengebäude zusammen. Bestenfals ist es instabil. Auf dem Fundament wird ein Gedanke auf dem nächsten aufgesetzt. Jetzt kommt es also darauf an, dass der Mediator und die Parteien die gleichen Bausteine verwenden. Der Mediator synchronisiert also nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Gedanken.

Gedanken müssen sich entwickeln. Das braucht Zeit. Sie müssen in den Kopf der Parteien passen und sich mit ihren Erfahrungen decken. Wenn dieser Zustand erreicht ist ergibt sich das Window of Opportunity für den nächsten gedanklichen Baustein.

Bedeutung für die Mediation

Was man nie vergessen darf, ist die Anforderung der Mediation, dass die Parteien die Lösung finden sollen. Also müssen die dazu führenden Gedanken und Erkenntnisse in deren Köpfen entstehen. Nicht nur das, sie müssen auch gleichförmig entstehen, weil nur so ein Ergebnis gefunden werden kann, das auf dem Verstehen aller aufsetzt.

Hinweise und Fußnoten

Bitte beachten Sie die Zitier - und Lizenzbestimmungen

Bearbeitungsstand: 2021-12-23 10:47 / Version 19.

Alias: Window of Opportunity
Siehe auch: Aikido und die Mediation
Prüfvermerk: -

An dieser Seite haben mitgearbeitet: Cormack Francis Cormack , Sfez Bernard , Arthur Trossen , Trossen Arthur und Gertrud Strobel .
Seite zuletzt geändert: am Donnerstag Dezember 23, 2021 10:47:09 CET von Cormack Francis Cormack.