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Seiten-ID: 1105 Das innere Erleben verdeutlichen 3-Abteilung »  Archiv »  Archiv: Werkzeuge 4-Inhalt »  (05) Methodik »  Verstehen

Doppeln

Beim Doppeln versucht das Doppel (der Mediator, Therapeut) die Situation der Partei (des Protagonisten) emotional und kognitiv nachzuempfinden und gegebenenfalls auch mit der dazu passenden Körpersprache zu doppeln (zu verdeutlichen). Er setzt sich neben den Protagonisten und äußert sich statt seiner zwar in einer für den Anderen besser verständlichen Weise aber auch so, dass alle Aspekte der Befindlichkeit angesprochen und sichtbar werden. Dabei wird

  1. das Beobachtbare aufgegriffen (Vorfälle, Situationen, Fakten) geschildert,
  2. die Beziehungsebene angesprochen (wobei durchaus auch durch Einfühlung gewonnene Vermutungen ausgesprochen werden),
  3. negative Gefühle werden ohne Vorwurf genannt,
  4. die innere Not (Verletzungen) wird entschärft benannt.

Die gedoppelte Gesprächssequenz wird an den Gesprächspartner ausgerichtet. Bevor dieser jedoch nach der Wirkung des nunmehr Gesagten gefragt wird, wird die gedoppelte Partei um Bestätigung (oder gegebenenfalls Korrektur) gebeten, ob sie sich in der Dopplung wiederfindet und ob die Doppelung ihrer Aussage entsprechen würde. Das nachfolgende Video gibt dafür ein Beispiel:

Das Doppeln ist eine sehr wirkungsvolle Technik. Der Mediator muss deutlich machen, dass er aus seiner Mediatorenrolle heraus und in die Parteirolle hinein schlüpft. Nach der Doppelung muss er ebenso deutlich wieder aus der Parteirolle heraus und in die Mediatorenrolle hineingehen.

Hinweise und Fußnoten

Alias: Dopplung, doppel
Siehe auch: Ratgeber für Interventionen
Archiv: Ein Beitrag zum Werkzeugarchiv
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: -


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