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Seiten-ID: 940 Rollen, Rollenverhalten und Rollenerwartungen 4-Inhalt »  (04) Mediieren (Verfahren) »  Parteien 3-Abteilung »  Archiv

Rollen

Gemeint ist die Rolle im sozialen Verständnis. In Anlehnung an die Rolle eines Schauspielers wird dieser Begriff in der Soziologie verwendet, um das einem sozialen Status zuzuschreibende Verhalten kulturabhängig zu beschreiben. Mit der Rolle sind Werte, Handlungsmuster und typische Verhaltensweisen verbunden. Die Rolle ist von dem Status bzw. der Position und der Funktion abzugrenzen.

Einflüsse

Das Rollenverhalten wird von unterschiedlichen Einflüssen geprägt.

Kultur

In diesem Zusammenhang meint Kultur die Identität bzw. das Selbstverständnis einer Gesellschaft, Gruppe oder eines Unternehmens. Die Kultur ist Träger der Werte, an denen sich das Rollenverhalten ausrichtet.

Status oder Position

Der Status ist der soziale Rang, den jemand in einer Gruppe oder Gesellschaft einnimmt. Er kann durch die Position verdeutlicht werden. Die Position ist die Stellung die eine Person etwa in einem Unternehmen oder in einer Organisation einnimmt.

Funktion

Die Funktion beschreibt den Zweck und die damit einhergehenden inhaltlichen Aufgaben, die mit dem Status oder der Position verbunden sind.

Persönlichkeit

Die innere Haltung muss dem kulturellen Codex genügen, damit die Rolle erwartungsgemäß ausgeübt wird.

Kontext

Auch der Kontext, der äußere Rahmen nimmt Einfluss auf das Verhalten und das Selbstverständnis einer Person.

Rollenverhalten

Rollen beschreiben die Verhaltenserwartungen, die mit der Funktion einhergehen. Sowohl die Position als auch die Funktion erlauben einen Handlungsspielraum, der durch die Werte und das Selbstverständnis des Rollenträgers ausgefüllt wird.

Rollenhäufung

Ein Mensch kann gleichzeitig mehrere Rollen innehaben. Er kann beispielsweise zugleich Führungsperson und der Freund eines Mitarbeiters sein. Er kann Ehepartner und zugleich Kollege oder Mitarbeiter sein, wenn er in einem Familienunternehmen beschäftigt ist.
Rollen
Obwohl die Rolle der Kommunikation eine Bedeutung zuschreibt, wird die Rolle, aus der heraus gehandelt wird, meist nicht offengelegt; ebensowenig wie die Rolle, an die die Handlung adressiert wird. Daberi kann es zu Überschneidungen und Verirrungen kommen.
Rollenmix
Je nachdem, in welcher Rolle sich der Gesprächspartner angesprochen fühlt oder je nachdem auf welche Rolle er die Botschaft bezieht, verändert die Nachricht ihren Bedeutungsinhalt.

Rollenkorrespondenz

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er orientiert sich deshalb, bewusst oder nicht und gewollt oder nicht, am Verhalten anderer. In einer sogenannten sozialen Beziehung lernt man voneinander. Im Streit lernt man, wie sich der Andere verhält und passt sich dem Verhalten an. Das Gelernte wird schnell zur Grundlage, wenn es darum geht, ein zukünftiges Verhalten der gegnerischen Partei einzuschätzen. Bei den triadischen Verfahren ziegt sich das am Dritten ausgerichtete Verhalten ebenso deutlich. Je mehr Verantwortung der Dritte übernimmt, umso weniger Verantwortung übernehmen die Parteien. Aus dem Rollenverhalten ergibt sich ein Kommunikationsmuster, das für die Streitverfahren in einem Kommunikationsmodell festgeschrieben wird.

Rollenverantwortung

Mit den Rollen sind Funktionen verknüpft, die wiederum zu Verantwortungen führen. Oft sind schon die Rollen nicht wirklich geklärt, geschweige denn die damit verbundenen Aufgaben und Funktionen.

Beispiel Vaterrolle: Das getrennt lebende Ehepaar streitet darüber, ob das Kind zu Weihnachten beim Vater übernachten darf. Die Mutter sorgt sich, dass es dem Kind beim Vater nicht gut gehe. Sie hält es für ihre alleinige Verantwortung darauf zu achten. Den Vater hält sie weder für kompetent noch für verantwortlich. Es stellt sich heraus, dass die Eltern völlig unterschiedliche Vorstellungen dabon haben, wer wofür verantwortlich ist und was zu bestimmen hat.


Um die Verantwortlichkeiten genau gegeneinander abzugrenzen, sind die Bedeutung der Rolle, die damit verbundene Funktionalität und die sich daraus ergebende Verantwortung zu klären und abzusteimmen.

Rollenkonflikte

Kommt es zu einer Abweichung von Werten, Positionen Funktionen und Rollen, entsteht ein Spannungsfeld, das sich leicht zu einem Konflikt auswirken kann. Je nach dem handelt es sich dann um einen Konflikt der Dimension System oder Struktur.

Konfliktdimensionen

Bedeutung für die Mediation

Sobald mehr als zwei Personen an der Mediation teilnehmen, muss sich der Mediator auch ihrer Rollen im Vrerfahren vergewissern. Die unterschiedlichen Parteiqualitäten werden im Kapitel Parteien erläutert. Es ist darauf zu achten, dass die Parteien auf gleicher Augenhöhe verhandeln. Je besser es dem Mediator gelingt, die Metaebene einzunehmen, umso eher sind die Parteien in der Lage ihre Eigenverantwortung zu übernehmen

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Alias: Rollenkonflikte
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Archiv: Ein Beitrag zum Facharchiv

© Wiki to Yes: Arthur Trossen "Rollen und Rollenverhalten" (2018) unter Wiki-to-Yes.org/Rollen
An dieser Seite haben mitgearbeitet: Administrator und Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Donnerstag Dezember 27, 2018 15:50:37 CET von Administrator.