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Seiten-ID: 670 Das psychologienahe Mediationsmodell: Transformative Mediation 3-Abteilung »  Wissen 4-Inhalt »  Mediation »  Systematik »  Mediationsmodell

Die unterschiedlichen Herangehensweisen (Arten) der Mediation werden mit den folgenden Mediationsmodellen erfasst:

Übersicht Mediationsmodelle sondierend evaluativ facilitativ transformativ integriert

Transformative Mediation

Die transformative Mediation ist die psychologienahe Mediation. Ihr Ziel ist die vollständige Konfliktauflösung. Die Mediation wird qualitativ von einer bloßen Interessenerhellung zu einer echten Konfliktarbeit aufgewertet.

Transformation

Der Begriff Transformation stammt von dem lateinischen Wort transformare ab und bedeutet umformen. Die transformative Mediation deutet also an, dass die Mediation nur mit einer Sichtveränderung oder einer Veränderung der parteiseitigen Haltung durchzuführen ist. Im Streitkontinuum wäre sie auf der Diagonalen zwischen dem Gerichtsverfahren und der Therapie nah an der Therapie anzusiedeln.

Abgrenzung

Einbe Sichtveränderung bewirkt im Grunde jede Mediation. Schon der an der kognitiven Mediationstheorie zu messende Erkenntnisprozess lenkt den Fokus aus dem Problem heraus in die heile Welt, womit stets eine Sichtveränderung einhergeht. Die transformative Mediation geht allerdings noch weiter. Hier steht das Konflikterleben der Parteien im Vordergrund. Mit der Arbeit am Konflikt sollen die Parteien in die Lage versetzt werden, ein Konfliktbekenntnis abzugeben, in dem sie den Konflikt als ihren Konflikt anerkennen. Die transformative Mediation zielt also darauf ab, die Erkenntniswelt der Parteien so umzuformen, dass ihnen eine Neugestaltung der streitbefangenen Lebensverhältnisse ohne das Konflikterleben möglich wird. Dazu werden die Fähigkeiten der Parteien verstärkt und für den Konflikt nutzbar gemacht. Die hinter dem Streit verborgenen Bedürfnisse werden erkannt. Um diese unter den Interessen liegende Ebene zu erreichen, lässt sich die Mediation auf die Wahrnehmungswelt der Parteien ein, die kontextsensitiv relativiert wird.

Anwendung

Das Lösungspotenzial der transformativen Mediation besteht darin, den Parteien eine andere Sicht auf den Konflikt zu ermöglichen, woraus sich ihre Bewertungen ändern. Die transformative Mediation eignet sich deshalb besonders für die Bearbeitung von Konflikten der sozio-emotionalen und der wertmäßig-kulturellen Dimension.

Vorgehen

Auch in der transformativen Mediation findet sich das Konzept der kognitiven Mediationstheorie wieder. Bei der Arbeit am Konflikt muss der Mediator allerdings mit mehr Hindernissen rechnen, die den Einsatz von mehr und intensiveren Interventionen erfordern.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2020-01-05 11:03 / Version 17.
Siehe auch: Mediationsmodelle, Mediation-Systematik
Die Seite wird im Mediationshindernisverzeichnis erfasst.
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© Wiki to Yes: Trossen, Trossen "transformative Mediation" (2017) unter Wiki-to-Yes.org/transformative Mediation
An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen und Administrator .
Seite zuletzt geändert: am Sonntag Januar 5, 2020 11:03:59 CET von Arthur Trossen.