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Mediation (Intervision)


Umbau mangels Zustimmung

Ein Miteigentümer hat eine Terrasse, die mit einem provisorischen Verschlag umfasst war nun mit fest installierten Fensterfronten versehen, den Boden angeglichen, die Außenmauer verändert, indem die Zeitung unter den ehemaligen Fenstern und die Mauer unter dem Fenstersturz beseitigt wurde, sodass die Terrasse zu einem Wintergarten und Teil des Wohnzimmers wurde. Es liegt wohl eine Baugenehmigung vor, aber keine Zustimmung der Miteigentümer. Weiterhin wurde in einem Außenfenster ein Fensterkreuz ohne Genehmigung eingebaut, was nach Auffassung der übrigen Eigentümer gegen den Stil der Wohnanlage verstößt. Es wird in beiden Fällen gedroht Rückbau zu verlangen. Die Miteigentümer wäre bereit, die Zustimmung gegen Zahlung nachzuliefern. Sie fordern den Kaufpreis für die Erweiterung des Wohnraums nach dem Quadratmeterpreis und rechnen einen Betrag iHv 50.000 EUR vor. Der Bauherr verweigert die Zahlung und den Rückbau des Fensters und des Wintergartens. Eine Mediation kommt ins stocken. Die Miteigentümer werfen dem Bauherren vor, sich über alles hinwegzusetzen und zu tun was er will. Der Bauherr wirft den Miteigentümern vor, alle Bemühungen um ein Entgegenkommen zu verweigern. Wut herrscht auf beiden Seiten. Die Mediation hat eine Annäherung gebracht und einen Betrag ausgelotet auf den man sich verständigen könnte. Der letzte Schritt wird jedoch vom Bauherren aus emotionalen Gründen verweigert, sodass man sich nicht auf einen finanziellen ASusgleich einigen kann. Möglicherweise auch, weil die Rechtslage falsch eingeschätzt wird. Der Anwalt habe dem Bauherren gesagt, dass im Falle eines Rechtsstreites Chancen bestünden ihn zu gewinnen. Die Frage ist, wie kann man den Bauherren (der gerade weitere Verhandlungen verweigert) dazu bewegen, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Könnte eine Klärung der Rechtslage dazu einen Beitrag leisten?