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Seiten-ID: 667 Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt 3-Abteilung »  Wissen 4-Inhalt »  (08) Beruf »  Dienstleistung »  Nachfrage

Wäre der Nutzen der Mediation den Parteien bewusst, gäbe es kaum Gründe, sich gegen die Mediation zu entscheiden. Dann zählt nur die Frage, welches Verfahren das geeignete ist. Nicht immer kommt es darauf an. Manchmal gibt es einen Widerstand, der erst zu überwinden ist.

Überwindung der Startprobleme

Der Ausgangspunkt für die Lokalisierung der Startprobleme ist zunächst ein fehlerhaftes Verständnis der Mediation und der Leistungsfähigkeit anderer Verfahren. Es kommt zu Fehleinschätzungen und einer Argumentation gegen die Mediation, die einer Korrektur bedürfen. Jenseits dieses Missverständnisses gibt es einige echte Hindernisse, die die Inanspruchnahme der Mediation schwieriger gestalten als die Nachfrage nach anderen Produkten. Mit folgenden Hindernissen ist zu rechnen:

Wer die Hindernisse kennt, kann die Nachfragehürden nehmen.

Die Nachfragehürden

Die Mediation erwartet, dass ALLE Parteien sich nicht nur über das Verfahren, sondern auch über den Mediator einig werden. Das ist im Streit nicht immer leicht. Oft steht der zur Kontroverse führende Konflikt im Weg, wenn es darum geht, sich über den Weg der Konfliktlösung zu verständigen. Die Faustregel lautet:

 Merke:

4082 - Je höher der Konflikt eskaliert ist, umso schwieriger ist es, eine Einigung über die Vorgehensweise der Konfliktlösung und über die einvernehmliche Wahl des Vermittlers herbeizuführen.

Die Verfahrenshürde

Der Konsument muss sich für das passende Konfliktbeilegungsverfahren entscheiden. Die Komplexität der Mediation und die mangelnde Systemattik der Verfahrenslandschaft machen die Mediation zu einem erklärungsbedürftigen Produkt. Das Merkblatt Mediation mag eine Hilfestellung bieten. Neben der positiven Abgrenzung mag die Auseinandersetzung mit den vermeintlichen Argumenten gegen die Mediation dazu beitragen, ihre Kompetenz und Bedeutung herauszustellen.

Merkblatt Mediation Fehleinschätzungen 

Die Hürde Konflikt

Ein hochentwickelter Konflikt motiviert zur Ablehung.

Wenn ich zustimme, dann denkt der Gegner doch, dass ich schwach bin. Oder er denkt, dass ich nachgebe oder mich gar seinem Willen unterwerfe.


Einen solchen Eindruck will niemand hinterlassen. In einer Konfrontation könnte das Zeichen von Schwäche als Nschteil aufgefasst werden. Wer aber aus solchen Gedanken heraus die Mediation ablehnt, hat sie nicht verstanden. Die Mediation ist anders! Sie ist lösungsoffen. Der Grundsatz der Freiwilligkeit verhindert, dass die Partei einem Ergebnis zustimmt, das sie als nachteilig empfindet. Auch die vom Konflikt nahegelegte Abgrenzung der Parteien, ihr Widerspruch und ihre Ablehnung wird von der Mediation nicht nur unterstützt, sondern sogar verständlich gemacht. Die Stärke besteht darin, sich dem Konflikt und dem Gegner zu stellen. Obwohl sich das Gerichtsverfahren viel konfrontativer anfühlt, wird diese Konfrontation vermieden. Die Verantwortung wird abgegeben.

Folgt man der Lehre der Konfliktevolution wird deutlich, dass die konsensuale Verhandlung mitunter einer bestimmten Konflikreife bedarf, um als Möglichkeit gesehen zu werden. Meistens stellt sich die Konfliktreife her, wenn die Parteien beide davon ausgehen, dass eine Konfrontation für sie nicht zielführend ist.

Die Hürde Strategie

Wenn die Parteien Krieg im Kopf haben, dann ist ihre Grundeinstellung zum Gegner durch Misstrauen geprägt. Eine Kriegsstratregie erlaubt keine Kooperation. Eine kooperative Verhandlung basiert auf Offenheit. Die wiederum erfordert das Vertrauen, dass der Gegner die Situation nicht gegen die Interessen der Partei ausnutzt. Im Krieg würde die Offenheit zum Nachteil gereichen. Schon Sunzi hat gesagt:

Wenn ich den Feind besiegen will, muss ich ihn kennen.


Das bedeutet im Umkehrschluss, dass jede Preisgabe von Informationen dem Gegner Angriffsmöglichkeiten liefert. Die Offenbarung der Interessen ist deshalb in einem streitigen Verfahren ein zweischneidiges Schwert. Einerseits erlaubt sie das Eingehen auf die Bedürfnisse. Andererseits legt sie aber auch die Angriffsflächen offen.

Beispiel - Streitmotiv: In dem Moment wo eine Partei zum Beispiel in einer Familiensache zugibt, dass sie das Sorgerecht nur deshalb erstreitet, weil sie Unterhaltsansprüche realisieren will, sinken ihre Chancen, das Sorgerecht zu erhalten dramatisch


Umgekehrt bedeutet dies, dass die Konfrontation mit unterdrückten Informationen arbeitet. Besonders die Interessen bleiben im Verborgenen. Das führt dazu, dass die Absichten verkannt werden, was wiederum die Konfrontation anheizt. In der Mediation können sie angesprochen werden. Damit sie dem Gegner keinen Vorteil im Streit einbringen können, wird die Mediation zu einer strategischen Exklave. Strategisch betrachtet wirkt sie wie eine Insel, die den Parteien im Falle des Scheiterns keine strategischen Nachteile in der Konfrontation einbringt. Sie können die Insel jederzeit verlassen, ohne dass es Auswirkungen auf die Konfrontation gibt. Mit anderen Worten: Die Mediation nimmt den Parteien den Krieg nicht weg, wenn sie ihn unbedingt haben wollen. Sie gibt ihnen aber die Chance, auf den Krieg zu verzichten und eine parallele Strategie zum Krieg zu entwickeln, um ihn zu überwinden. Sie schafft, wenn man so will, eine überholende Kausalität.

 Merke:

4083 - Wenn die Mediation scheitert, kann der Krieg unbeeinträchtigt fortgesetzt werden. In den Fällen muss der Mediator darauf achten, dass die Mediation die Streitpositionen im Falle ihres Scheiterns nicht beeinträchtigt.

Die Hürde Gegner

Es gibt viele Argumente, mit denen eine Mediation abgelehnt wird. Die Verweigerung der Zustimmung zur Duchführung einer Mediation kann selbst viele Bedeutungen haben. Ohne sie zu kennen, ist es schwierig, auf die dahinter liegenden Bedürfnisse einzugehen und den Gegner von den Vorteilen der Mediation zu überzeugen. Vielleicht findet sich ein Gegner aber in den folgenden Aussagen wieder und kann seinen Standpunkt überdenken:

  • "Das macht ohnehin keinen Sinn".
    Verbirgt sich hinter dieser Aussage der Zweifel am Erfolg der Mediation oder an ihrer Kompetenz?
  • "Mit dem Gegner kann man doch nicht reden."
    Sicherlich haben die Parteien selbst bereits die Erfarhrung miteinander gesammelt, dass eine Kooperation nicht möglich ist. Ihre Annahme, dass die als Kooperation angelegte Mediation deshalb auch zum Scheitern verurteilt ist, liegt deshalb auf den ersten Blick nahe. Die Parteien können nicht wissen, dass die Mediation eine andere Qualität der Kooperation aufweist.
  • "Mit Dir rede ich sowieso nicht mehr".
    Ist das ein Ausdruck der Verzweiflung oder soll das eine Bestrafung sein? Viele meinen, dass Sie dem Gegner entgegenkommen, wenn sie sich auf die Mediation einlassen. Richtig verstanden ist die Mediation kein Entgegenkommen, sondern die Möglichkeit, die eigenen Interessen zu verfolgen.
  • "Da geh ich nicht hin, da reg' ich mich nur auf".
    Ja, Verhandlungen können Wunden aufreißen. Wer einmal eine Mediation erlebt hat stellt fest, dass die Aufregung nicht so weh tut, wie in einer Verhandlung. Der Mediator kann sie auffangen und dazu nutzen, die Verletzungen und Enttäuschungen herauszuarbeiten und dem Gegner verstänbdlich zu machen, damit sich ein ausgeglichener Zustand bei jeder Partei einstellen kann. Zu beachten ist auch, dass die Mediation in unterschkedlichster Weise auch so gestaltet werden kann, dass Wunden nicht aufgerissen werden.
  • "Wir haben schon so oft verhandelt ...".
    Auch dieser Einwand muss ernst genommen werden, denn wahrscheinlich stimmt er selbst dann, wenn die Gegenseite das anders sieht. Es mag sich auch ein BREXIT-Effekt eingestellt haben, wo die Mürbigkeit der vorausgegangenen Verhandlungen dazu fühert, dass jede Entscheidung, auch wenn sie noch so selbstzertsörerisch ist akzeptiert wird, Hauptsache das Hickhack kommt zu einem Ende. Der Mediator würde auf den Nutzen hinweisen und darauf, dass die Mediation anders ist. Sie sollte deshalb gerade nicht mit Verhandlungen verglichen werden, die gegebenenfalls vorausgegangen sind und den Fokus auf den Nutzen richten, von dem die Resignation abhält.
  • "Das bringt doch nichts".
    Mit dieser Aussage wird der zu erwartende Nutzen angesprochen. Die Partei sollte sich fragen, was der Streit einbringt. Sie mag unterstellen, dass sie etwa in einem Urteil alles zugesprochen bekommt, was sie will. Hat sie dann alles was sie braucht? Ist dann Ruhe eingekehrt? Meistens erwarten die Parteien von der Gegenseite die Einsicht, dass ihre Forderung doch völlig berechtiugt sei. Wie wollen sie die Einsicht erwirken, ohne mit der Gegenseite so zu reden, dass sie sich auf die Gedanken einlassen kann? Die Mediation würde ein Einverständnis ermöglichen.
  • "Der soll bluten".
    Ist es wirklich eine Genugtuung, wenn der Gegner leidet ohne die Chance, die Verletzungen einzusehen und zu bereuen?
  • "Ich will nur Gerechtigkeit".
    Steht die Gerechtigkeit über dem persönlichen Nutzen oder geht die Partei davon aus, dass Gerechtigkeit und Nutzen identisch sind? Weiß sie, dass Gerechtigkeit ein Gefühl ist und dass das Recht in diesem Punkt nicht eindeutig sein kann? Kennt sie die unterschiedlichen Lösungswege der Verfahren? Weiß sie dass das Recht die Entscheidung aus der einem normierten Sachverhalt und der sich aus dem Gesetz ergebenden Rechtsfolge abgeleitet wird? Ist ihr bewusst, dass der normierte Sachverhalt stets vom gelebten Sachverhalt abweicht und nicht auf die Interessen abstellt?
  • "Wir zweifeln jedoch sehr an der Bereitschaft der Gegenseite, eine Einigung zu erzielen" "
    Ist das ein Argument warum man selbst die Mediation ablehnt? Wie steht es mit der eigenen Einigungsbereitschaft? Offenbar wird ein Nachgeben vorausgesetzt. Ob und wer überhaupüt nachgibt ergibt sich allerdings erst aus der Mediation. Der Gegner wird schon ein Interesse an einem Einvernehmen haben. Es ist leichter, wenn die Gegenseite den Widerstand aufgibt. Die Herbeiführung eines Verständnisses für die jeweilige Position dürfte der gemeinsame Nenner sein, mit dem sich die Parteien in ein ergebnisoffenes Verfahren einlassen können.

Man könnte die Mediation als das umfassendste Verfahren sehen, das sich mit all diesen Fragen auseinandersetzt.1 Es dürfte also nicht schwer sein, den Gegner von dem umfassenden Nutzen dieses Verfahrens zu überzeugen, wenn es nur zu einem Kontakt kommt. Damit stellt sich die vordringliche Frage: Wie bekomme ich den Gegner an den Tisch? oder besser gesagt: Wie ist es möglich, sich mit dem Gegner über die Chancen und Möglichkeiten auszutauschen, wenn die Parteien nicht miteinander reden können?

Die Hürde Leistbarkeit

Idealerweise werden die Kosten der Mediation nach Kopfteilen geteilt. Natürlich kann es passieren, dass eine Partei sich die Kosten nicht erlauben kann. Natürlich bestehen keine Bedenken wenn die Mediation von der anderen Partei oder von Dritten gesponsert wird.2 Der Mediator muss allerdings darauf achten, dass die Zahlung nicht den Eindruck hinterlässt, er sei jetzt von den Weisungen der zahlenden Partei abhängig. Auch sollte geprüft werden, ob die Kosten anderweitig (etwa durch die Rechtsschutzversicherung) gedeckt werden können. Die Ausführungen über die Mediationskosten geben weitere Hinweise.

Die Hürde Angebot

Das Angebot zur Duchführung einer Mediation wird von einer Partei angenommen, die es der anderen Partei schmackhaft machen muss. Das klingt wie ein Dreiecksmarketing. Besser wäre es, wenn das Angebot in dem Moment an beide Parteien gerichtet werden kann, wenn sie den Bedarf nach einer konfliktbezogenen Dienstleistung haben. In der Praxis ist das Angebot stets assynchron und kommt oft im falschen Moment.
Die Auseinandersetzung mit dem Marketing gibt hierfür weitere Anhaltspunkte. Insbesondere wird dort das Alleinstellungsmerkmal der Mediation aus der kundenorientierten Nutzensicht herausgestellt.

Das Angebot einer Mediation gestaltet sich auch deshalb recht schwierig, weil das Angebot von zwei gegnerischen, wenn nicht gar feindlichen Parteien angenommen werden muss. Da gibt es zum Einen die Herausforderung überhaupt beide Parteien zu erreichen, ohne dass es zu einem Dreiecksmarketing kommt. Zum Anderen müssen die Parteien, die dazu neigen, einen Wunsch der Gegenpartei eher auszuschlagen, bereits vor der Mediation zu einem Einvernehmen über das Verfahren und die Wahl des Mediators kommen. Der Beitrag Wie bekomme ich den Gegner an den Tisch? setzt sich mit diesem Problem auseinander.

Die Hürde Erwartungen

Es gibt Erwartungen an das Verfahren und an den Gegner. Die Entscheidung für oder gegen eine Mediation hängt oft von den Einschätzungen ab, ob und inwieweit sich diese Erwartungen erfüllen. Die Einschätzungen der Parteien könnten korrekturbedürftig sein, weil sie auf Lösungen gerichtet sind und die Mediation an der möglichen Lösung messen.

Lösungsmöglichkeiten

Oft geschieht es, dass die eine Partei bereits erkannt hat, dass der Krieg am Ende zwei Verlierer hinterlässt und dasss man seine Ressoucen sinnvoller einsetzen kann, die andere Partei aber nicht. Deren emotionales Interesse ist noch auf Siegen eingestellt, was sich am Unterliegen der gegnerischen Partei messen lässt. Siegen ist nicht Gewinnen. Eine Erkenntnis, die sich nur erschließt, wenn die emotionale Bereitschaft gegeben ist. Das kann man im Stadium des Starts einer Mediation kaum erwarten. Es wäre aber eine Aufgabe des Mediators, zu dieser Erkenntnis zu verhelfen. Die Möglichkeit hat er aber erst, wenn die Mediation zustandegekommen ist. Folgende Anregungen sollen dazu beitragen, dass dies gelingt:

  • Mediation ist anders!
    Viele messen die Mediation an Verhandlungen und Gerichtsverfahren. Es ist ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Bevor man über die Dienstleistung Mediation nachdenkt, sollte man sich klar darüber werden, was das genau ist und was die Mediation zu leisten vermag. Einen ersten, durchaus für Konsumenten gedachten Eindruck bietet der Beitrag Mediation. Die Parteien könnten sich darüber austauschen. Es gibt kein Verhandlungsmodell, das so umfassend, variantenreich und tiefgehend ist wie die Mediation.
  • Korrekturen im Berater- und Helfersystem
    Es ist nicht sichergestellt, dass eine Partei, die sich über die Mediation schlau machen will von ihrem Freund oder Berater korrekt darüber informiert wird. Es empfiehlt sich, den Rat zu hinterfragen und ein Cleaering einzufordern, das die Möglichkeiten und Kompetenzenn der Streit- und Konfliktbeilegungsverfahren insgesamt und korrekt offen legt. Die hier vorzufindenden Informationen können den Beratern und Helfern zur Stellungnahme zugeleitet werden. Beachten Sie auch die Prüfungs- und Checklisten bei den Formularen.
  • Das Angebot wird von einer neutralen Stelle eingeführt
    Die Partei, die sich für die Mediation entscheidet, vermittelt den Link auf diese Seite. Sie erläutert das Problem und die Vorteile und ist deshalb neutral, weil Wiki to Yes keine Dienstleistung anbietet, sondern nur aus einer Metasicht erläutert. Außerdem handelt es sich um eine sogenannte Pull-Information, die jederzeit abgerufen werden kann. Wer als Mediator Dienstleistungen anbietet, kann im Mediatorenverzeichnis gefunden werden oder in anderen Verzeichnissen, auf die das Mediationswiki hinweist.
  • Der Gegner wird auf die Fragen hingewiesen, die er zu klären hat
    Es ist nicht sicher, dass der Gegner oder sein Berater die Fragen aufwirft, die in dem Fall zu stellen sind, wenn die Gegenseite eine Mediation vorschlägt. Hier hilft die Checkliste Tips für den Gegner.
  • Die Folgen einer konfrontativen Auseinandersetzung werden vorgeführt
    Zu Recht würde die Partei eine Konfrontation vorziehen, wenn sie der einfachere und schnellere Weg zur Konfliktlösung ist. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Auch ist eine in gerichtlichen Dingen unerfahrene Partei nicht immer in der Lage, die Konsequenzen zu überdenken. Hier mag es helfen, den Gang eines Verfahrens wie bei der Tour durch das Konfliktbeilegungsverfahren einmal durchzuexerzieren.
  • Der Mediator nimmt mit der Gegenseite Kontakt auf
    Das ist ein gefährliches Spiel, weil die Gegenseite den Mediator als im Lager der Partei wahrnimmt.
  • Eine gemeinsame Vertrauensperson oder eine Vertrauensperson des Gegners nimmt den Kontakt auf.
    Das ist eine erfolgreiche Strategie. Vertrauenspersonen sind zB der gegnerische Anwalt, ein Familienmitglied, ein vertrauensvoller Kolllege oder gemeinsamer Freund.
  • Gelegenheit zur Kommunikation mit dem Kunden schaffen
    Ein guter Mediator hat stets gute Chancen, die Parteien von der Mediation zu überzeugen, wenn er mit ihnen kommunizieren kann. Dafür bietet sich (um die Einstiegshürde niedrig zu halten) ein kostenloses Vorgespräch an.
  • Das Gericht empfiehlt eine Mediation
    Der Sterit wird in eine Konfrontation vor Gericht geführt. Der Richter wird aufgefordert, eine Mediation vorzuschlagen bzw. die Teilnahme an einem Infogespräch anzuordnen.
  • Multiplikatoren helfen, emotionalen Widerstend zu überwinden%% Die Entscheidung zur Mediation ist eine Frage der Vernunft. Multiplikatoren, wie z.B. Rechtsanwälte können helfen, den Nutzen der Mediation nach vorne zu stellen, indem sie der Partei eine Langzeitsicht anbietet und erläutert, wie sich der Streit entwickeln kann, wenn es zum Gerichtsverfahren kommt und wenn das Urteil vorliegt. Voraussetzung ist, dass die Multilpikatoren verstehen was Mediation ist und wie sie funktioniert und dass sie keine Konkurrenz zur eigenen Dienstleistung ist, sondern eine sinnvolle Ergänzung.
  • Die Mediation empfielt sich selbst
    Die Verfahren haben unterschiedliche Wirkunsgsbereiche. Dazu muss man die Verfahren und ihre Wiorkunsmöglichkeiten kennen. Der Grundsatz lautet: Kein anderes Verfahren kann die Komplexität von Fragestellungen so gut und strukturiert verarbeiten, wie die Mediation. Im Gericht zählen z.B. nur Fakten und Rechtsfolgen. In der Mediation kann man sich auch auf emotionale, wirtschaftliche und familiäre Fragen einlassen.
  • Die Interessen selbst legen die Mediation nahe
    Der Begriff Interessen ist gleichzusetzen mit dem erwarteten Nutzen. Wenn ich z.B. ein Umgangsrecht will, an dem der Gegner kein Interesse hat, wird auch eine Verurteilung zur Umgangsgewährung möglicherweise zum Sieg aber kaum zum Erfolg führen. Der Grund liegt darin, dass die Motivation, sich auf die Regelung einzulassen nicht erkennbar war. Das Problem ist, dass man die Interessen oft zu Beginn des Verfahrens nicht wirklich kennt. Man glaubt vielleicht die Lösung zu kennen, die sich im Anspruch ausdrückt. Aber ist es das was wirklich befriedigt? Jetzt ist zwischen den Interessen am Verfahren und denen am Ausgang des Verfahrens zu unterscheiden. Das Interesse an der Mediation wäre es, nach eine (noch unbekannten) Lösung zu suchen, die eine maximale Nutzenbefriedigung ermöglicht. Der Brexist ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Menschen diesen Schritt gerne übersehen. Es wird eine Entscheidung herbeigeführt, ohne dass geklärt ist, welchen Nutzen sie erzielen soll, auf welchen verbindlichen Wirklichkeiten sie beruht und wie man sie mit erträglichen Mitten erreichen kann. Die Mediation setzt sich mit all diesen Fragen zwingend auseinander. Ihr Ziel ist nicht der Rechtsfriede, sondern der Friede.
  • Es geht um Klärung und Verstehen
    Die Mediation achtet nicht darauf, ob jemand nachgibt oder nicht. Sie achtet darauf, dass der Fall aufgeklärt und die Interessen dahinter erhellt werden, sodass alle alles gleichförmig verstehen können. Die Parteien müssen also nur dazu bereit sein, verstehen zu wollen. Der Rest (die Lösung) ergibt sich daraus. Sie kann sogar auch darin bestehen, dass die eine Partei die Sichtweise der anderen Partei versteht und deren Ergebnis akzeptiert.
  • Es gibt eine neutrale Informationsquelle
    Um ein Dreiecksmarketing zu vermeiden, werden die Parteien auf eine neutrale Informationsquelle verwiesen, wo sie alle Fragen zur Mediation beantwortet finden und sich für das passende Verfahren entscheiden und den passenden Diensteister unvoreingenommen wählen können. Wiki to Yes ist eine solche Plattform. Über den Beitrag Mediation werden die Parteien zu allen Fragfen, bis hinb zur Wahl des Dienstleisters geführt und können sich selbst ein Bild machen.

Bedeutung für die Mediation

Eigentlich gibt es keine Alternative zur Mediation. Es gibt kein anderes Verfahren, das sich auf die gesamte Komplexität des Konfliktes einlässt, alle Informationen einbezieht, die zur Lösung führen, Einflüsse auf das Konfliktverhalten bedenkt und ein wechselseitiges allumfängliches Verstehen voraussetzt ehe eine Lösung gefunden wird, die zudem noch mit anderen möglichen Lösungen abgeglichen wird. Zugegebenermaßen wird die Mediation nicht von allen Anbietern so verstanden. Die Aufklärung steht deshalb an erster Stelle, wenn es darum geht, die Mediation zu implementieren. Der Konsument sollte hinterfragen, ob der Dienstleister seine Dienstleistung an diesen Merkmalen ausrichten kann.

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Bitte beachten Sie die Zitier- und Lizenzbestimmungen
Bearbeitungsstand: 2019-08-21 09:43 / Version 75.
Alias: Hürden, Starthilfe, Nachfrageprobleme
Siehe auch: Mediationskosten, Honorierung, Mediatorenverzeichnis, Checkliste für den Gegner, Irrtümer, Wie bekomme ich den Gegner an den Tisch?
Diskussion: Wie bekomme ich den Gegner an den Tisch?
Prüfvermerk: Administrator

2 Siehe die sogenannte Donatormediation und die Ausführungen zu den Mediationskosten und der Honorierung
© Wiki to Yes: Arthur Trossen "Startprobleme" (2019) unter Wiki-to-Yes.org/Startprobleme
Erstellt von Arthur Trossen. Letzte Änderung: Mittwoch August 21, 2019 09:43:34 CEST by Arthur Trossen.