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Die Eheleute versprühen Hass gegeneinander

ID
1448
Problemschilderung
Die Eheleute versprühen Hass gegeneinander
Antwort
Manche Mediatoren neigen dazu, den Hass schön zu reden: " sicherlich beruht ihre Abneigung nur auf einem Missverständnis". Auch wenn die Annahme nicht unbedingt falsch sein muss, werden die Parteien sich in dieser Rückmeldung nicht wiederfinden. Die Faustregel lautet: starke Gefühle brauchen starke Worte. Der Mediator ist also gut beraten, wenn er verbalisieren was er sieht und den Parteien die Möglichkeit gibt, sich zu ihrem Hass zu bekennen. Eine erfolgreiche Intervention stellt sich über eine Paradoxie her. Nachdem die Parteien den Hass eingestanden haben, kann der Mediator fragen: "Was ist das Gegenteil von Liebe?". Die Parteien werden "Hass" antworten. Der Mediator führt dann die Parteien zu der Erkenntnis, dass Hass eine andere Form von Liebe ist, weil beides eine Bindung ausdrückt und erhält. Meistens wollen die Parteien aber das Gegenteil ausdrücken und mit dem Hass zeigen, dass die Beziehung zu Ende ist. Die Intervention des Mediators macht ihnen deutlich, dass dem nicht so ist. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. In vielen Fällen ändern die Parteien sofort ihre Strategie.
Kategorie
Emotionen
Technik/Intervention
Paradoxe Intervention
Schlagworte
hass    Gleichgültigkeit    Beziehung    Beendigung    Liebe    Ehe    Rosenkrieg   
Link
Rosenkrieg
Relevanz
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Erstellt
Donnerstag April 27, 2017 10:41:26 CEST
von Arthur Trossen