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Seiten-ID: 1090 Strategien zur Lösungssuche in der Mediation 3-Abteilung »  Archiv »  Archiv: Lexikon (allgemein)

Suchstrategie

Mediation ist stets die Suche nach einer Lösung


In einer Mediation sollen beide Parteien gemeinsam nach einer Lösung suchen. Die Suchstrategien werden im Groben von der Mediation vorgegeben.

Wer sucht, der findet

Die Herausforderung der Mediation besteht darin, dass weder die Partei noch der Mediator wissen wo zu suchen ist und welche Lösung gefunden werden soll. Bekannt ist lediglich, dass es um die Suche nach einer Lösung für eine vorgegebene Frage geht und dass die Lösung von allen Parteien zu akzeptieren ist.

Der Suchmodus

Ein Eindruck von der Art und Weise wie gesucht wird mag sich aus einem Witz erschließen:

Beispiel: Ein Betrunkener sucht auf eine Straße unterhalb einer Laterne etwas. Der Streifenpolizist begegnet diesem Mann auf seiner Streife, die genau an der Laterne vorbeiführt. Er erkundigt sich, was er denn da mache. Der Betrunkene sagt: "Ich suche meinen Schlüssel". Der Polizist wünscht viel Glück bei der Suche und setzt seine Streife fort. Nach etwa einer halben Stunde kommt er wieder an die Stelle und beobachtet, dass der Betrunkene noch immer nach seinem Schlüssel sucht. Der Polizist fragt: "Na, haben sie ihren Schlüssel noch nicht gefunden?". Der Betrunkene antwortet "Nein". Der Polizist fragt, um zu helfen: "Wo haben Sie den Schlüssel dann genau verloren?". Zu seiner Überraschung antwortet der Betrunkene: "Da hinten im Busch" und zeigt auf ein Gestrüpp, dass einige Meter von dem Ort entfernt war, wo er sucht. Der Polizist fragt neugierig: "Warum suchen Sie hier unter der Laterne, wenn Sie den Schlüssel da hinten verloren haben?". Der Betrunkene antwortet: "Da hinten ist kein Licht!".


Die Suche unter der Laterne mag mit dem juristischen, logischen Denken verknüpft werden. Man weiß wonach zu suchen ist und auch wie es zu finden ist. Die Suche im dunklen Busch mag mit dem psychologischen, assoziativen Denken verknüpft werden. Man sieht nichts, sodass es wie ein Zufall erscheint, wenn in der Dunkelheit etwas gefunden wird. Das Problem ist nur, dass die Suche unter der Laterne zwar leichter möglich ist. Nur hat doch niemand etwas verloren.

Die Mediation kombiniert beide Arten des Suchens. Sie sucht unter der Laterne (mit Logik) und im dunklen Busch (mit Erfahrungen, Gefühlen und Assoziationen). Entscheidend ist dabei die Kombination der Suchstrategien und der Wechsel des Suchmodus, um etwas zu finden, was im Grunde noch niemand kennt.

Der Weg des Suchens

Der Weg des Suchens wird durch die Phasen vorgegeben. Erfolgt der Phasenlogik. Nachdem festgelegt wurde, wofür etwas zu finden ist (2.Phase), werden die Kriterien dafür herausgearbeitet, wie die zu findende Lösung auszusehen hat (3.Phase). Erst jetzt beginnt der eigentliche Suchvorgang (4.Phase).

Der Suchgegenstand

Wichtig ist die Unterscheidung, dass es nicht um die Suche nach Einigung geht (sie wird vorausgesetzt), sondern um die Suche nach einer einverständlichen Lösung.


Hinweise und Fußnoten

Alias: Suche, Suchmodus
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Archiv: Ein Beitrag zum Facharchiv
Prüfvermerk: -

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An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Dienstag September 5, 2017 12:08:16 CEST von Arthur Trossen.