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Selbstoffenbarung


Ein Beitrag zum FacharchivLexikon


Der Mensch weiß nicht alles über sich. Sogar manche Bedürfnisse liegen im Verborgenen. Sowohl die Interessenerhellung wie die Konfliktarbeitserfordernis mitunter, diese unbekannten Seiten aufzudecken. Wann dieser Schrit erforderlich ist merkt der Mediator daran, dass die Interessenerhellung noch nicht auf den Punkt gekommen ist. Irgendwo gibt es noch etwas Unausgesprochenes. irgendwie lässt sich das Verhalten der Partei im Konflikt noch nicht wirklich verstehen. Der Mediator versucht dann tiefer in die Bedürfniswelt der Partei einzudringen. Es hilft dem zu wissen, wo er zu suchen hat.

Verborgene Seiten

selbstsicht

Die unterschiedlichen Sichten auf sich selbst


Jeder Mensch hat eine Sicht auf sich selbst, die sogenannte Selbstsicht. Sie deckt nur einen Teil der Persönlichkeit ab und wird durch die Fremdsicht, also wie man von anderen gesehen wird, ergänzt. Weil die Fremdsicht im sozialen Leben wichtig ist, der Mensch auch eine Vorstellung davon wie andere über ihn denken, was sich in der Selbst-Fremdsicht ausdrückt. Die Schnittmenge der übereinstimmenden Sichten wird mit jedem Perspektivenwechsel kleiner.

Johari-Fenster

Das Johari-Fenster


Das Johari-Fenster soll die bewussten und unbewussten Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale zwischen einem Selbst und anderen oder einer Gruppe herausstellen. Mit Hilfe des Johari-Fensters wird vor allem der so genannte „blinde Fleck“ im Selbstbild eines Menschen illustriert1 . Die nachfiolgende Grafik erläutert die unterschiedlichen Sichten2

Verborgene Interessen

Beispiel: Die Ehefrau möchte unbedingt nach der Trennung das Haus behalten. Sie argumentiert mit Versorgungsnöten, Heimstätte der Kinder usw. Es wird aber deutlich, dass ihre Argumente einen Antrieb verdecken, wo der wahre Grund für Ihr Interesse zu finden ist.


Der Mediator ist darauf trainiert Interessen herauszuhören. Er achtet auf die Ich-Botschaften, hinter denen sich die Selbstoffenbarung verbirgt. Wie in dem Kommunikationsquadrat erläutert, enthält "jede Äußerung einer Personoft eine oft nur teilweise bewusste und beabsichtigte Selbstdarstellung und zugleich eine unbewusste, unfreiwillige Selbstenthüllung, sodass jede Nachricht zu Deutungen über die Persönlichkeit des Sprechers verwendet werden kann"3 .

Die Selbstoffenbarung

Die Selbstoffenbarung beschreibt in der Mediation den Zustand, wenn die Partei alle ihre Interessen (auch die verborgenen) offengelegt hat. Nicht selten stellt sich dieser Moment für die Partei wie ein Aha-Erlebnis dar. Manchmal kommt es zu einer schwierigen Geburt, für die die Selbstoffenbarung wie eine Erlösung wirkt. Oft wird der Moment mit einer körperlichen Reaktion begleitet.

Bedeutung für die Mediation

Kommt es zu einer körperlich sichtbaren Reaktion, weiß der Mediator, dass die Interessen jetzt auf den Punkt gebracht sind. Es wird Zeit die Phase drei abzuschließen. Bleibt eine sichtbare körperliche Reaktion aus, erkennt der Mediator anhand der erarbeiteten Kriterien (Motive) welcher Grad an Befriedigung erwartet wird und woran sich die Lösung zu messen hat. Gibt es hinreichende Kriterien kann er die Phase drei ebenfalls abschließen.

Hinweise und Fußnoten

Alias: Selbstenthüllung
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Archiv: Ein Beitrag zum Facharchiv
Prüfvermerk: -

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2 Grafik von Bernd im und Michael Frey (Own work based on: Johari.jpg) Public domain, via Wikimedia Commons
An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Montag Mai 15, 2017 19:43:07 CEST von Arthur Trossen.