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Schwarmintelligenz

Der Inhalt wurde aus Wikipedia entnommen, zusammengefasst und auf die Mediation bezogen. Weitere Einzelheiten deshalb mögen eingesehen werden bei wikipedia.Kollektive Intelligenz aus der freien Enzyklopädie wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Definition

Kollektive Intelligenz auch Gruppen- oder Schwarmintelligenz genannt, ist ein emergentes (aufkommendes) Phänomen. Sie zieht in Betracht, dass die Kommunikation und spezifische Handlungen von Individuen einen systemischen Effekt haben und intelligente Verhaltensweisen der sozialen Gemeinschaft hervorrufen können. Zur Erklärung dieses Phänomens werden die Systemtheorie herangezogen. Es gibt aber auch Soziologie|soziologische, philosophische und pseudowissenschaftliche Ansätze.

Herleitung

Eine frühe Formulierung des Grundgedankens der Kollektiven Intelligenz findet sich in der Summierungstheorie von Aristoteles. Francis Heylighen, Kybernetiker an der Vrije Universiteit Brüssel, betrachtet das Internet und seine Nutzer als eine Art Superorganismus: „Eine Gesellschaft kann als vielzelliger Organismus angesehen werden, mit den Individuen in der Rolle der Zellen. Das Netzwerk der Kommunikationskanäle, die die Individuen verbinden, spielt die Rolle des Nervensystems für diesen Superorganismus”. Der Schwarm ersetzt das Netzwerk dabei nicht, sondern bildet nur die Basis. Eine soziologische Interpretation versteht unter kollektiver Intelligenz die gemeinsame, konsensbasierte Entscheidungsfindung. Kollektive Intelligenz sei ein altes Phänomen, auf das Fortschritte in der Informations- und Kommunikationstechnologie erneut und verstärkt hinwiesen. Das Internet vereinfacht wie nie zuvor, dezentral verstreutes Wissen der Menschen um das Wissen zu koordinieren und deren kollektive Intelligenz auszunutzen.

Die Naturwissenschaft sieht als Beispiel den Ameisenstaat. Eine einzelne Ameise hat ein sehr begrenztes, aber auch sehr funktionelles Verhaltens- und Reaktionsrepertoire. Im selbstorganisierenden Zusammenspiel ergeben sich jedoch Verhaltensmuster, Abläufe und Resultate, die aus menschlicher Sicht „intelligent“ genannt werden können. In gewisser Weise ist auch ein Gehirn das Zusammenspiel eines Superorganismus aus für sich „unintelligenten” Individuen, nämlich den Neuronen. Ein Neuron ist annähernd nichts weiter als ein Integrator mit Reaktionsschwelle, genauer, einer sigmoiden Reaktionskurve. Erst das komplexe und spezifischen Regeln unterliegende Zusammenwirken von Milliarden von Neuronen ergibt, was wir unter Intelligenz verstehen.

Bedeutung für die Mediation

Die breite Intelligenz vieler erweitert das Wahrnehmungs- und Denkspektrum. Das ist der Ausgangspunkt der Überlegungen. Schwarzintelligenz macht sich also dort besonders positiv bemerkbar, wo Lösungen für unmöglich gehalten werden. Die zum Nachweis der Schwarmintelligenz durchgeführten Versuche belegen, dass Viele im Crowdsourcing eher in der Lage sind, auch für unwahrscheinlich gehaltene Lösungen aufzuspüren. Die Mediation berücksichtigt die Schwarmintelligenz in zweierlei Hinsicht.

  1. indem jede Stimme zu Wort kommt
  2. indem die kreative Optionensuche alle denkbaren Aspekte einbezieht, wobei die betroffenen geradezu dazu animiert werden, über den Tellerand zu denken und auch solche Gedanken einzubeziehen, die auf den ersten Blick nicht zielführend erscheinen. ausweglos erscheinende Probleme brauchen originelle Lösungen und originelle Lösungen brauchen ein barrierefreies Querdenken ermöglichen.

Die Erfahrungen mit dem Internet belegen aber auch, dass die Informationsflut das Gegenteil von dem bewirkt was erreicht werden soll. Zu viele Informationen sind genauso schädlich wie zu wenige. Dass die Informationsflut mit Likes an eine Nachfrage gebunden wird bewirkt Mehrheiten, die wiederum die Gefahr verbergen, dass Minderheiteninformationen verloren gehen. Der Mediator muss dem entgegenwirken, indem der alle Informationen als gleichwertig entgegen nimmt und sicherstellt, dass alle Medianden in gleicher Weise über alle Informationen verfügen. Eine methodische Verwertung dieser Erkenntnisse ergibt sich für die Bürgerbeteiligung und für Großmediationen.

Gegner der kollektiven Intelligenz befürchten, dass Einzelne "dumme Bürger", wenn sie zu Wort kommen, aus Unwissenheit falsche Weichenstellungen verursachen. Anders als in der Naturwissenschaft, wo die extremen Positionen in einem Schwarm niemals den Blick auf den Schwarm selbst haben können, sei der Mensch in der Lage, die Ausrichtung seiner Gruppe vorzugeben. Das mag stimmen, wenn er - wie in der Mediation -zumnindest bei der Ideenfindung jede Stimme zu Wort kommen lässt und Meinungsunterschiede meditiert.

Wiki to Yes mag als ein Experiment verstanden werden, indem es das Angebot an die Masse der Mediatoren macht, sich als Individuen einzubringen, um ein möglichst breites Spektrum an Wissen, Erfahrung und Lösungsoptionen zu erhalten. Wenn sich diese Technik bewährt, sind zugleich Online-Tools entwickelt, mit denen Großmediationen abzuwickeln wären.

Die Wirkung einer versäumten Nutzung der kollektiven Intelligenz mag sich am Beispiel der Mediationspolitik herleiten lassen. Viele Mediatoren finden sich in dem Mediationsgesetz, das von Juristen determiniert wird, nicht wieder. Sie haben eine andere, weitergehende Auffassung von Mediation und fühlen sich ausgesperrt. Psychologen verstehen die Sprache der Juristen nicht und umgekehrt. Ohne eine Abgleichung, wird die Mediation weiter diversifiziert bis es eventuell, wieder unter einem anderen Namen, eine neue Entwicklung geben wird.

Hinweise und Fußnoten

Alias: kollektive Intelligenz, Crowdsourcing
Literaturhinweise:
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