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Paarkonflikt(e)

Als Paarkonflikt wird die Störung einer Beziehung zwischen Ehegatten (oder Paaren) beschrieben. Oft wird der Begriff verwendet, um die unterschiedlichen Rollen herauszuarbeiten, in denen Beziehungskonflikte abgewickelt werden. Dann ist zwischen dem Konflikt auf der Paarebene und dem Konflikt auf der Elternebene zu unterscheiden.

Aufkommen

Es wäre falsch, zu glauben, dass ein Paarkonflikt immer mit einer Trennung zu tun hat oer in eine Trennung mündet. Er kann sicher dazu führen, ist aber nicht immer die beste Lösung. Paarkonflikte kommen auch in intakten Familien vor. Die Trennung muss den Konflikt nicht unbedingt beenden. Sie kann den Paarkonflikt sogar verstärken, wenn die Trennung nicht aufgearbeitet wurde. Konflikte wollen sich zeigen. Wenn sie nicht erledigt sind, kommen sie auf die ein oder andere Weise auch nach der Trennung wieder auf.

Konfliktursachen

Die Konfliktursachen sind so vielfältig wie die Menschen und die Paare. Mögliche Konfliktursachen können sein:

  1. Mit der Beziehung werden unterschiedliche Ziele und Erwartungen verknüpft
  2. Es gibt unterschiedliche Sichten auf die Beziehung und gegebenenfalls deren Ende
  3. Es gibt unterschiedliche Sichten auf die Rollen
  4. Es kommt zu Differenzen bei Dominanzfragen
  5. Nicht zugestandene Verletzungen können nicht gemeinsam verarbeitet werden
  6. Eine als Mißachtung erlebte Geringschätzung kann nicht ausgeglichen werden
  7. Der eigene Anteil an der Beziehung wird weder gesehen noch gewertschätzt
  8. Sonstige Inbalancen

Konfliktbeilegung

Die zuvor beschriebenen Konfliktursachen haben eine unterschiedliche Sicht auf die Beziehung gemeinsam. Wenn die Unterschiede nicht ausgeglichen werden können, werden intrinsiche Prozesse in Gang gesetzt. Konflikte wollen gesehen werden. Sie treiben die Beziehungspartner zum Handeln. Angriffe sind oft nur Hilferufe, die leider ebenso oft überhört werden. Die Trennung wird dann als die Lösung für einen Paarkonflikt angesehen. Allerdings führt das erklärte Ende der Beziehuing nicht tatsächlich zu ihrer Beedigung. Erstz recht nicht, wenn die Trennung selbst verletzend verläuft. Eine einmal begonnene Beziehung klann nicht enden. Sie kann sich nur in etwas anderes Umwandeln. Eine Ex-Beziehuing ist auch eine Beziehung. Wie sie sich anfühlt, zeigt sich wenn die Ex-Partner sich wieder treffen. Wenn das Treffen Gefühle auslöst, ist die Beziehung auch noch emotional präsent.

Bei Beziehungskonflikten ist die transformative Mediation ein geeignetes Verfahren, um den Konflikt vollständig beizulegen. Anders als in der Therapie bedarf es keiner Diagnose oder einer Konfliktaufarbeitung. Der Konflikt muss lediglich insoweit analysiert werden können, wie die Identifikation des Konfliktes dazu beiträgt, den Rahmen vorzugeben, welche Lösungen zur Befriedung führen und den Konflikt überwinden können.

Die Beziehung steht im Mittelpunkt. Die Mediation versucht eine gleichförmige Sicht auf die Beziehung (Ziele, Relevanz, Ausgestaltung) und eine Übereinstimmung der Sicht auf den jeweils anderen Partner oder Ex-Partner herzustellen. Das Mittel ist die Vermittlung. Der Blick richtet sich nicht darauf, was alles schief gelaufen ist, sondern darauf was passieren muss, damit es gut und richtig läuft. Das wiederum setzt voraus, dass sich die Parteien darauf geeinigt haben, was wie richtig oder falsch ist.

Weitere Einzelheiten zur Frage der Beziehungsgestaltung und zur Frage, warum ein Trennungskonflikt so schwierig ist, entnehmen Sie bitte dem Beitrag Scheidung.

Hinweise und Fußnoten

Alias: Paarkonflikt
Archiv: Konfliktarchiv
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: -


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An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen und Administrator .
Seite zuletzt geändert: am Montag August 13, 2018 17:37:58 CEST von Arthur Trossen.