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Seiten-ID: 1141 Die Denkweise, die Denkweisen verbindet 3-Abteilung »  Wissen 4-Inhalt »  (01) Einführung »  Mediationsverständnis 

Die Logik(en) der Mediation

Die Logik beschreibt eine Denkweise, bei der die einzelnen Schritte richtig aufeinanderfolgen1 . Bei der Mediation kommen mehrere Denkweisen zusammen. Wenn also überhaupt von einer Mediationslogik gesprochen werden kann, besteht sie aus der Zusammenführung verschiedener gedanklicher Abläufe, die sich in dem Erkenntnisprozess der Mediation wiederfinden und über die Mediation zusammengeführt werden.

 Merke:

Die Mediationslogik beschreibt, wie die Verhandlungslogik, die Prozesslogik, die Themenlogik, die Phasenlogik und die Konfliktlogik zusammenzuführen sind, damit sich die Mediation verwirklichen kann 2

Aufzählung

Die folgenden Logiken ergeben die in der Mediation zusammengeführten tragenden Denkschritte:

Prozesslogik

Die Prozesslogik beschreibt die Schritte und Rahmenbedingungen, unter denen erfolgreiche Verhandlungen möglich werden.

Themenlogik

Die Themenlogik beschreibt die Repräsentanz von Konflikten und legt den Streitgegenstand fest.

Phasenlogik

Die Phasenlogik beschreibt die Struktur und die Erkenntnisschritte als Etappenziele.

Konfliktlogik

Die Konfliktlogik erlaubt es mit statt gegen den Konflikt zu arbeiten.

Erkenntnislogik

Die Erkenntnislogik beschreibt welche Erkenntnisse die Parteien gewinnen müssen, damit sie eine optimale Lösung finden können.

Zusammenspiel

Die zu identifizierenden Denkschritte lassen sich noch verfeinern, sodass z.B. auch eine Suchlogik oder eine Verhandlungslogik zu identifizieren sind. Weil sie in den anderen Logiken aufgehen, haben sie allerdings keine eigenständige Bedeutung. Es ist wichtig zu erkennen, dass die hier beschriebenen Logiken der Mediation ein Zusammenspiel ergeben, wodurch die Mediation erst zur Mediation wird. Die nachfolgende Grafik mag das Zusammenspiel verdeutlichen:
Mediationslogik
Der mediative Effekt ergibt sich aus der Schnittmenge, die sich aus der Überlappung von Themenlogik, der Phasenlogik und der Konfliktlogik bildet. Wie beim Dimensionieren näher beschrieben, wirken die in den jeweiligen Logiken erarbeiteten Erkenntnisse aufeinander ein. Die aus der Erkenntnistheorie abzuleitende Erkenntnislogik liefert die Grundlage zur Definition der zusammenwirkenden Gedanken, die sich in den Schritten des mediativen Entscheidungsprozesses zusammenführen lassen. Die Prozesslogik beschreibt ihre Umsetzung im Prozess.

Bedeutung für die Mediation

Damit die Mediation als ein aus sich selbst heraus wirkendes und steuerbares Verfahren zur Geltung kommt, ist es außerordentlich wichtig, die Zusammenhänge zu durchschauen und zu lernen, wie sie in der Praxis umgesetzt werden können. Wenn das gelingt, erzeugt die Mediation im Idealfall einen Flow, aus dessen Sog heraus sich die Lösung wie von selbst ergibt.

Hinweise und Fußnoten

Bitte beachten Sie die Zitier- und Lizenzbestimmungen
Bearbeitungsstand: 2018-07-30 17:07 / Version 38.
Prüfvermerk: Arthur Trossen

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An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Montag Juli 30, 2018 17:07:47 CEST von Arthur Trossen.