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Seiten-ID: 1391 Was tun wenn? - Die Handlungsoptionen des Mediators 3-Abteilung »  Werkzeuge 4-Inhalt »  Arbeitsmittel

Was tun wenn?

Es geht um die Handlungsoptionen in der Mediation.
Bitte unterscheiden Sie die fachlichen Optionen, also die Optionen in der Mediation, von den Wiki-Optionen, womit die Handlungsoptionen bei der Benutzung dieses Portals gemeint sind.




Handlungsoptionen
Der nächste, zur Mediation passende Schritt

Wiki to Yes möchte Ihnen helfen, das gesamte Spektrum der Handlungsoptionen eines Mediators zu erkennen und einen Weg in die Entscheidung zu finden. Welche situationsbedingten Handlungsoptionen kommen in Betracht, damit der Mediator stets das Richtige tut.

Richtig - Falsch?

Schon der Anspruch, das Richtige zu tun, sollte nachdenklich stimmen. Was ist richtig und was ist falsch in der Mediation?
Oft wird gesagt: "Es gibt kein Richtig oder Falsch in der Mediation. Auch diese Einschätzung ist richtig und falsch zugleich.

Richtig, so könnte man denken, ist alles was zu einer Einigung führt. Wäre es auch dann noch richtig, wenn die Handlung zwar einer Mediation zugeordnet wird, aber nicht dem Wesen der Mediation entspricht, also einem ganz anderen Verfahren zuzuordnen wäre? Der Gedanke legt eine Unterscheidung nahe, die Handlungen nicht (zumindest nicht ausschließlich) nach dem Erfolg, sondern nach der Prozessverwirklichung beurteilt.

Situationsanalyse

Bevor der Mediator entscheiden kann, was zu tun ist oder nicht, sollte er die Lage korrekt beurteilen. Mediation ist Verstehensvermittlung. Also steht das Verstehen im Vordergrund. Um zu verstehen, muss er Mediator zunächst die Eckdaten abfragen, aus denen sich heraus eine mögliche Handlungsoption ableiten lässt. Bei einem prozessorientierten Verfahren orientieren sich die Eckdaten zunächst natürlich an dem Prozess selbst. Der Mediator hat also folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wo bin ich gerade (im Prozess der Mediation)? → Mediationslandkarte
  2. Was ist der nächste Schritt in der Mediation? → Mediationslogik
  3. Gegebenenfalls: Was hindert daran, diesen Schritt zu gehen? → Phasenlogik
  4. Welche Optionen stehen mir zur Verfügung, um diesen Schritt zu ermöglichen? → Werkzeugverzeichnis

Fehlerquellenanalyse

Um Fehler vermeiden zu können, muss man wissen wo Fehler auftreten können. Der Mediator hat also, auf die Prozessverwirklichung abstellend, zu prüfen, ob das gewählte Verhalten mediationskonform ist oder nicht. Bejahendenfalls hat er zu fragen, ob das Verhalten methodentreu ist und ob die gewählte Technik so angewendet werden kann, dass sich die Methode verwirklicht. Der Mediator hat also folgende Fragen zu beantworten:

  1. Welche Methode ist einschlägig? → Mediation-Methodik
  2. Welche Technik verwirklicht die Methode? → Qualität, Benchmarks
  3. Wo liegen Fehlerquellen? → Kunstregeln, Fehlerverzeichnis
  4. Welche Pflichten sind zu beachten? → Pflichtenverzeichnis, Haftung


Die abstrakte Herangegehensweise wird möglicherweise neue Fragen aufwerfen, die sich aus der konkreten Anwendung heraus ergeben. Um ihnen gerecht zu werden und um auf mögliche Fehlerquellen hinzuweisen und um Vorschläge für eine Fehlerbehandlung anzubieten, finden Sie unter den Fachbeiträgen typische, auf das Thema des Beitrags abgestimmte Fehlerhinweise. Achten Sie auf jeder Seite also bitte auf das Kapitel:

!!Was tun wenn ...
* [/item000|xxx]
* [/item000|xxx]
* Weitere Empfehlungen im ((Fehlerverzeichnis)) oder im ((Interventionenverzeichnis))

Die Einträge beziehen sich auf die Datenbanken Fehlerverzeichnis, Interventionenverzeichnis, Werkzeugverzeichnis. Sie können also auch in diesen Verzeichnissen direkt nach möglichen Handlungsempehlungen Ausschau halten.

Handlungsoptionen

Die Fehlervermeidung ist stets eine Handlungsoption. Sie dient zur korrekten Navigation durch den Prozess. Nicht immer genügt es, durch den Prozess zu navigieren. Manchmal stellt sich dem Mediator auch die Frage, was zu tun ist, damit sich der Prozess verwirklichen kann. Wenn Sie der Erkenntnistheorie folgen, ergeben sich deutliche Hinweise. Die jetzt zu suchenden Handlungsoptionen müssen dazu beitragen, dass sich die für die Durchführung des Verfahrens notwendigen Erkenntnisse in den Köpfen der Parteien verwirklichen lassen. Auf die Prozessverwirklichung abstellend, hat er sodann zu prüfen, ob das gewählte Verhalten mediationskonform ist oder nicht. Bejahendenfalls ist zu fragen, ob das Verhalten methodentreu ist und ob die gewählte Technik so angewendet wurde, dass sich die Methode verwirklichen konnte. In einem solchen Fall hat der Mediator folgende Fragen zu beantworten:

  1. Welche Erkenntnis steuert aktuell das Verhalten der Partei? → Erkenntnis
  2. Welcher Erkenntnisgewinn ist zu erzielen? → Phasenlogik
    Die Phasen geben den Auftrag und definieren das Etappenziel
  3. Welche Möglichkeiten gibt es, den Widerstand zu überwinden?
    Der einfachste Weg ist stets, danach zu fragen: "Was passiert hier gerade?", "Was wollen Sie mir sagen?" usw. Wenn das Problem erkannt ist, helfen Interventionen → Interventionen, Interventionenverzeichnis

Bedeutung für die Mediation

Es ist nicht immer leicht, in einem flexiblen, informellen Verfahren Orientierung zu finden. Umso mehr kommt es darauf an, die Eckdaten zu erkennen, aus denen sich eine Orientierung ergibt.

Hinweise und Fußnoten

Bitte beachten Sie die Zitier- und Lizenzbestimmungen
Bearbeitungsstand: 2018-10-17 18:50 / Version 16.
Aliase: Was tun wenn?
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© Wiki to Yes: Trossen, Arthur "Die Handlungsoptionen des Mediators" (2018) unter Wiki-to-Yes.org/Mediation-Optionen
An dieser Seite haben mitgearbeitet: Administrator .
Seite zuletzt geändert: am Mittwoch Oktober 17, 2018 18:50:54 CEST von Administrator.