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Seiten-ID: 1164 Gebrauchsanleitung Mediation 3-Abteilung »  Werkzeuge 4-Inhalt »  Arbeitsmittel

Gebrauchsanleitung

Dem Mediatorenkoffer liegt - wie allen Werkzeugen - eine Gerbauchsanleitung bei.
Die Gerbauchsanleitung soll dazu beitragen, die Werkzeuge korrekt im Sinne der Mediation einzusetzen.

Systematik der Werkzeuge:   Anleitung Techniken Interventionen Setting



Gebrauchsanleitung
Wie Sie die Werkzeuge nutzen können und sollen

Gebrauchsanleitung wofür?

Die Komplexität der Mediation erwartet die Frage nach einer Anleitung. Konsequent stellt Wiki to Yes auch eine Menge Anleitungen zur Verfügung. Das Werkzeugverzeichnis beispielsweise listet alle Werkzeuge auf und beschreibt ihre Verwendung. Der Interventionenverzeichnis beschreibt die Verwendung der Interventionen, wenn es zu schwierigen Situationen kommt. Eine Studienanleitung erklärt, wie Sie sich dem komplexen Thema am besten nähern, wenn Sie die Mediation erlernen wollen, usw..

 Merke:

3267 - Keinesfalls erlaubt die Mediation eine willkürliche Verwendung x-beliebiger Werkzeuge. Wenn die Mediation das Ergebnis herbeiführt, ist die Aufgabe des Mediators, die Mediation zu verwirklichen. Die Werkzeuge helfen ihm dabei.

Es macht Sinn, die Mediation als DAS zentrale Werkzeug des Mediators zu bezeichnen. Um die Mediation zu verwirklichen, muss er die Verwendung der Werkzeuge im Sinne der Mediation sicherstellen. Mithin ist die Mediation (die ja auch als Methode beschrieben wird) selbst das wichtigste Werkzeug des Mediators, wenn es darum geht, die Parteien darin zu unterstützen, selbst nutzenorientierte Lösungen zu finden. Ganz im spieltheortischen Verständnis beginnt die Gebrauchsanleitung deshalb mit einer Spielanleitung zur Mediation. Sie wird als Gebrauchsanleitung Mediation eingeführt und allen anderen Anleitungen vorangestellt.

Gebrauchsanleitung Mediation

Möglicherweise werden Sie der skeptischen Frage begegnen, wie es denn möglich sein kann, eine Gebrauchsanleitung für die Mediation zu verfassen. Wird damit nicht die Flexibilität der Mediation in Frage gestellt?

Tatsächlich wird die Gebrauchsanleitung stark von dem zugrunde liegenden Mediationskonzept und seiner theoretischen Herleitung beeinflusst. Der hier vorgeschlagenen Anleitung liegt der Gedanke zugrunde, dass die Mediation eine Verstehensvermittlung ist, die auf dem mit ihr beschriebenen Erkenntnisprozess aufsetzt. Mithin steht die Erkenntnisgewinnung im Vordergrund. Der Fokus richtet sich auf den Kognitionsprozess.

Kognitionstheorie

Das Beispiel des Puzzles, wo die Oma mit dem Enkelkind herausgefordert ist, zwei Puzzelbilder mit unglaublich vielen, unsortierten Puzzlesteinen aus zwei zusammengewürfelten Puzzles ohne Vorlagen zu legen, verdeutlicht die Spielsituation am besten1 . Die Puzzlesteine sind das Symbol für die zu verwertbaren Informationen. Einer der Spieler nimmt einen Puzzlestein (Information) auf, um ihn in das zugehörige Puzzlebild einzufügen. Er muss zwischen dem Bild unterscheiden, das sich auf das Verfahren bezieht und dem, das sich auf den Fall bezieht. Wie die Puzzlesteine (Informationen) zusammenpassen und in welches Puzzlebild sie einzulegen sind, ist das Know-How des Mediators. Die Mediation besagt ihm, welche Informationen relavant sind und wie sie zusammenpassen.

Die Zuordnung der Informationen erfolgt vermittels ihrer Metainformation, mit der die Information (der Puzzlestein) identifiziert und den herauszubildenden Dimensionen zugeordnet werden kann. Die Dimensionen lasssen sich in eine Logik einbinden, die zwei fertige Bilder ergeben. Das eine vervollständigt die Mediation (den Prozess) das andere den Fall2 . Eine präzise Anleitung für diese Herangehensweise finden Sie bei der Beschreibung der Dimensionen.

Dimensionen

Gebrauchsanleitung Werkzeuge

Nicht immer liegen alle Puzzlesteine (Informationen) auf dem Tisch. Nicht immer fällt es leicht, die zum einen oder anderen Bild passenden Informationen beizubringen oder zu qualifizieren. Jetzt kommen dem Mediator die Werkzeuge der Mediation zu Hilfe.

 Merke:

3268 - Während die Mediation beschreibt, welche Informationen wie zu Erkenntnissen führen, beschreiben die Werkzeuge, wie die Informationen beizubringen und auszuwerten sind.

Das Loopen beispielsweise ist ein Universalwerkzeug der Mediation, vergleichbar mit einem "Schweizer Taschenmesser". Mit dem Loop greift der Mediator die relavanten Informationen auf. Er qualifiziert sie und benennt die Qualifizierung mit der Rückmeldung.

präzises Zuhören

Die Phasen geben dem Mediator den konkreten Arbeitsauftrag. Er muss die Information also zunächst einer Phase zuordnen, um zu verstehen, wie damit umzugehen ist. Die zur jeweiligen Phase passenden Werkzeuge werden im Zusammenhang mit dem Ablauf der Mediation im Einzelnen vorgestellt.

Die Phasen der Mediation Formular: Phasenablaufschema

Die Verwendung der Werkzeuge erfolgt im Kontext der Mediation und mit einem darauf ausgerichteten Zweck. Ihr Durchblick ist die beste Orientierungshilfe.

Bedeutung für die Mediation

Auf das Zusammenspiel kommt es an. Die Werkzeuge orientieren sich an den Methoden und diese wiederum am Prozess. Die Benchmarks helfen, die korrekte Verwendung im Vorgehen zu überwachen. Eine fehlerhafte Verwendung kann zu Mediationsfehlern führen oder gar eine Haftung nach sich ziehen.

 Merke:

3269 - Die Verwendung der Werkzeuge muss stets dem Wesen der Mediation entsprechen!

Mediationsfehler

Was tun wenn ...


Hinweise und Fußnoten

Bitte beachten Sie die Zitier- und Lizenzbestimmungen
Bearbeitungsstand: 2018-12-11 23:50 / Version 87.
Alias: Gebrauchsanleitung
Siehe auch: Durchblick, Kniffe, Erkenntnisprozess, Ablauf, Wesen der Mediation
Prüfvermerk: Arthur Trossen

2 Siehe die Systemik, die zwischen der Verfahrensebene und der Fallebene unterscheidet
© Wiki to Yes: Trossen "Gebrauchsanleitung" (2017) unter Wiki-to-Yes.org/Mediation-Anleitung