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Seiten-ID: 826 Das kann doch nicht alles gewesen sein!?! 4-Inhalt »  (06) Konflikt 3-Abteilung »  Archiv

Lebenskrisen

Trotz aller Unterschiedlichkeit und Individualität des menschlichen Lebens gibt es spezifische Muster, in der sich seine Entwicklung entfaltet. Die Entwicklung ist richtungsweisend und oft mit Lebensentscheidungen verknüpft, die sich auf den Menschen wie eine Krise auswirken können. Um welche Entwicklungsstufen es sich handelt, der Psychoanalytiker Erik H. Erikson in einem Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung herausgearbeitet.

Zwischen Bedürfnissen und Wünschen

Die Konfliktfähigkeit ergibt sich aus dem Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen und Wünschen des Menschen angefangen im Kindheitsstadium, über das Stadium des Erwachsenwerdens und Erwachsenseins, bis hin in das Lebensende. Auch wenn sich Muster herausbilden, ist die Entwicklung ein individueller Prozess, der von Persönlichkeit, Genetik, Umwelt, Erziehung interaktiv beeinflusst wird.

Nach der Entwicklungstheorie von Erikson sind 8 Entwicklungsstufen zu unterscheiden, wobei jede Stufen stellt eine Krise darstellt. Die Stufen sind1 :

  1. Stadium: Ur-Vertrauen vs. Ur-Misstrauen
    1. Lebensjahr
    Formel: „Ich bin, was man mir gibt.“
  2. Stadium: Autonomie vs. Scham und Zweifel
    2. - 3. Lebensjahr
    Formel: „Ich bin, was ich will.“
  3. Stadium: Initiative vs. Schuldgefühl
    4. - 6. Lebensjahr
    Formel: „Ich bin, was ich mir vorstellen kann zu werden.“
  4. Stadium: Wertsinn vs. Minderwertigkeitsgefühl
    6. Lebensjahr bis Pubertät
    Formel: „Ich bin, was ich lerne.“
  5. Stadium: Identität vs. Ich-Identitätsdiffusion
    Jugendalter, 12. - 18. Lebensjahr
    Formel: „Ich bin, was ich bin.“
  6. Stadium: Intimität und Solidarität vs. Isolation
    frühes Erwachsenenalter, 18. - 30. Lebensjahr
    Formel: „Wir sind, was wir lieben.“
  7. Stadium: Generativität vs. Stagnation und Selbstabsorption
    Erwachsenenalter, 30. - 50. Lebensjahr
    Formel: „Ich bin, was ich bereit bin zu geben.“
  8. Stadium: Ich-Integrität vs. Verzweiflung
    reifes Erwachsenenalter, 50. - X Lebensjahr
    Formel: „Ich bin, was ich mir angeeignet habe.“


Bedeutung für die Mediation

In der Mediation interessieren diese Krisen nur, wenn sie aktiv Einfluss auf das Konfliktgeschehen nehmen. Die Kenntnis der Entwicklungsstufe des Menschen und seine Auseinandersetzung damit könnten aber helfen, das ein oder andere Verhalten im Konflikt besser zu verstehen. Immerhin bezeichnet die Psychologie die Krise als einen schmerzhaften Zustand, der durchaus einen inneren Konflikt darstellen kann. Die Krise kann zu einer Verengung der Wahrnehmung, der Wertesysteme sowie der Handlungs- und Problemlösungsfähigkeiten führen2 . Sie kann auch Verhaltensmuster erklären und bei Fragestellungen helfen.

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Alias: Entwicklungstufen
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: -

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