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Seiten-ID: 904 Kooperation ist die dominante Strategie der Mediation 3-Abteilung »  Bücher (Wiki) 4-Inhalt »  (04) Mediieren (Verfahren) »  Strategie

Kooperation

Eine Suche legt die Kooperation als dominante Strategie nahe


Die Kooperation beschreibt das Zusammenwirken mehrerer Personen zur gemeinsamen Zweckerreichung. Sie grenzt sich von der Konfrontation ab. Es wird zwischen einer synergetischen Kooperation unterschieden, in der gemeinsam etwas Neues geschaffen wird und der additiven Kooperation, wo Vorgänge zusammengeführt werden. Der Unterschied ist für die Mediation irrelevant, wo es wahrscheinlich eine Mischform gibt.

Kooperation als Prinzip

In manchen Ländern1 wird die Kooperation als eines der Prinzipien der Mediation aufgeführt und als Erwartung den Parteien in der 1.Phase offenbart. Die Aufführung des Grundsatzes der Kooperation und der damit verbundene Appell an die Parteien ist sicher nicht schädlich. Er erübrigt sich aber, wenn die Mediationb in der 1.Phase korrekt initialisiert wurde. Bei der korrekten Einführiung vereinnbaren die Parteien mit dem Mediator das Ziel, eine Lösung zu FINDEN, mit der ALLE zufrieden sein können. Die Zufridenheit ist der erklärte Nutzen. Dioe Parteien haben eine Idee, ws damit gemeint ist. Mit diesem Ziel vor Augen ergibnt sich der Weg des Suchens als notwendige Konsequenz, für den die Koopüeration die optimale Strategie darstellt.

Kooperation als Handlungskonzept

Selbst wenn die Parteien sich auf das Ziel einlassen und eine kooperative Suche versprechen, haben sie trotzdem meistens sowohl eine Lösung und Konfrontation im Sinn. Die Mediation macht den Gegensatz und damit die Überlappung möglich, indem sie das Kooperationsdilemma löst. Der Mediator muss also darauf achten, dass die Parteien tatsächlich kooperieren.

 Merke:

Der Mediator bewertet das Verhalten der Parteien dahingehend, ob es sich eher wie eine Kooperation oder eine Konfrontation anfühlt 2

Kriterien für Kooperation

Ob das Verhalten der Parteien eher einer Konfrontation oder einer Kooperation entspricht, kann an folgenden Kriterien festgemacht werden:

Kooperation Konfrontation
das eigene Spiel spielen Pläne des Gegners durchkreuzen
Allianzen bilden Stärkung der gegnerischen Kräfte verhindern
Vertrauen bilden Täuschung des Gegners
Motivieren Provozieren, statt Belagern
keine Überraschungen Überraschen durch unerwartete Angriffe
Abstimmen Offensive ergreifen
Offenheit Heimlichkeit
Gemeinsam planen heimlich planen und bewegen
hinterfragen argumentieren
feststellen (verifizieren) behaupten
mitteilen Beweise sammeln

Bedeutung für die Mediation

Eine gemeinsame Suche erfordert die Kooperation. Beobachtet der Mediator, dass die parteien konfrontieren, kann er vermuten, dass die Parteien sich nicht mehr oder noch nicht in der Mediation bewegen. Dann ist eine Nachbesserung notwendig, indem der Mediator in die 1.Phase zurückgeht. Aus seiner Metaebene kann er das Verhalten auch thematisieren und die Motive hinterfragen. Sobald die auf das Verfahren bezogenen Motive bekannt sind, finden sich Lösungen. Mögliche Gründe für die Konfrontation sind:

  1. Die Mediation ist nicht sorgfältig abgegrenzt worden: Die Mediation muss vor konfrontativen Verfahren in der Umgebung wie eine Enklave geschützt werden.
  2. Die Vertraulichkeit ist unzureichend: Die Vertraulichkeit muss deutlich gemacht werden. Dazu gehörtr es gegebenenfalls abzustimmen, ob sie als ein ausreichender Schutz verstanden wird.
  3. Die Konfrontation ist der leichtere Weg: Der Weg in die Konfrontation muss der bescherlichere Weg sein.
  4. Die Konfrontation ist der vielversprechendere Weg:
  5. Kein Glaube an die Möglichkeit der Kooperation: Die Parteien sind im Streit längst eine soziale Beziehung eingegangen. Das heisst sie lernen vboneinander und schätzen sich gegenseitig ein. Es fällt schwer an die Kooperation zu glauben, wenn man den Gegner für feindlich hält.

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Alias: Kooperationsmöglichkeit
Siehe: Zusammenstellung aller Prinzipien, Grundsätze
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: -

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1 Das wird zB bei einer Ausbildung in Kirgistan gelehrt.
2 Merke betrifft einen Lehrsatz von: Allgemein, in-Mediation

© Wiki to Yes: Trossen, Arthur "Kooperation" (2018) unter Wiki-to-Yes.org/Kooperation
An dieser Seite haben mitgearbeitet: Administrator und Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Mittwoch Oktober 17, 2018 18:50:54 CEST von Administrator.