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Seiten-ID: 813 Das Verhältnis von Macht, Regeln und Interessen 3-Abteilung »  Bücher (Wiki) 4-Inhalt »  (06) Konflikt 3-Abteilung »  Archiv »  Archiv: Lexikon (allgemein)

Konfliktpyramide


Ein Beitrag zum Facharchiv


Interessen, Regeln/Recht und Macht sind Grundelemente in Konfliktsituationen. Es ergeben sich weitere Verzweigungen, wie z. B. bei den Interessen. Vielleicht lassen sich auch Beziehungen als ein weiteres Grundelement anführen. Aus den zunächst vorgestellten drei Grundelementen ergeben sich auch drei Wege zur Lösung eines Konflikts.

Drei Wege zur Konfliktlösung

Die Konfliktparteien können:

  1. Ihre Interessen ausgleichen und gemeinsam eine beide Seiten be-friedigende Lösung finden.
  2. Sich auf anerkannte Regeln, Normen oder Rechtspositionen berufen und daraus ableiten oder bestimmen lassen, wer im Recht ist.
  3. Ihre jeweilige Machtpositionen einsetzten, um ihre Interessen durch-zusetzen (oder eine übergeordnete Instanz beendet den Streit durch ein „Machtwort“, etwa der Richter).

Natürlich sind diese Wege auch untereinander zu kombinieren.

Machtdreieck

Weil aber stets eine gewisse Rangfolge festzuliegen scheint, ist von der Konfliktpyramide Macht, Regeln/Recht und Interessen, die Rede.
konfliktpyramide-2
Auch wenn die Praxis mit diesen Grundelementen anders umzugehen scheint, gilt es, diese Pyramide auf den Kopf zu stellen.
konfliktpyramide-1
Primär muss es um den Ausgleich von Interessen, sekundär um die Anwendung von Regeln (Recht) und erst am Ende um die Umsetzung von Macht gehen, wobei diese als Fähigkeit definiert ist, die eigenen Ziele zu erreichen, nicht, andere zu bestrafen. Roland Proksch beschreibt einen Ansatz, der sich problemlos auf die familiale und betriebliche Konfliktberatung übertragen lässt. Er schreibt sinngemäß:
Zitat: „Konflikte konstruktiv und zufrieden stellend auszutragen bedeutet deshalb, einen zufriedenstellenden Interessenausgleich im Sachbereich des Konflikts zu erarbeiten, ohne die Person des Gegenübers anzugreifen“.

Regeln für konstruktives Konfliktverhalten

  1. Menschen und Probleme getrennt voneinander zu behandeln,
  2. nicht um Positionen zu feilschen,
  3. sich auf Interessen zu konzentrieren, nicht auf Positionen zu behar-ren,
  4. Entscheidungsmöglichkeiten und Alternativen im Rahmen der Reali-tät zu entwickeln,
  5. strukturiert und konzentriert zu kommunizieren,
  6. Respekt und Wertschätzung zu vermitteln.

Die Regeln für ein konstruktives Verhalten im Konflikt gelten für Richter, Berater, Mediatoren in gleicher Weise.

Bedeutung für die Mediation

Die Mediation löst das macht Dreieck auf, indem während der Mediation alle Parteien auf gleicher Augenhöhe verhandeln. Zumindest prozedural gesehen hat niemand das Recht von einer Partei etwas zu verlangen. Ihre Freiwilligkeit ist Voraussetzung für jede Form der Mitwirkung. Die Parteien sind gehalten so miteinander zu verhandeln, dass niemand veranlasst ist die Mediation zu verlassen. Auch müssen sie ihre Angebote so ausrichten, dass die Gegenseite zustimmen kann. Sie ist dazu nicht verpflichtet.

Hinweise und Fußnoten

Alias: Machtdreieck
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: -

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An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Mittwoch September 20, 2017 13:18:18 CEST von Arthur Trossen.