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Konflikthindernisse

Konflikthindernisse sind die Hürden, die es den Parteien erschweren, sich dem Konflikt zu stellen. Die Hindernisse müssen gegebenenfalls überwunden oder aus dem Weg geräumt werden, damit eine ordentliche Konfliktbearbeitung möglich wird. Der Mediator ist hier gegebenenfalls in der Pflicht.




Wer hindert wen?
Nicht der Konflikt, sondern die Partei wird behindert.

Der Begriff Konflikthindernis beschreibt nicht die Behinderung des Konfliktes. Er beschreibt die Behinderung der Partei oder des Helfersystems, den Konflikt zu bearbeiten. Das Konflikthindernis gibt dem Konflikt also freien Lauf und steht einer Konfliktauflösung im Wege.

Anforderung

Die Mediation ist ein Verfahren auf gleicher Augenhöhe. Sie erwartet von den Parteien, dass sie die Verantwortung für das Verfahren und das Ergebnis übernehmen können. Erkennt der Mediator, dass die Partei dazu nicht in der Lage ist, muss er überlegen, welche Unterstützung notwendig und anzuraten ist, um dieses Hindernis auf dem Weg zu räumen. Die Allparteilichkeit gibt ihm die Möglichkeit, das Ungleichgewicht in einem gewissen Rahmen selbst auszugleichen.

 Merke:

Die Mediation ist ein Verfahren der Erkenntnisgewinnung, das auf den Verstand der Parteien angewiesen ist1

Wenn das Ziel der Mediation darin besteht, eine komplette Konfliktauflösung anzustreben, genügt es nicht, dass sich die Partei dem Verfahren stellt. Sie muss sich auch ihrem Konflikt stellen und sich mit ihm auseinandersetzen können. Dazu gehört es, den Konflikt korrekt zu identifizieren und die Konfliktbotschaften zu verstehen.

Aufzählung

Nicht immer sind die Parteien willens und bereit, sich mit dem Konflikt selbstkritisch auseinanderzusetzen. Es hilft sowohl der Mediator, wie den Parteien selbst, wenn sie erkennen können, was diese Auseinandersetzung im Wege steht. Mögliche Hindernisse sind:

Bedeutung für die Mediation

Der Mediator kommt nicht daran vorbei, sich mit dem Konflikt der Parteien auseinanderzusetzen. Dazu zählt auch das Konfliktverhalten und die Möglichkeit der Parteien den Konflikt zu reflektieren. Der Mediator muss keine Diagnosen erstellen. Er muss lediglich erkennen wo und wie die Parteien eine Unterstützung benötigen, um die Konfliktarbeit leisten zu können.

In allen Fällen stimmte das Verhalten und die zu bearbeitende Konflikttiefe mit den Parteien ab. Ohne deren Einverständnis, sind alle Interventionen unzulässig.

Die Aufzählung der Konflikthindernisse entspringt der Erfahrung aus der Praxis. Sie ist sicher nicht enumerativ. Es gibt auch Überschneidungen zu den Herausforderungen, die in der Ausbildungsverordnung als Lerninhalt vorgegeben wird. Die grundlegende und naheliegende Intervention des Mediators ist stets die Rückmeldung (präzises zuhören, Verbalisierung) und die Metakommunikation. Nicht immer sind diese Werkzeuge ausreichend. Das ist auch der Grund, warum die Konflikthindernisse in eigenständigen Kapiteln und Seiten besprochen werden. Eine weitere Hilfe findet der Mediator ebenso wie die Parteien im Ratgeber. Auch die Foren geben Gelegenheit, Fälle und Phänomene etwa zur Intervision oder zur Problemlösung offenzulegen und zu diskutieren.

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Bitte beachten Sie die Zitier- und Lizenzbestimmungen
Bearbeitungsstand: 2018-12-23 13:55 / Version 15.
Siehe auch: Lexikon, Herausforderung
Prüfvermerk: Administrator

1 Merke betrifft einen Lehrsatz von: Allgemein, in-Mediation