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Körpersprache

Was Sie unbewusst kommunizieren, verstehen Sie, wenn Sie die Körpersprache lesen können.

Dieser Artikel basiert auf wikipedia.Körpersprache aus der freien Enzyklopädie wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Körpersprache ist eine Form der nonverbalen Kommunikation, die sich in Form von Gestik, Mimik, Habitus und anderen bewussten oder unbewussten Äußerungen des menschlichen Körpers ausdrückt. Die Körpersprache hat einen entscheidenden Einfluss auf die Rezeption (Verständlichkeit) der eigentlichen, gesprochenen Worte/Botschaft sowie die Wirkung der Person auf ihren Gesprächspartner.

Definitionen

Zur Körpersprache gehören alle Formen der Gestik, Körperhaltung und Körperbewegung – vom Händedruck über Sitzposition und -haltung, Haltung von Armen, Beinen und Füßen, Spiel mit den Händen, Fingern und Gegenständen, Kopfhaltung und die unterschiedlichen Formen der Blickkontakte, sowie das Distanzverhalten. Dabei wird zwischen Makro- und Mikrosignalen unterschieden. Während erstere mit bloßem Auge erkennbar sind, können die Mikrosignale der Körpersprache nur mit technischen Hilfsmitteln wie Zeitlupen-Aufnahmen oder Filmwiederholungen sichtbar gemacht werden.

Wirkung und Bedeutung

Sabine Mühlisch, Dozentin für nonverbale Kommunikation an der Hochschule Konstanz, spricht von der „Einheit aus Körper, Stimme und Wort“, als welche Menschen einander wahrnehmen. Es sei faktisch unmöglich, mit dem Körper zu lügen1 .

Eine Studie des US-amerikanischen Psychologieprofessors Albert Mehrabian kam zu dem Ergebnis, dass Worte nur zu 7 % für den Gesamteindruck verantwortlich seien, den ein Mensch auf seinen Gesprächspartner mache. Zu 38 % zähle der Tonfall der Stimme und zu 55 % die Körpersprache. Für eine sinnvolle und effektive Kommunikation müssten alle drei Kommunikationsformen „deckungsgleich“ sein2 . Oft wird aus Mehrabians Ergebnissen fälschlich eine allgemeingültige Regel („7-38-55-Prozent-Regel“) für die zwischenmenschliche Kommunikation abgeleitet.

Nach Watzlawick erschließt die analoge (non-verbale) Kommunikation die digitale (verbale) und umgekehrt.

Das Geheimnis der Körpersprache

Arten der Körpersprache

Unbewusste Signale des Körpers

Die meisten Signale der Körpersprache stellen unbewusste Gesten dar, mit denen der Körper auf die Gesprächssituation, die Gefühlswelt oder den Auftritt des Gegenüber reagiert. Bei einer (ehrlich empfundenen) schlechten Neuigkeit, wie etwa einer Kündigung oder der Überbringung einer Todesnachricht, wird es einem Menschen kaum gelingen, seine Betroffenheit nicht auch durch Signale des Gesichtes oder der Körperhaltung zu offenbaren. Gleiches gilt im umgekehrten Fall für freudige Überraschungen. Auch Gefühlszustände wie Angst, Langeweile, Spannung oder Selbstbewusstsein können sich in unbewusster Körpersprache widerspiegeln.

Bewusste Signale des Körpers

Zu den bewussten Signalen des Körpers zählen angelernte beziehungsweise antrainierte Fähigkeiten, wie Anlächeln, ein gezielter Blick, ein ausdrucksloses „Pokerface“, ein selbstbewusster Händedruck zur Begrüßung, eine aufrechte Körperhaltung z. B. im Bewerbungsgespräch oder Reaktionen wie Kopfschütteln und Nicken. Jeder Mensch kann aus der Eigenbetrachtung seiner Körpersprache oder der Beobachtung der Gestik anderer Menschen Schlüsse ziehen und seine bewusste Körpersprache dadurch beeinflussen.

Distanzzonen

In der Literatur über Körpersprache ist häufig von Distanzzonen die Rede3 , bei deren Einhaltung sich viele Menschen wohl beziehungsweise bei deren Verletzung durch das Gegenüber unwohl fühlen. Die genauen Abstände sind jedoch kulturabhängig. Das bewusste oder unbewusste Einhalten und Verletzen dieser Distanzzonen ist ein Bestandteil der Körpersprache.

Körpersprache in der Mediation

Die Beachtung der non-verbalen Kommunikation ist in der Mediation ein wesentliches Werkzeug zur vollständigen Wahrnehmung der Parteien. Sie soll zum besseren Verständnis beitragen. Es geht nicht darum, die Partei zu überführen oder zu entlarven. Es geht nur darum, sie zu verstehen. Aber Vorsicht!! Die Körpersprache allein besagt nicht viel. Verschränkte Arme müssen keine Abwehrhaltung sein. Die Körpersprache ist ein Indiz. Sie ergänzt sich in der Mimik, der paraverbalen Kommunikation, der verbalen Kommunikation, der Gestik usw. Was Du an diesen Äußerungen wahrnimmst, kannst Du verbalisieren. Beschreibe deine Wahrnehmung und lass die Partei sagen, was es bedeutet. Sprich es an, damit es nicht "überhört" werden kann. Weise darauf hin, wenn die Körpersprache nicht das unterstreicht, was gesagt wird. Die Mediation ist ein Klärungsprozess. Aber bitte, sei nicht voreilig mit Interpretationen. Wenn ich die Arme verschränke, dann vielleicht nur weil mir kalt ist.

Aufschlussreich ist auch die körpersprachliche Interaktion der Konfliktparteien. Oft spiegeln sie sich, ohne es zu bemerken. Sie nehmen die gleiche oder die entgegengesetzte Körperhaltung an, suchen Nähe oder Abstand. Alles kann bedeutsam sein, muss es aber nicht. Die Parteien, so viel steht fest, sehen sich nicht gemeinsam. Sie sehen nur das Gegenüber. deshalb ist es die Aufgabe des Mediators, ihnen das Gesamtbild, also das was sie nicht sehen können, zu vermitteln.

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Alias: nonverbale Kommunikation
Siehe auch: Universität Passau: Unbewusste Botschaften, Planet-wissen.de: Körpersprache
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Archiv: Ein Beitrag zum Facharchiv
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An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Sonntag April 23, 2017 01:01:52 CEST von Arthur Trossen.