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Seiten-ID: 1390 Über den Unterschied zwischen Geeignetheit und Durchführbarkeit 3-Abteilung »  Wissen 7-Organisation »  Institutionen »  Unternehmen »  Übersicht

Durchführbarkeit


Von der Geeignetheit ist die Durchführbarkeit der Mediation zu unterscheiden. Die Geeignetheit hinterfragt die Verwendbarkeit der Mediation und ihre Gestaltung. Die Durchführbarkeit betrifft die Frage ihrer Realisierung. Beides wird oft miteinander vermischt.

Freiwilligkeit ist kein Kriterium: Der Fall beschreibt eine partei die gerne eine Mediation durchf+hren möchte. Sie schildert, dass der Gegner nicht teilnehmen will. Auf die Frage, ob der Fall für eine Mediation geeignet ist, antworten die Schüler: QNein, weil der Gegner nicht freiwillig teilnimmt". Eichtig wäre die Antwort: "Ja, der Fall ist für die Mediation geeignet. Allerdings ist zu fragen, ob die Mediation durchgeführt werden kann".


Die Trennung der Fragen nach der Geeignetheit von denen nach der Durchführbarkeit erlaubt es dem Mediator, die Mediation nicht von vorneherein abzulehnen, sondern darüber nachzudenken, wie er sie verwirklichen kann. Im Beispiel Freiwilligkeit ist kein Kriterium würde er also die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, die durchaus bekannten Startprobleme zu überwinden.

Machtgefälle: In manchen Anleitungen ist zu lesen, dass Mediation bei Machtgefällen nicht geeignet sei.


Auch diese Einschätzung, dass die Mediation bei Machgefällen nicht geeignet sei, erweist sich als inkorrekt. Wenn Sie dem hier vorgeschlagenen Prüfungsschema der objektiven und subjektiven Geeignetheit folgen, ist die Machtfrage kein Kriterium. Bei korrekter, professioneller Durchführung ist es dem Mediator zuzutrauen, dass es ihm gelingt, innerhalb der Mediation ein Gespräch auf gleicher Augenhöhe zu verwirklichen. Außerhalb der Mediation sind Machtgefälle keineswegs ungewöhnlich. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er bewegt sich stets in einem Macht- oder Hierarchiegefälle. Das Machtgefälle ist also kein Problem, wohl der Machtmissbrauch. Wenn die Mediation zu einer Einsicht führt, hat sie auch gute Chancen, den Missbrauch abzuwenden.

Suchterkrankung: In manchen Anleitungen ist auch zu lesen, dass Mediation bei Suchterkrankung nicht geeignet sei.


Auch hier wird die Geeignetheit mit der Sinnhaftigkeitr oder der Durchfürhung verwechselt. Die Mediation kann durchaus mit Suchtkranken arbeitren. Die Frage ist ob sie sich an die Vereinbarung halten. Die gleiche Frage müsste auch bei hoheitlichen Entscheidungen gestellt werden.

Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2018-08-27 22:06 / Version 7.
Aliase: Durchführung
Siehe auch: Machtgefälle
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