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Denkhüte

Dieser Artikel basiert auf wikipedia.Denkhüte_von_De_Bono aus der freien Enzyklopädie wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Die Denkhüte (Six Thinking Hats) ist eine von Edward de Bono1986 vorgestellte Kreativitätstechnik. Sie wird vornehmlich in Gruppendiskussion eingesetzt, bei der Gruppenmitglieder durch verschiedenfarbige Hüte repräsentierte Rollen einnehmen. Jeder Hut entspricht einer Denkweise oder einem Blickwinkel, wodurch ein effizienter Diskurs über ein Thema erreicht werden soll und gleichzeitig kein Blickwinkel außer Acht gelassen wird.

Vorgehensweise

Erläuterung

Die einzelnen Hüte stehen für

  • weiß: analytisches Denken: Konzentration auf Tatsachen, Anforderungen und wie sie erreicht werden können ([[Objektivität|objektiv]]: das weiße Blatt)
  • rot: emotionales Denken, Empfinden: Konzentration auf Gefühle und Meinungen ([[Subjektivität|subjektiv]]: Feuer und Wärme)
  • schwarz: kritisches Denken: Risikobetrachtung, Probleme, Skepsis, Kritik und Ängste mitteilen (kritisch: Schwarzmalerei, [[Advocatus Diaboli]])
  • gelb: optimistisches Denken: was ist das [[Best-Case]] Szenario ([[Spekulation|spekulativ]]: Sonnenschein)
  • grün: kreatives, assoziatives Denken: neue Ideen, Kreativität ([[Konstruktivität|konstruktiv]]: Wachstum)
  • blau: ordnendes, moderierendes Denken: Überblick über die Prozesse (,Big Picture‘: der blaue Himmel)

Um die unterschiedlichen Denkarten für die Gruppe zu visualisieren, werden den Teilnehmern Hüte, Armbänder oder Tischkärtchen in den sechs Farben zur Verfügung gestellt. Damit können sie sich bei jedem Diskussionsbeitrag auf die geforderten Eigenschaften einstellen, und es fällt ihnen leichter, „in der Farbe“ zu bleiben.

Bei einer moderierten Diskussion kann der Moderator die Teilnehmer zum Beispiel auffordern: „Jetzt hätte ich gern ein paar grüne Beiträge.“ Bei einer unmoderierten Diskussion kündigen die Teilnehmer die Art ihres Beitrags durch die Farbwahl an: „Ich setze jetzt den blauen Hut auf und schlage eine kurze Pause vor.“

Paralleles Denken

Dieser Methodik liegt das von de Bono entwickelte parallele Denken zugrunde. Das bedeutet, dass bei der Bearbeitung einer Aufgabe alle Beteiligten stets die gleiche Hutfarbe aufhaben und gemeinsam die Hüte wechseln, mithin parallel denken. So werden Konflikte vermieden und dennoch alle Positionen berücksichtigt. De Bono selbst bezeichnet die sechs Denkhüte auch als Methode zur Verbesserung der Kommunikation in einer Gruppe.

Die Mediation setzt die Bedingungen für ein paralleles Denken, in dem sie eine gleiche Zielausrichtung vorgibt (Suche nach einer Lösung) und in dem sie die Gedanken die zur Lösung führen auf Gemeinsamkeiten aufsetzt.

Konträres Denken

Im Gegensatz zum parallelen Denken bildet das konträre Denken. Es ist das Denken im Streit. Sowohl der Ausgangspunkt (Positionen) wie die sich daraus ergebenden Lösungen werden aus dem Gegensatz herausgebildet. Die Parteien argumentieren in entgegengesetzte Richtungen mit widersprechenden Zielvorstellungen.

Bedeutung für die Mediation

Es gibt Parallelen zur Mediation, sodass sich diese Methode dort verwerten lässt. das Streiten wird in der Mediation durch die Windows Technik verhindert dies den Parteien erlaubt ihre Gedanken außerhalb des Streites zu offenbaren. Die gedankliche Struktur wird durch die Phasenlogik vorgegeben, wo die Parteien aufgefordert werden die „heile Welt" zu beschreiben (Phase 3), um in einem separaten Schritt zu überlegen wie diese imaginäre Welt in die reale Welt überführt werden kann. Die Denkausrichtung der Parteien wird durch die Phasen zu einem parallelen Denken. Mit der Hut-Technik lassen sich die Gedankenräume erweitern, indem die Parteien aufgefordert werden, die Gedanken nach den vorgegebenen Kriterien (Hüten) zu sortieren.

Hinweise und Fußnoten

Alias: paralleles Denken, konträres Denken
Literaturhinweis: de Bono (6 Hüte)
Siehe auch: Hut-Technik
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