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Bedürfnis

Das Bedürfnis spielt in der Mediation eine wichtige Rolle. Es bereitet einige Schwierigkeiten, das Bedürfnis vom Bedarf und vom Motiv zu unterscheiden.




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Abgrenzung

Die Begriffe Bedürfnis und Motiv werden oft synonym verwandt und miteinander vermischt.

Bedürfnis
Metz-Göckel beschreibt das Bedürfnis als den Zustand oder das Erleben eines Mangels, verbunden mit dem Wunsch ihn zu beheben. Er führt aus, dass in der wiss. Literatur meist Bedürfnisse gemeint seien, die ein Lebewesen zu seiner Erhaltung und Entfaltung benötige, nicht Spontanentscheidungen im Einkaufszentrum. 1 .
Motiv
Das Motiv ist der Handlungsantrieb oder der Beweggrund. In der Psychologie beschreibt das Motiv die menschliche Disposition für eine bestimmte Art von Zielen. Bildungssprachlich handelt es sich um eine Überlegung, eine Gefühlsregung oder ein Umstand, durch den sich jemand bewogen fühlt, etwas Bestimmtes zu tun2 .
Verhältnis
Das Verhältnis zwischen Bedürfnis und Motiv wird deutlich, wenn das Bedürfnis als Grundlage eines Motivs angesehen wird.

Bedürfnisse

Die jedem Menschen zueigenen Bedürfnisse lassen sich in Primär- und Sekundärbedürfnisse einteilen. Primärbedürfnisse sind Existenzbedürfnisse. Zu den Existenzbedürfnissen zählen alle Notwendigkeiten zur Sicherung des Lebens; also Nahrung, Wohnung, Kleidung. Sekundärbedürfnisse sind die Kulturbedürfnisse3

Bedürfnispyramide

Bedürfnispyramide
Maslow, einer der Begründer der humanistischen Psychologie, hat die Bedürfnisse des Menschen in ein hierarchisches Konzept gebracht, das als Bedürfnispyramide bekannt wurde. Wichtig ist, dass die Bedürfnisse vom Verhalten getrennt gesehen werden und dass die Pyramide keinen statischen Zustand darstellt.Sie liefert jedoch einen guten Eindruck davon, was den Menschen antreibt, der ständig versucht, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Maslow unterscheidet folgende Bdedürfnisse, von den Grundbedürfnissen ausgehend:4
  1. Physiologische Bedürfnisse:
  2. Sicherheitsbedürfnisse:
  3. Soziale Bedürfnisse:
  4. Individualbedürfnisse:
  5. Kognitive Bedürfnisse:
  6. Ästhetische Bedürfnisse:
  7. Selbstverwirklichung:
  8. Transzendenz:

Bedeutung für die Mediation

Die Bedürfnisse spielen in der Mediation dann eine Rolle, wenn die Motive entweder andxers nicht aufgedeckt werden können oder die Interessen an und für sich nicht ausreichen, um die Lösung zu finden. Die Notwendigkeit, sich auf die Bedürfnisse einzulassen wird deutlich, wenn im Orangenbeispiel im Harvard-Konzept beide Kinder Orangensaft trinken wollen. Dann findet sich die Löung nur, wenn der Mediator tiefer geht und Bedürfnisse findet, wo sich der Konflikt lösen lässt. Also etwa auf der Ebene von sozialen Bedürfnisse, wenn die Gescheisterbeziehung eine Rolle für den Konflikt spielt und die Kinder daran hindert, die Orange zu teilen. Wie sich Bedürfnisse und Motive (Interessen) in der Mediation wiederfinden lassen, erläutert das Lösungspentagramm.

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Bitte beachten Sie die Zitier- und Lizenzbestimmungen
Bearbeitungsstand: 2020-12-20 10:18 / Version 11.
Aliase: Bedürfnisse
Siehe auch: Lexikon, Motive, Konfliktmotiv
Bearbeitungshinweis: Textvollendung und Programmvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: -

1 Dorsch (Psychologie) - 2018-10-11 hier: Metz-Göckel/Bedürfnis dl. 10.11.2018
2 Duden (Wörterbuch) - 2018-11-10
3

Stangl, W. (2018). Stichwort: 'Bedürfnis'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/13476/beduerfnis/ (2018-11-10)