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Seiten-ID: 1191 Über den Umgang mit Assoziationen 4-Inhalt »  (06) Konflikt »  Konfliktarbeit 3-Abteilung »  Archiv


Denken Sie jetzt bitte NICHT an einen roten Elefanten!
Woran haben Sie gedacht? Ihre Anwort hängt davon ab, welche Assoziation die Aufforderung bei Ihnen ausgelöst hat.

Die Frage liefert drei Anknüpfungspunkte: Die Tätigkeit (Denken), die Farbe (Rot) oder das Tier (Elefant). Wahrscheinlich haben Sie entweder an eine Tätigkeit ("Warum sollte ich denken, ich schlafe lieber?"), eine Farbe ("Ich mag Lila am liebsten") oder an ein Tier gedacht ("Mäuse sind viel gefährlicher").


Das was Ihre Assoziation (also das was Ihnen in den Sinn gekommen war) ausgelöst hat, war etwas, das dominanter in Ihrem Gedächtnis gespeichert ist als die vorgegebene Farbe oder das Tier. Vielleicht weil Sie eben gerade eine beeindruckende Maus gesehen haben oder weil die Farbe Lila für Sie eine zentrale Verknüpfung darstellt, mit der Sie viele Emotionen verbinden. Dem Auftrag entsprechend hätten Sie aber Nicht daran denken sollen.

Assoziation: Wenn ich mir sage, ich denke jetzt NICHT ans Denken, denke ich bereits daran.


Sie bemerken, dass es ein Nicht im (Unter-)Bewusstsein nicht gibt. Dort zählt der Fokus, also das Woran (denke ich). Um ein Nicht an etwas Denken zu verwirklichen, muss man an etwas anderes Denken.

Die Assoziation beschreibt das Phänomen, dass zwei (oder mehr) ursprünglich isolierte psychische Inhalte (wie z. B. Wahrnehmungen, Gefühle oder Ideen) als Assoziationsglieder eine Verbindung eingehen. So werden zum Beispiel der Anblick einer Rose und der Duft einer Rose im Gedächtnis miteinander verbunden, da sie beim Lernen meist gemeinsam auftreten, während Zitronenduft vielleicht eher das Bild einer Spülmittelflasche aktiviert1 .

Natürlich erlernt der Mensch in Konfliktsituationen ähnliche Verknüpfungen herzustellen.

Konfliktassoziation: Die Partei sagt: "Immer wenn es klingelt, bekomme ich Angst". Für sie ist das Klingeln mit der Assoziation Angst verknüpft. Möglicherweise geht diese Verknüpfung auf eine Erfahrung zurück, wo sich beim Klingeln etwas Schlimmes ereignet hat. Der Mediator könnte das zurückmelden: "Das Klingeln löst bei Ihnen Angst aus. Können Sie sich auch an Situationen erinnern, wo das Klingeln ein anders Gefühl erzeugt hat?"


Das Problem ist, dass die Assoziationen von der Partei als real empfunden werden, aber durchaus sehr selektiv sein können. Es gehört also zu dem in der Mediation zu ermöglichen Perspektivwechsel, die Sicht auf das ein oder andere Phänomen und die gelernte Wahrheit in Frage zu stellen und zu relativieren.

Verwendung

Es gibt Gesprächstechniken, die sich auf das assoziative Denken einlassen. Eine Auflistung der Kommunikationstechniken finden Sie im Verzeichnis der Techniken, indem sie die dort aufgelisteten Techniken nach „Assoziationstechnik" filtern. Während in diesem Verzeichnis die Techniken lediglich gelistet sind, finden Sie im Interventionenverzeichnis Vorschläge, wann und in welcher Situation welche Intervention angemessen ist.

Zusammenstellung der Assoziationstechniken
Die nachfolgende Liste ist ein Auszug aus der Werkzeugdatenbank gefiltert nach der Art "Assoziation"


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Hinweise und Fußnoten

Alias: Assoziationen, Assoziationstechnik
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Archiv: Ein Beitrag zum Facharchiv
Prüfvermerk: -

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