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Seiten-ID: 1656 Hilfe bei der Fallbearbeitung 4-Inhalt »  (08) Beruf 3-Abteilung »  Praxis

Die Arbeit an und mit Fällen ist ein zentrales Thema für die Ausbildung ebenso wie für die Praxis. Sie finden Ausführungen dazu in folgenden Beiträgen. Hier geht es um die Frage, wie ein professioneller Mediator mit einem Fall umgeht.

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Arbeitshilfe Hilfe bei der professionellen Fallbearbeitung

Wiki to Yes bietet nicht nur den ThinkTank einer Wissensdatenbank, und eine Plattform für den Erfahrungsaustausch und Lernhilfen an, sondern unterstützt Sie auch bei der professionellen (mediations- und rechtssicheren) Fallbearbeitung. Dieser Beitrag gibt Ihnen eine Anleitung, wie Sie das Wiki bei der Fallarbeit aktiv einsetzen können.




Die präzise Fallarbeit

Mediationsanalyse

Im Vordergrund des mediativen Denkens steht immer der Prozess an und für sich. Wenn die Mediation die Lösung herbeiführt, ist es die Aufgabe des Mediators, den Prozess, also die Mediation zu verwirklichen. Zu diesem Zweck schaut er NICHT auf die Lösung und das was hinten herauskommt, sondern darauf, wo er im Prozess gerade steht und inwieweit sich die Mediation verwirklicht hat.

Typische Fragen des Mediators sind deshalb: Welche prozessualen Schritte haben sich bereits verwirklicht? Wo stehen wir gerade in dem Prozess? Was muss geschehen, damit die Parteien den nächsten vom Prozess geforderten Erkenntnisschritt vollziehen können?

Die Mediationsanalyse ergänzt den Mediationscheck. Während der Mediationscheck (von außen) festlegt, ob die Bearbeitung eines Falles (noch) als Mediation zu bezeichnen ist, hilft die Mediationsanalyse dem Mediator, die prozessrelevanten Fragen (von innen, ais dem Prozess heraus) zu beantworten.

  • Eine erste Hilfe zur Duchführung der Mediationsanalyse findet der Mediator in der Mediationslandkarte. Anhand der Landkarte kann er sich orientieren, wo er sich und die Parteien innerhalb der Mediation gerade befindet. Der Mediator muss stets die Frage beantworten können, in welcher Phase betreffend welches Thema er und die jeweilige Partei sich gerade bewegen.
  • Was der Mediator zu tun hat, ergibt sich aus der Phasenlogik. Die Phasen geben ihm den jeweiligen Arbeitsauftrag. Eine nähere Beschreibung ergeben das nachfolgende Bearbeitungsschema oder der zusammengefasste Phasenablaufcheck.
  • Der Mediator muss nach jeder Phase prüfen, ob das Etappen- oder Phasenziel erreicht wurde. Eine Übersicht über die Etappenziele findet sich in dem Beitrag Ablauf.

Bearbeitungsschema

Studenten fragen immer wieder nach einer Art Checkliste, damit sie sich den Ablauf der Mediation besser einprägen können. Solche Listen sind mit Vorsicht zu genießen, weil sie die Mediation in ein Schema pressen können, das ihr im Einzelfall nicht gerecht wird.

Beispiel - Phasentreue: Anfänger überhören gerne Aussagen oder lassen Angaben nicht zu, weil sie nicht zur aktuellen Pahse passen. Wenn die Partei beispielsweise ein Interesse bekundet, die Mediation sich aber erst in der 1.Phase oder in der 2.Phase befindet, wird das Intersse überhört. Der Gedanke geht verloren. Ein anderes Beispiel betrifft das herausarbeiten des Interesses. Manchmal muss man einen Abstecher in die Lösung machen, um das Interssse zu erkunden. Der Abstecher in die 4.Phase wird unterlassen, weil die Mediation sich ja erst in der 3.Phase befindet.


Andererseits ist es eine Hilfe, wenn die Mediatoren Checkpunkte an die Hand bekommen, die zumindest sicherstellen, dass keine Information verloren geht und dass die aufgenommenen Informationen korrekt zugeordnet werden. Das mit dem präzisen Zuhören verknüpfte Dimensionieren liefert die dazu passende Methode.

Vorphase

Arbeitsschritt Hilfestellung siehe ...
Bedeutung der Vorphase
Prüfung der Geeignetheit Geeignetheit
Erstellung einer Konflikthypothese Anfertigung einer Konfliktanalyse
Einschätzung der Bearbeitungstiefe Mediationsmodelle
Prüfung der Einschlägigkeit Clearingverfahren. Bei der Auswahl der besten Dienstleistung helfen das Verfahrensverzeichnis und das Dienstleistungsverzeichnis
Kostenvoranschlag Kalkulation der Mediationskosten

Phase 1, Initialisierung, Arbeitsbündnis

Arbeitsschritt Hilfestellung siehe ...
ggfalls Erläuterung der Phase Bedeutung der Phase 1
Begrüßung
Identifikation der Parteien, Festlegung der Rollen Parteien
Hinweis auf Vorkontakte und Anhängigkeiten § 3 Abs. 1 Mediationsgesetz, (z.B. bei Donatormediation oder Fremdvermittlung des Mediators). Siehe Neutralität und Unabhängigkeit
grobe Zielvereinbarung
Vereinbarung der Mediation als Weg zum Tiel Mediationsdurchführungsvereinbarung
Sitzordnung analysieren Setting
Bei Bedarf Gesprächsregeln einführen Gesprächsregeln
Arbeitsbündnis, Zusammenfassung der Vereinbarungen Mediationsdurchführungsvereinbarung

Phase 2, Bestandsaufnahme, Sachverhaltsmethode

Arbeitsschritt Hilfestellung siehe ...
Erläuterung der Phase Beschreibung der Phase 2
Aufforderung das Problem / den Fall zu schildern Bestandsaufnahme
Wer fängt an – Spiel Gesprächsführung
Positionen herausarbeiten Themen, Techniken: Zusammenfassung, Themenbildung
Vergewissern, ob es weitere Themen gibt
Themenfolge festlegen
Zusammenfassen

Phase 2, Themensammlung und Kärtchenmethode

Arbeitsschritt Hilfestellung siehe ...
Erläuterung der Phase Beschreibung der Phase 2
Aufforderung Themen zu nennen
Themenfolge festlegen
Zusammenfassen

Phase 3, Interessenerhellung, Konfliktarbeit

Arbeitsschritt Hilfestellung siehe ...
Erläuterung der Phase Beschreibung der Phase 3
Methodenwahl: Ping Pong, Windhund, Mindmapping
Wer fängt an
Interessen (Lösungskriterien) je Thema erarbeiten im Windows 1 als Brainstorming erarbeiten
wechselseitiges Verstehen prüfen Nach Selbstoffenbarung Windows 2
Zusammenfassung

Phase 4, Optionen

Arbeitsschritt Hilfestellung siehe ...
Erläuterung der Phase Beschreibung der Phase 4
Brainstorming Angebote / Lösungsoptionen
Bewertung der gefundenen Optionen
Überprüfung der Verwertbarkeit
Überprüfung streitiger Fragen
Überprüfung von Alternativen (WATNA-BATNA)
Festlegung des Lösungskonzeptes
Zusammenfassung

Phase 5, Einigung

Arbeitsschritt Hilfestellung siehe ...
Erläuterung der Phase Beschreibung der Phase 5
Entscheidung für eines der Lösungsmodelle
Verifikation Prüfung der Überzeugung (dahinter stehen), Vollständigkeit und Nachhaltigkeit
Sicherung Prüfung der Verlässlichkeit (Was tun, wenn sich keiner daran hält?)
Manifestation der gefundenen Lösung Abschlussvereinbarung

Methodik


Werkzeuge, Interventionen
xxx

Qualität

xxx

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Bedeutung für die Mediation

XXX

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Bitte beachten Sie die Zitier- und Lizenzbestimmungen. Zitiervorgabe im ©-Hinweis.
Bearbeitungsstand: 2019-08-15 06:01 / Version 30.
Aliase: Prozessanalyse, Mediationsanalyse
Siehe auch: Fallstudien, Fallbearbeitung, OMA-Fallarbeit, Mediationscheck
Prüfvermerk: -

An dieser Seite haben mitgearbeitet: Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Donnerstag August 15, 2019 06:01:49 CEST von Arthur Trossen.