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Seiten-ID: 150 Die nicht zwingend unprofessionelle Mediation 3-Abteilung »  Praxis 5-Perspektiven »  IM

Alltag  

Mediation im Alltag

Wer die Mediation als ein Verfahren im Sinne des Mediationsgesetzes versteht, hält sie der Alltagsverwendung und der Verwendung in mediationsfremden Dienstleistungen vor. Dann ist es konsequent zu sagen:

"Das geht doch nicht", "Das ist keine Mediation!",
"Du bist ein Entscheider, kein Mediator",


Sind das nicht falsche Mythen? Sie verkennen die vielfältigen Möglichkeiten der Mediation. Sie beruhen auf einer Verkürzung und führen deshalb gerne zu Fehleinschätzungen, was die Mediationskompetenz und die Handlungsoptionen des Mediators anbelangt.

Und es geht doch!

Die Mediation funktioniert durchaus, man muss nur wissen wie. Der Unterschied ergibt sich zunächst aus der Unterscheidung zwischen Verfahren und Methode und dann aus der Herleitung der Mediationsgrundsätze. Versteht man die Mediation als einen Kognitionsprozess, eröffnen sich Möglichkeiten ihrer Anwendung in einem größeren Radius bis in den Alltag und mediationsfremden Dienstleistungen hinein, wie etwa die anwaltliche Beratung oder die Therapie. Die zu dieser Anwendung führende Erkenntnis lautet:

Merke1

Verstehen ist immer möglich. Wenn die Mediation als eine Vermittlung verstanden wird, entfaltet sie ihre Wirkung auch außerhalb der Mediation im Verständnis eines formellen Verfahrens.


Wenn Verstehen immer möglich ist, dann ist auch das Vermitteln von Verstehen immer möglich. Das ist jedenfalls der Ausgangsgedanke der integrierten Mediation. Mit diesem Ansastz wird die Mediation als Kompetenz verstanden, die methodisch und völlig legal auch in anderen Kontexten anwendbar ist. Also auch dort, wo die Mediation zwar sinnvoll wäre, aber entweder abgelehnt wird oder aus anderen, finanziellen oder technischen Gründen nicht realisierbar ist. 

Die Integrationskompetenz der Mediation 

Kaum zu glauben, aber wahr

Der Fokus wird auf die Kompetenz gerichtet, nicht auf das Verfahren. Verstehen wird als Erkenntnisvorgang verstanden wobei die Vermittlung des Verstehens (der gewonnenen Erkenntnisse) seine Verwirklichung darstellt. Die Kognitionstheorie erlaubt das herausfiltern der funktionalen Einheiten, welche die Mediation zum Erfolg führt. Gelingt es diese funktionalen Einheiten (Elemente der Mediation) zu extrahieren und in anderen Prozessen zusammenzusetzen stellt sich der gleiche Erfolg her.

Legale Einschränkungen

Wenn man die Verfahren als Container betrachtet, sind die Inhalte (Methoden) austauschbar, solange sie in den Container passen. Bei einer Beratung bildet das Recht der Beratung den Container. Bei einer Alltagsanwendung oder einer Verhandlung, ist die Verhandlung der Container. Eine Berater wäre es verwehrt, die Mediation anzuwenden. Er würde gegen das Verbot der Vor- oder Nachbefassung verstoßen. Die Mediation stünde ihm nicht als Container zur Verfügung. Wohl aber kann er die Erkenntnisse verwenden, die den Verstehensprozess beschreiben. Verstehen ist stets die Grundlage und sie ist in jeder Anwendungsform hilfreich. Wer in der Lage ist, verstehen zu vermitteln, kann besser verhandeln und seine Alltagsprobleme besser klären.

Merke1

Die Mediation darf nicht als formelles Verfahren (also als ein Container) angeboten werden. Ihre Methodik und Kompetenz ist aber in anderen Verfahren und Vorgängen (Containern) verwertbar!

Rentabilität

Die wirtschaftliche und soziale Verwertbarkeit folgt der erweiterten Kompetenz. Die Kunden werden es zu schätzen wissen, wenn etwa der Berater näher auf sie eingehen kann, ihre Interessen präzise herausfiltert neue Lösungen mit den Klienten entwickelt und diese noch dem Kontrahenten vermitteln kann.

Erlernbarkeit

Es hat sich herausgestellt, dass sie Anwendung der integrierten Mediation höhere Anforderungen gesetzt als eine Standardanwendung. Die Verwendung der meditativen Elemente ist in einem Umfeld, das nicht auf die Durchführung einer Mediation eingestelt ist schwieriger zu realisieren. Dafür gibt es aber auch Möglichkeiten, die dem Mediator nicht zur Verfügung stehen. Der Sachbearbeiter beispielsweise hat Kontrolle über den Vorgang und kann schon im Vorfeld einer reinen Mediation entsprechende Weichen stellen.

Anwendung

Jede Form von Verhandlung.Die Mediatiion kann aus der Situation entwickelt werden2 . Auch ist es möglich, die Verhandlung oder das Personalgespräch in einen kooperativen, nutzenorientierten Vorgang zu konvertieren3 .

Hinweise und Fußnoten

Aliase: Alltagsanwendung, F03-Alltag
Bearbeitungshinweis: Textvollendung und Programmvollendung erforderlich

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Seite zuletzt geändert: am Dienstag August 27, 2019 11:02:05 CEST von Arthur Trossen.