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Aktives Zuhören

Der Begriff wurde von Carl Rogers geprägt, als er die Wirkfähigkeit von Therapiegesoprächen untersucht hat. Sein Schüler, Marshal Rosenberg, hat daraus die Gewaltfreie Kommunikation (GfK). Heute findet die Technik des aktiven Zuhörens in vielen Disziplinen Anwendung. Sie geht also weit über die Therapie hinaus. Mit seiner Verbreitung wird der Begriff auch immer mehr aufgeweicht oder abgewandelt. So ist auch von dem empathischen Zuhören die Rede.

Ein Eindruck

Das Video aus der Sicht des Verkaufstrainers Oliver Schumacher gibt einen ersten Eindruck.

Worum geht es genau?

Aktives Zuhören wird auch bei Wiki to Yes als eine Technik aufgefürht. Genau betrachtet ist es ein komplexer Vorgang, der sich aus mehreren Techniken zusammensetzt. Ein Kollege sprach einmal vom aktiven Zuhören in 3 Graden (oder Schritten). Diese Präzisierung wird dem Vorgang besser gerecht. Die Schitte sind:

aktiv Zuhören
Der Gegensatz wäre das passive Zuhören, das über sich ergehen lassen. Aktiv zuhören bedeutet, dem Gegenüber spürbar zu machen, dass man ihm zuhört. Das Gegenüber soll ohne Worte erkennen können, dass man sich dafür interessiert was gesagt wird. Das zeigt sioch körpersprachlich dadurch, dass man dem Gegenüber in die Augen blickt und Aufmerksamkeit signalisiert. Sogenannte paraverbale Äußerungen wie ein zustimmendes "hmmm, ja" oder ein Kopfnicken unterstreichen die Botschaft. Selbstverständlich ist das Ausreden lassen ein weiteres aktives Zeichen des Zuhörens.
Paraphrasieren
Die aktiven Körperzeichen drücken zwar Aufmerksamkeit aus, nicht aber ob man das, was gesagt wurde, auch angenommen und verstanden hat. Es bedarf also einer Rückmeldung. Sie wird paraphrasieren genannt. Die Paraphrase ist die Rückmeldung dessen, was der Andere gemeint haben könnte und was davon angekommen ist.
Verbalisierung
Während sich die Paraphrase auf die verbale Ebene bezieht, geht die Verbalisierung auf die emotionale Ebenen ein. Sie spiegelt das analog wahrnehmbare.

Alle Schritte zusammengenommen führen in eine Synchronisation der Kommunikation und bewirken das gefühl, verstanden worden zu sein.

Bedeutung für die Mediation

Das aktive Zuhören wird auch als eine mediative Technik beschrieben, obwohl es weder von der Mediation erfunden, noch für sie gemacht wurde. Allerdings gibt der mediative Kontext dem aktiven Zuhören eine etwas andere Note. Folgende Anforderungen sind zu beachten:

Streitgespräch
Das Gespräch findet in Gegenwart der streitigen Partei statt. Das erfordert eine Neutralität, die sich mit Bewertungen und Interpretationen des Gegenübers zurückhalten muss.
Klärungsbedarf
Dann ist zu bedenken, dass das Zuhören den Zweck einer zur Lösung führenden Verstehensvermittlung verfolgt. Das Zuhören muss also noch zu einer Klärung beitragen und dazu, dass sich die Gedanken der Parteien in den Rhythmus der Mediation einfügen lassen. Die Erweiterungen werden mit dem präzisen Zuhören beschrieben.

präzises Zuhören 

Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

Alias: aktivesZuhören, empathisches Zuhören
Siehe auch: Ratgeber für Interventionen, Archiv
Bearbeitungshinweis: Textvollendung erforderlich.
Prüfvermerk: Administrator

© Wiki to Yes: Arthur Trossen "Aktives Zuhören " (2018) unter Wiki-to-Yes.org/Aktives Zuhören